KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1920
- Issue
- Heft 1-3 (Januar 1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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^p'Cc'-iHvryf-v-' x'r.v'l '<■■ ’f ■ j. ’;^.‘ * -- -" /<" * Kazäir. Welt-Verlag Berlin 1919. —- Vom Boden Ptüästinas aus schreibt ein Arbeiter, ein Glied des 'Bundes der nationalen Sozialisten, Kiese Briefe. Mag .man sich zu den ihnen zu Grunde liegenden Theorien Hellen, wie man wolle, ein jeder Leser wird vor dem Willen ihres Verfassers Ehrfurcht empfinden. Und wir, die wir uns mit den dickleibigen Ergebnissen grauer .Theorie Plagen müssen, betrachten es als etwas besonders Angenehmesdaß ein Mann der Praxis aus den Erfahrungen seines Lebens spricht. Ob die nationale Idee die Judenheit erlösen kann, ist mehr als fraglich. Daß sie aber einzelnen Aufrichtung und Kraft gewährt, beweist der zuversichtliche Ton dieses Buches. , Edom. Berichte jüdischer Zeugen und Zeitgeiwssen über die Judenverfolgungen währeird der Kreuzzüge. 1919. Jüdischer Verlag, Berlin. — Klänge aus längst vergangener Zeit und doch wie modern! Ein Buch des Grauens tut sich auf, wir lesen, was den Vätern einst in alten Tagen getan wurde, und unwillkürlich zwingt sich der Vergleich mit den Geschehnissen der Gegenwart auf. Fast möchte man meinen, daß trotz der Fülle des Grausigen die Kreuzzugstragödie nur ein Kinderspiel gegen den Orkan des Hasses war, der jetzt zermalmend über die. Judenheit «inherbraust. So ist das Buch von furchtbarer Aktualität! —Der gute Druck und die vorzügliche Ausstattung seien besonders rühmend hervorgehoben. Judentum und Christentum. Von Rabbiner Dr. 5Dl<« Dienemann. Zweite Auflage. 1919. I. Kauffmann, Verlag, Frankfurt a. M. — Das Buch ist bei seinem ersten Erscheinen (1914) in den K. C.-Blättern außerordentlich günstig besprochen worden. Die Worte von damals können nur wiederholt und unterstrichen werden. Dienemanns Buch sollte von jedem modernen Juden gelesen werden, der in seinem Judentum mehr als das vergängliche politische Problem des Tages erblickt. In mustergültiger klarer Weise wird der Erlösungslehre des Christentums die Versöhnung slehre des Judentums gegenübergestellt, und alle anderen Unterschiede werden aus diesem Urquell abgeleitet. Es ist echtes Selbstbewußtfein, das der denkende Jude sich beim Eindringen in die Tiefe seiner Religion erwirbt, und den Weg zu diesem Stolze weist Dienemanns Abhandlung. Allen Kartellbrüdern, die sich über die Grundfragen von Judentum und Christentum in leicht faßlicher .Weise unterrichten ’ wollen, sei das Buch dringend empfohlen, das ihnen vielleicht mehr geben wird als mancher dicke Band über das Wesen des Judentums. F.G. Der Aufbau des Laubes Israel. Ziele und W ege jüdischer Siedlung sarb eit in Paläst ina. BonDr. ArthurRuppin. 1919. Jüdischer Verlag, Berlins — Das Buch ist eine Parteischrift, erfüllt von glühender Liebe zum Lande, getragen - von nicht zu erschütterndem Optimismus. Und doch ist es wertvoll, weil es vorzügliches Material enthält und weil es keins der vielen, vielen Palästinaprobleme unerörtert läßt. .Ob man Ruppin zustimmt oder nicht, jedenfalls schreibt er interessant und anregend, und auch dem Gegner der nationaljüdischen Idee sei das Buch als ein fast erschöpfendes Kompendium der modernen Palästinafrage dringend empfohlen. Der Student und die Hochschule. Eine Einführung in das Ho chschulleben. Von Dr. W. Mahrholz (Hochschul-Bücherei 1. Band). Furche-Verlag, Berlin 1919. In Steifumschlag 4 Mark, in Pappband 6 Mark. — Diese Schrift beabsichtigt eine Einführung in die wirllichen Probleme der heutigen Hochschule zu geben — eine Einführung für Professoren, für Studenten und für jÄ»en Deutschen, dem die Höherbildung Unserer Nation am Herzen liegt. In dieser Absicht wurde das Buch ganz von selbst eine Kampfschrift gegen eine veraltete Ideologie und zugleich ein Versuch, die neue Hochschule auf letzte, lebenswichtige Ideen zu bringen. Der Verfasser hat sich bemüht^ alle Lebensverhältnisse und Lebenstatsachen, die auf die Hochschule Bezug haben, in den Umkreis dieser Darstellung zu ziehen und zugleich durch Heranziehung aller wichtigen Literatur zur' Hochschulfrage ein Nachschlagebuch über Hochschuldinge zu schaffen. Es ist nicht nur ein Buch der Kritik und der Reform, sondern ein Buch, das als Einleitung in das akademische Studium gerade auch dem angehenden. Studenten dienen will, indem es ihm den Inhalt seines Studentenlebens und seiner Verpflichtungen als akademischer Bürger darzustellen unternimmt. So wendet sich das Buch an jenen weiten Kreis von Menschen, dem die Hochschule in irgendeinem Sinn wichtig ist: an die Hochschullehrer, die Studenten, die Väter und an jenen Gebildeten, der die Verpflichtung gegen geistige Güter fühlt, zu deren höchstes unsere wissenschaftliche Bildung heut, und so hoffen wir, in alle Zukunst zu rechnen ist. S. A. Literaturblatt für deutsches Hochschulwesen. Herausgeber: Dr. O. E. Ebert, Dr. Rob. Grohmann, Dr. O. F. Scheuer. Neuer akademischer Verlag, Wien, TV. Rainerplatz 9. — Das „Literaturblatt für deutsches Hochschulwesen" wird als kritisches Zentralorgan der deutschen Hochschulliteratur aller Zweige in kurzer Zeit in monatlicher Folge zu erscheinen beginnen. Die führende Stellung der deutschen Hochschulen im geistigen Leben der Nation, sowie die anerkannte Wellstellung deutscher Gelehrsamkeit, begründen und rechtfertigen die neue Zeitschrift, die ohne Anschluß an einen bisher noch ausständigen Organisationsmittelpunkt in ihren Spalten die gesamte deutsche Hochschulliteratur nach Art eines wisse nschaftlichen Literaturbla t t e s zusammenfassen will. - Als solche wird sie allein imstande sein, ihre Leser in regelmäßiger periodischer Berichterstattung mit der Fülle der Erscheinungen (Büchern wie Zeitschriftenaufsätzen) bekanntzumachen, deren halbtvegs zureichende Registrierung von den kritischen Blättern mit weiterem Programm, zumal bei der durch die Zeitläufte bedingten Erweiterung und Vertiefung der literarischen Diskussion, unmöglich bewältigt werden kann. Das „Literaturblatt für deutsches Hochschulwesen" wird in den Kreis seiner Betrachtung alle Erscheinungen ziehen, welche sich mit Geschichte, Wesen uno Aufgabe, Verfassung und Verwaltung der Hochschulen, ihrem und aller Fakultäterl Studienbetrieb, dem Studium der einzelnen Wissenschaften, den wissenschaftlichen und sozialen Fragen der Lehrer und der Lernenden beschäftigen: gleiche Beachtung wird es allen Schriften zuwenden, die vom Stande der Studenten handeln, von seinem persönlichen und akademischen Leben, nicht zuletzt von den Verbindungen und Vereinen in ihren vielverzweigten Gruppierungen. Alle Typen der Hochschule (Universität, technische, tierärztliche, land- und forstwirtschaftliche und Handelshochschule) des gesamtdeutschen Sprach- und Kulturgebietes werden Berücksichtigung finden. Enge« Hoeflich, Der rote Mond. Jlf-Berlag. 1920. Wien. — Ein ursprünglich schaffender Dichter ist Eugen Hoeflich nicht. Schwere Gedankenlyrik vereinigt er in seiner Gedichtsammlung „Der rote Mond". Die Meh^ahl der Gedichte entstand in Palästina während des Krieges. Es ist eine Kriegspoesie eigener Art, europäisches Aid in asiatischem Land empfunden, tiefer Pessimismus, verstärkt durch die düstere Wüstenlandschast. Ein sehnsüchtiger Dichter ist Eugen Hoeflich und