KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1919
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1919)
- Date
- 1919-07-01
- Page
- Seite 136 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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136 im herrlichen Freiburg. am Orte ihrer lieben Verbindung, wiederzusehen und mit der ansehnlichen Aktivitas Stiftungsfest, Festkommers, Ausflüge zusammen zu feiern, sowie gemeinsam der Toten in einer Trauerkneipe zu gedenken. Die Generalversammlung selbst verlicffehrinteressant, da sie durch tiefgehende, geistvolle Debatten prinzipieller Natur belebt war. Der A.H.V. gab sich auch einen neuen Vorstand, da der bisherige Vorsitzende I)r. Fritz Strauß- Karlsruhe. der den A. H V. seit seiner Gründung 14 Jahre hindurch erfolgreich geleitet hatte, bar. ihn zu entlassen, und den Vorstand womöglich in eine Stadt zu verlegen, wo direkte Fühlungnahme untereinander möglich sei. Es wurde als Vorort des A. H. V. Frankfurt gewählt und zum Vorsitzenden der tatkräftige Dr. med. Karl Grünewald. Schriftführer bleibt Ör. Hochschild- Frankfurt a. M., früher Colmar i. E. Zum Kassenwart wurde Dr. Siegfried Hein-Freiburg gewählt, der am Orte der Verbindung die direkte Fühlung zwischen A. H. V. und der Verbindung stets emhalten kann und cs auch gerne tut. Von den Beschlüssen des A. H. V. sei hervorgehoben die Erhöhung der Mitgliederbeilräge und noch kräftigere finanzielle Unterstützung der Verbindung als bisher. Ter A. H. V. stiftete der Verbindung rund 2000 M., übernahm neben der Zahlung der Miete auch die des Faxen. Damit hat der Kassenwart der Verbindung mehr erreicht, als er zu träumen wagte. Aber was sollen die A. H. A. H. sonst mit dem Getde anfangen, das sie ansammelten. Es entspricht dem sozialen Geiste der Zeit, es den wirtschaftlich Schwächere also der Aktivitas zu geben. Die Sommertage in Freiburg selbst werden unvergessen bleiben mit ihrer Freude am Leben, ihrem Schmerz über das Vergangene. Der A. H. V. tritt mit seiner neuen Organisation in eine neue Periode seiner Geschichte ein. A.H.V. Viadrina-Darmstadt. Nach einer Trennung von über vier Jahren, die das gewaltige Völkerringen auch für uns Viadrinen brachte, hatten sich die alten und jungen Bundcsdrüder in den Tagen Ende Mai und Anfang Juni in ihrer alten Musenstadt, an die sie manch frohe und ernste Erinnerung knüpft, vereint zu gewissenhafter Arbeit für die Viadrina und für den K. C und auch zu einem frohen geselligen Beisammensein mit ihren Freunden und Bekannten. Wenn es noch eines Zeichens bedurft hätte für das Zusammengehörigkeitsgefühl bei uns, für unser auch während der Kriegsjahre niemals erloschenes Interesse an unserer Verbindung und dem Verbände, so lag es darin, daß unsere alten und ältesten A. H. A. H. zum Teil von weiter Ferne hierher eilten, um uns mit Rat und Tat zu unterstützeil. So nahmen an unseren Veranstaltungen teil unser A.H. A.H Lazarus. Jacobooics, Stich, Gumpertz, Schäfer, Dr. Oppenheimer, Grünberg. Kadden, Hahn, ferner i. a. B. Kray. Larsen, Aron, Hirschfeld, Dries, Oppenheim. Hesse, sowie die Aktivitas. Wir bedauern, daß aus verschiedenen Gründen unsere anderen Bundesbrüder nicht anwesend sein konnten, und auch ihnen wird ihr Fehlen sicher leid getan haben. Am Donnerstag, den 29. Mai vereinigten wir uns im Hotel Heß bei einem Bierabend zur Begrüßung unserer von außerhalb erschienenen Bundesbrüder. Der 30. und 31. Mai waren größtenteils ausgefüllt von Beratungen des A. H. V. und des Generalkonvents. Daneben fand statt: Offizielles Portal an der Hochschule, am 30. ein gemeinsames Festessen, am 31. ein feucht-fröhlicher Fcstkommers auf der Kneipe und am Sonntag, den 1. Juni, ein wohlgelungener hübscher Ausflug mit unseren Couleurdamen und Bundesschwestern nach dem Einsiedel, wo uns Spiel und Tanz, wie auch leibliche „Genüsse" lange zusammenhielten. Allen unseren Vundesbrüdcrn. besonders unseren alten Herren, sei der Dalik für ihr Erscheinen nochmals ausgesprochen; Dank sei ihnen auch für den Geist, den sie in den jungen Bundesbrüdern wieder nach diesen schweren Kriegsjahren aufzufrischen rlnd zu entfachen sicherlich mit Erfolg bestrebt waren. Die Stimmung, die über allen Veranstaltungen in diesen Tagen lag. entsprang dem Gefühl, Positives für uns zu schassen, dabei aber den veränderten Zeitkäufen und unserem ganzen durch die Ereignisse der letzten Jahre aufgewühlten Inneren Rechnung zu tragen. Alle waren beseelt von dein Bestreben, weiterhin für unsere Verbindung. für den K. C.. für das Judentum und unser deutsches Vaterland ihr Bestes herzugeben und an dem weiteren Aufbau zu arbeiten. Die geschlossene Einmütigkeit war besondels ausgesprochen auf dem G. C., der durch keinen Mißton gestört wurde. Möge die Viadrina auch in Zukunft blühen, wachsen und gedeihen und unser Zusammenhalt fest und eng bleiben, getreu unserem Wahlspruch: „Freundschaft und Manncsmut.- Der Vorstand des A. H. V. setzt sich nach erfolgter Neuwahl zusamrnen aus: Dipl.-Ing. Richard Stich, Frankfurt a. Di., Börsenstraße 2, I. Vorsitzender, Dr. med. Ernst Hahn. Darmstadt, Heidelberger Straße 15, stellvertretender Vorsitzender und Schriftführer, Dipl- Jng. Albert Kadden, Hagen i. W., Mittelstraße 3, Kassenwart. Provinzialverband der Brandenvurgischen K. Cer. Der brandenburgische Provinzialverband hat im vergangenen Semester mit neuen Kräften seine Tätigkeit ausgenommen. Ende April fand eine Generalversammlung statt, in der wichtige Organisationsfragen klargestellt wurden. Im weiteren Verlauf feiner Tätigkeit beschäftigt sich der Provinzialverband insbesondere mit der Frage des Ausbaues der Keil-Organisation und der Errichtung des Berliner K. C.-Heims. Im kommenden Winter soll eine ausgedehnte Propagandatätigkeit entfaltet werden, die Kcilarbeit soll in der ganzen Provinz Brandenburg aufs intensivste betrieben werden. Es sollen Propagandaversammlungen nicht nur in Berlin sondern auch in den großen Orten der Provinz stattfinden, dazu ist natürlich nicht nur die Unterstützung der Berliner K. C er erforderlich sondern auch aller in der Provinz wohnender dringend notwendig. An der Errichtung und Ausgestaltung des K. C- Heims hat sich der Provinzialverband tätig beteiligt und eine für seine Kräfte hohe Unterstützung wurde den Berliner K. C.-Verbindungen für ihre neue Kneipe ausgesetzt; auch weiterhin wird sich der Provinzialverband an der Ausschmückung des K. C--Heims beteiligen. Für den Winter sind eine Anzahl größerer Veranstaltungen vorgesehen. Abgesehen von den Feierlichkeiten anläßlich des K C-Tagcs und des 25 jährigen Stiftungsfestes der Sprcvia an denen sich der Verband auch beteiligen wird, find zwei große und mehrere kleine Vortragsabende vorgesehen. Die großen Vortragsabende sollen der Propaganda des K. C - Gedankens dienen, an den übrigen Abenden sollen Referate nur von K. C.ern gehalten werden. Hier soll eine Gelegenheit geschaffen werden, bei der die Berliner K. C er sich näher kennen lernen sollen. Regelmäßige Zusammenkünfte finden statt am 1. und 3. Mittwoch eines jeden Monats im K. C.-Heim, Englische Straße 27. Landesverband overschlesischer K. C er. Am Montag den 16. Juni 1919. starb nach langem schweren Leiden, das er sich im Felde zugezogen, als Opfer seines Berufs unser lieber Kartell- und Bundesbruder Max Markus, Thurigiae (X X F- M.). Sein anspruchsloser treuer . Ä Charakter, sein freundliches aufrichtiges Wesen erwarben 4