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KC-Blätter · 1919-09-01 · Heft 9-10 (September 1919) · p. Seite 148

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1919
Issue
Heft 9-10 (September 1919)
Date
1919-09-01
Page
Seite 148 (sequence 4)
Language
German
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tarl Frankenbach, Kriegsfreiwilliger, tun 28. Marz 1915* . / eli; Levv, Kriegsfreiwilliger im 9. Pionier-Ball., am l^t. Mai 1915; iüstav Bernhardt, Offizier -Stellvertreter' im 1. Res.-Jns.-Regt., am 10. August 1915; mch Krotoschiner. Kriegsfreiwilliger im Inf.- Regt. 26, am 11. September 1915; ' . - selix Zlotnitzki, Kricgsfreitvilliger im Feldart.- Negt. 20, am 11. September 1915; krich Friedläudcr, Sanitätsunteroffizier im Inf.- Regt. 202, am 21. September 1915; 2rich Ginsberg, Sanitätsunteroffizier im Jnf.- Regt. 204, am 9. Oktober 1915; - - Fritz Rabmer, Musketier im Res.-Jnf.-Regt. 37, am 28. Juli 1910; -; Lheophil Jakobp, FeMazarett - Inspektoram - 24. August 1916 im Orient; ' i Siegfried Lubinski, Assistenzarzt, am 25. Mai 1917 in Rustland; Hans Segall, Unteroffizier, bei einer Gebirgs-M.- G.-Ablcilung, am 29. Mai 1917; Hans Münster, Kanonier, am 31. Juli 1917s Adolf Marx, Hauptmann unb Kontpanieführer in ein ein baher. Landw.-Jnf.-Regt., am 15. Dezember 1917; Ernst Railtenberg. Grenadier, am 5. Juli 1918; Fritz Arndt, Leutnant mtb Kompanieführcr in einem Jnf.-Regt., mu 10. September 1918. Sie staAren als aufrechte Juden für ihr deutsches Vaterland! Gedenken wir ihrer, so wird unH der Arm in un'serein Kainpfc ums Recht nie erlahmeil, nie werden wir aiich all unseren We^en und Zielen zu ziveifeln brauchen! Schwer sind Die Zeiten ivieder geworden, nachdem die unruhig wogenden politischen Ereignisse auch den Schlanun des Antisemitismus ans Licht' gespült haben. Wir schämen uns, daß der deutsche Name wieder burcl) die brutale Ungerechtigkeit des Judenhasses geschändet wird, wir schämen uns, daß aus unserem aufgeklarten Berliir eine gar so seltsame ^Volksausklärung" foinmt, die weder mit sauberen noch gar nur mit. geistigeir Waffen zu kämpfen trachtet. Aber mir wissen, dast, haben wir auch den Feind nicht elldgültig bezwungen, unsere Arbeit-doch nicht umsonst gewesen ist. Solange es Juden gibt, wird es Antisemiten geben; die Gegensätze zwischen bicjcn beiden Teilen müssen sich offenbaren, und in dem Bewußtsein, dast uns als Juden ein kampfloses Dasein nie beschlichen sein wird, konnten wir nur danach streben,-unsere Verteidigung auszubauen, unsere Klingen scharf und geschmeidig zu erhalten, in unserer Brust aber das Gefühl der Hilflosigkeit, des nicht ausreichenden Kampftvertes zü'überwinden. Berlin ist ja -von je der Hauptkampfplatz für antisemitische Bestrebungen gewesen; das braucheich an diestt Stelle nicht weiter auszuführen. Aber. , dieser Boden ist gerade unserer Art der Abwehr bei sonders, ungünstig gewesen; der Couleurstudent, das Verbindungswesen — sie passen nicht sonder-;:t lich in den Berliner Rahmen. « Wenn es trotzdem gelungen ist, die unschätzbare Rüstung einer gut . funktionierenden Organisation zi> schaffen, wenn immer weitere jüdische Kreise sich auch hier zum Kampfe gegen dm Antisemitismus von dem Vertrauen auf den eigenen Wert b ucelen lassen, so ist uns das das beste Zeichen für Die gesunde und natürliche Kraft unseres Gedankens. Von dem Häuflein, das am 22. Oktober 1894 sich der schweren Aufgabe unterfing, tragen nur noch unser E. M. Ire. Oppenheimer, Georg Arnheim — beide Ehrenvorsitzende des A. H. B. — ... und Czarnikau unser Band;. Ballin und Julius ' Löwenstein, der erste und der zweite Chargierte des; Gründungssemesters, sind un« als Kartellbrüder treu geblieben. Zloeisti, Klee uuw Fließ sind ausgeschioden. Äluf dem Gründuugskonvent schlägt Oppenheimer den Namen „Spccma" vor mit der Begründung, die jüdischen Studentenverbindungen Deutschlands sollen ein Heer biloen, von dem sich , jede Abteilung nach ihrer Landschaft oder ihrer Stadt benennen solle. Die Wahl der Farben machte . schon damals Kopfschmerzen. - Einig war man sich nur -darin, daß. „Gelb" unter allen Umständen, darin. Vorkommen müsse — „was Schandfleck war, : ward unser Ehrenzeichens es in Oppen- - heimers schönem BundcSlieo der Sprevia —; nach- * dem anfänglich gelb-weiß-rot. dann gelb-sitbcr- - säpvarz beschlossen war, drang sthließtich Klees Vorschlag durch, man möge burni bie Farben gelbwcist-schwarz ausdrückcn, dast -toii eine jüdische Verbindung in Preußen feien. CSm icuE setzte -die Ver- . bindung erst im S.-S. 1899 mir; auf den Antrag - - Mainzers, unseres zweiten Ehrenmitgliedes, wurde i rot als Mützenfarbc gewählt. las Wappen ist von , Georg Sternberg I entworfen. Der Arbeit der neuen Veru.ridung türmten sich ungewöhnliche * Schwierigkeitcu entgegen. . Der ' eigentliche Gegner war stark, stark an Zahl und Mitteln, öft skrupellos in der Anwendung seiner " Waffen, dabei uns in der Organisation weit voraus; unerschöpflich flössen — damals wie heute — seine Hilfsquellen aus den interessierten politischen Gebilden, und Berlin war, n»e erwähnt, seine Hnuptpositiou. Entsprechend mar die Begrüßung der Sprevia durch die Staatsburger-Zeitung. Im eigene,! Lager erwuchs uns schon im Jahre 1895 die nationatjüdische Konkurrenz des B.' j. St., von . der statutarischen Jiüwtenz der paritätischen Korporationen, zumal der F. W. B. ganz zu schweigen. , Es blieb der Sprevia nur idacallerdings bisher ..nie enttäuschte Vertrauen aus c>ie Neutralität der Behörden, 'insbesondere des stets wohlwollenden Universitätsrichters, .-Geh.'. Rat Daube, auf/die .Unterstützung der Viadrina.und Vadenia,- und aus -

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