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KC-Blätter · 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 186

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1919
Issue
Heft 11-12 (November 1919)
Date
1919-11-01
Page
Seite 186 (sequence 18)
Language
German
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Es dürfte mm wohl kaum Zweifeln unterliegen, 'das; das Tausjudentum der schlimmste moralische .y ^Krebsschaden unserer Tilge ist. Es ist beinahe Ally . gemeingut der jüdischen Gedankenwelt geworden, ' ' den Tausjuden nicht nur als einen feigen SBer* ’ rfiter, sondern auch, sofern er ohne tiefinnerliche religiöse l'lberzcngung auf das Christentum schwört, als einen meineidigen Menschen zu betrachten, und die Anzahl der Juden, die nuö moralischen Gründen jede Gerne nschast mit.Taufjudcn ablehnen, ist nicht gering. Wie a b er muß es wirken, w e n n j u n g e u n v e r d o r b e n e j ü d i ,f ch e Studenten , gezwunge n tv e r e n, .Taufjuden als Bundesbrüder! zu betrachten, sie ' m i t d e m v e r t ria u - li ch e n „ D u " a n z u r e d e n , sie als Freunde z u b e i r a ch t,e n? Müssen nicht .da allrnahlich die jüdischen SD^oralbefltiffe des ( jungen Menschen in Vcrivirrung geraten, wird er sich heiße Liede zu seiner Gemeinschaft erwerben y können und Wied er für ihr Recht mit Wort und Tat jederzeit, e nzutretcn bereit sein? Wir halten es nicht nur fj'r .'unmöglich, sondern es-ist in der Tat so. Gewiß soll auch an dieser Stelle rühmend * hervorgehoben werden, daß es einzelne Alte Herren paritätischer -Verbindungen gibt, meist solche aus der Zeit vor der Ausbreitung des K. C., die ihre warme Liebe zum Judentum sich erhalten haben und die wertvolle Mitarbeiter im Streite sind. Hut ab vor ihnen! Aber sie sind einsame Prediger in . . der Wüste. Man mache sich, einmal das Vergnügen, -das ich mir bereitet habe, und suche festzustellen, ' welcher Prozentsatz von Alten Herren und Mitgliedern paritälischer Verbindungen die einfachste .. jüdische Pflicht erfüllt und Mitglied des Zentral-' ' Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens - wird. Man wird staunen, wie ganz geringfügig " er ist.. Man muß nach wie vor auf dem - Standpunkt stehen, daß die paritätischen Veri bindungen Bruistätten der Indifferenz in jüdischen Dingen sind, und daß sie dem Taufjudentum durch Duldung Vorschub leisten. Und sind etwa jene oft bespöttelten Dinge unwahr, von denen der Studenlcnwitz erzählt? Jagt man nicht in pari- ' tätischen Verbindungen nach dem blonden Christen, ' ° ' stellt man ihn nicht mit Wonne an die höchste Stelle ■ : der Verbindung? Ist cs etwa nicht wahr, daß man in der Ansetzung von Offizien eine souveräne; Verachtung jüdischen Brauchs beweist und eine i - außerordentliche Rücksichtnahme auf christliche Feiery. tage nimmt? Ist es etwa, nicht wahr, daß in vielen Gebilden dieser Art vom Judentum üfjcr= Haupt nicht gesprochen werden darf, weil'man nur; so seine Parität erweisen könne? Und wenn auch - . die früher so. viel belachten Weihnachtskrieipen inzwischen ein wenig verschwunden fein sollen, es f bleibt genug übrig, um uns.zu zeigen, daß der y •.; paritätische Gedapke keineswegs geeignet ist, das zu ■v X r'ii.- f.^i erziehen, was wir im Interesse unseres deutschen. .A- - Vaterlandes und des Judentums für unbedingt -yy s. notwendig erachten: Freie und'-aufrechte Juden, die sich ihrer Herkunft nicht schämen die jederzeit bereit sind, sich frei und offen als Juden zu bekennen, die für ihr Judentum eintrcten. die mit Verachtung auf das Taufjuoentum herabblicken. I.\*y| f* Man beginnt in jüdischen Kreise» immer mehr so zu denken. Noch nicht überall. Damit zur Tragödie das Satyrspiel nicht fehle, sei vetraten^'y daß unsere alte Freundin, das „Hamburger r.-'V iV; ■ Israelitische Familie n b l a t t" , die > '■ Gründung des Burschenbundes: mit folgendem; V klassischen Satz begleitete: „Wir sind schon früher y wiederholt trotz verschiedener, deshalb gegen uns > ) gerichteter Angriffe für diese pari wüschen Stu- . f dentenvcrbindlmgen eingetreten." Ein. herrliches v. . -f.; Bild! Das Hamburger Familienblutt. das itt 'I seiner berechtigten Abneigung gegen die Taufjuden sie früher öffentlich mit vollem Namen an den Pranger stellte, auf dem Kriegspfade, um die Taufjuden zu schützen! Es blamiert sich »alt jedex sa gut, wie er kann. Dazu hat die.Sache noch den J Haken,'daß man kaum Dank erntet. Wie ich die paritätischen Verbindungen kenne, wicb ihnen das > Eintreten des jüdischen Blattes eher peinlich als A y erfreulich sein. . - - - ' y Wir werden die paritätischen Verbindungen.'Jy nach wie vor scharf bekämpfen müssen. , Es bey reitet uns keine Genugtuung, wenn sie aus dem . Waffenring ausgeschlossen werden, weil man sie als yjy. . jüdisch betrachtet, und daß man sie an unsere.yy 'Seite stellt, ist uns vielleicht noch nncm..enehrner als^.y' ihnen. Es ist dabei von offensichü chen Feind- . seligkeiten, wie sie beispielsweise seitens einer-' Würzburger paritätischen Korporation gegen den - K. C. gerichtet worden sind,, ganz abzusehen. Uns kümmert um: das Prinzip, und unser jüdisches Prinzip zwingt uns, die paritätischen Verbindungen, die zu neunzig Prozent aus Ju^en bestehen/ deren Parität ja in Wahrheit nur eine Fiktion ist, auf das energischste zu bekämpfen.- ob sie nun im , Burschenbund organisiert sind oder ob sie sich außerhalb der Neugründung Hallen. Denn die G e s u n d u n g d es j ü d i f ch en L e b en s im Deutschen Re ich e, s e ine K raft und seine Einheit, hängen wesentlich davon ab , ob es g el in gt, denjungen Akadem i k e r zum f r e u d i ge n Bekenntnis seines Judentums und z u r A r b e i t f ü r s'e i n R e ch t zu erziehe n. . A Die Lage ist trübe. Feinde umringen den K. C. von außenwie voninnen. Der Antisemitismus »:, stürmt von vorn mit unübersehbaren Heerscharen,; an. Von der Seite und im Rücken-kämpfen gegen.JZ ihn die Nationaljüdischen und die paritätifchm l J Korporgtionem *:y Ein yiZweifet könnte zuwellen ".H kommen; öh Micht das Rstrgenaussichtslos ' . '-1 .-.s-T t -l' .‘r'p

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