KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1919
- Issue
- Heft 9-10 (September 1919)
- Date
- 1919-09-01
- Page
- Seite 147 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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inan aber, das; im Gegensatz zu ihnen der K. C.^ schon durch die Prinzipien der Couleur und der unbedingten Satisfaktion, seine Keiltätigkeit immer nur kleineren Kreisen äumenbcit konnte und daß die Bedingungen, die er stellen muß, besonders jetzt während der Reaktion der Geister auf die lehren und Entbehrungen der Kriegszeit schwer zu erfüllen sind, so muß sein Erfolg als ein geradezu beispielloser angesehen werden. Erfolge wollen aber nicht mit errungen, sondern auch behauptet fein. Erst dann hat man ein Recht, sich ihrer zn rühmen. Die Organisation muß ausgebaut und gefestigt werden. Die Tendenzen und Ziele des Verbandes müssen an der Hand!der neuen Lage geprüft und eine einheitliche Richtung für künftiges Vorgehen muß gefunden werden. Das soll der K. C.-Tag leisten. Und von seinem. Ernst und seinem Verantivortlichkeitsgefühl wird es äbhängen, ob die großen bisher errungenen Erfolgen des K. C. Grundlage eines weiteren Wachsens seines Baues und Ausbreitung seiner Ideen sein tverden. Je größer die Anzahl der Kartellbrüder ist, die zum K. C.-Tage erscheinen, desto sicherer werden die wichtigen Beschlüsse, die ztt fasset; sind, 'de;; Willen der Gesamtheit zuin Ausdruck bringen. ' Dem Grttndsatze echter Demokratie zufolge wird das künftige Leber; des K. C. den; Mehrheitswillen entsprechet;. Solle,; aber nicht Minderheiten irgendwelcher Art verbittert sein, so ist gründliche Aussprache vonnötei;. Und so ergeht denn 'der Nus an alle, zum K. C.-Tage in möglichst großer Zähl zu erscheine,;. Wir sind eine Vereinigung, die im jüdischen Leben Deutschlands beute Stellung und Bedeutung hat, auf bereu gewichtiges Wort man hört. Aus dein kleinen Kreise, der einstnmls in Breslau sich zusammeuschloß, «ist ein großer Verband geworden, dessen Glieder, zu vielen Hunderten in allen Teilen unseres Vaterlandes zerstreut, sich kaum noch kennen. Bedauerlich wäre es aber, morn unter der Größe des Verbandes das Pr'nizip der Bundesbrüderlickkeit nud) mit im geringsten litte. Der K. E. ist nun einmal ein st u d e n. t; s ch e r Ver-, band u,;d;n;;ß cs bleiben! Und wie er auf das studentische Leben und seine Äußerungen; in denen seine Tendenz zum Ausdruck kommt, ,;icht verzichten kann und wird, so muß natürlich Anndesbrüderlichkeit und Freundschaft den starken Quell der inneren Kraft-des 5?. C. auch weiterhin bilden, •=: r; Und auch aus diesem Grunde muß die allgemeine Losung lauten Z Auf zu,n K. C.-Tngel Bundesbrüder und Freunde, die feit langen Jahren getrennt waren, solle,; sich Wiedersehen und begrüßen, sollen Erinnerungen äustauschen und alte Bande neu und fest verknüpfen. Und die Festlichkeiten, zu denen die Cer sich versammeln werden, lind für die innere Kräftigung des Verbandes, für --: den Zusammenhalt unserer Bundes- und Kartell-"/ brüder keineswegs zu unterschätzen. . A u s z u m K. C. - T a g e! So uutet die Losung in allen Kreisen des Verband;n, beim? ältesten A. H/, wie beim jüngsten Fuchse. Damit..' dieser K. C. eine Kundgebung werde, die einerseits der äußeren Kraft des Verbandes RichtnaM und Ziele weise, die dem Wähle der gesamten rutschen 7 Iudenheit diene, damit a;;dercrseiis durch Erneu^I nmg des ZusanimenhaiMs die alte Kiafk ^einEF frische Grundlage gewinne.' , / * : :?Wr. ■ 7,. , ■ V>i>' T,:i> „Furchtlos und treu!" : 25 Jahre Sprevia. •; Von I>r. Solon (Spreviae). „Kein rauschendes Siegessest .soll es werden, keine ausgelassene Freudenfeier, aber ein triirdiges Gedenken der Vergangenheit, einDank für jcneVorkämpser, die unserer akademischen Freiheit .ix Gasse gebahnt, eine Mahnung an unsere Aktivirns, die jetzt in; Kampf steht, ein Weckruf endlich, bestimmt für die Heranwachsenden Generationen, nicht auszuruhen, sondern weiter zu kämpfe,;: -,Jnrchtlos und treu!" So schrieb unser lieber Rahmer in seinen; „Vorwort" zun; 20.. Stiftungsfest der Sprr-' via. Mit wieviel mehr Recht können wir uns heute seine Worte zu eigen machen! Lauter denn je muß ' unser Weckruf'ertönen, inniger dem; je unser. Dank sein für unsere Vorkämpfer, das sind vornehmlich^ diejenigen, welche, wie Rahmer selbst, fürs Vater- .land ihr Blut vergossen haben. Sie alle Hai m bis. zum letzten, bitteren Augenblick — dessen ji.L wir völlig gewiß — uns die Treue gehalten; ne sind in den; stolzen und berechtigten Bewußtsein dahittgegangen, ihre Pflichten als Spreven erfüllt zn' haben. Mehr sagen wir nicht zu ihrem RuhmeZ Es fiele,; unsere lieben Bundesbrüden Albert Tichauer, Kriegsfreiwilliger im Res-Jnf.»^ Regt. 202, am 4. Nov. 1914 bei 'Dlx.nuioen; - Artur Ausrecht, Unteroffizier im Res-Inf.»" Regt. 205, am 5. Nov.' 1914 bei BuZhootri Max Cohn, 5kriegssreiwilliger im Nes.-Jnf.-7 Regt. 20, an; 2. November 1914 bei Ba.lly; Albert Lowinski, Unteroffizier im 2. Gard^uß- . Art.-Regt., an; 24. Nov. 1914 in Flaichem;.' Jaincs Hirschfeld, .Kriegsfreiwilliger in; Inf.» Regt. 42, in; September 1914;. Fritz London. Unteroffizier im Jnr-Regt.' 11, Anfang Dezember 1914;! Fritz Bamn, Assistenzarzt im Rest-Jns.-R egt. '29,7 am 20. Dezember 1914 bei Tahure; 2 : . Max Moritz Cohn, Unteroffizier, am 31Z Januar.' : 1915 bei Bolimow; 7 2 '■