KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1919
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1919)
- Date
- 1919-07-01
- Page
- Seite 135 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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135 sämtlicher Hannoverschen K. C er statt, zu welcher auch eine l. K. V. „Visurgia" erschienen war. Das Semester schloß am 2. August mit einer Schlußkneipe. die zahlreich auch von Kbr.Kbr. besucht war. Rezipiert wurden die Brander: Pinthus. Cußel, Behrendt, Stern, W., Stern, L.. Goldschmidt, Davids. Rhenania. Trotz der kleinen Zahl unserer Aktivitas — wir verfügten über zwei Burschen und drei Füchse — gestaltete sich das Innenleben in unserem Stammtisch bisher äußerst gemütlich und harmonisch, und die Zweifel, die wir bei der Gründung wohl alle hatten, können jetzt als überwunden gelten. Denn dank der eifrigen Mitarbeit der in Aachen ansässigen Alten Herren konnten unsere Offizien regelmäßig statrsinden, und es konnte ein inniges Freundschaftsverhältnis gedeihen, das die Lebensdauer der jungen Innung verbürgt. Zweimal wöchentlich gab's Fuchsenstunde uild einmal kamen wir zu gemütlicher Geselligkeit mit Bundesschwestern und Alten Herren an unserem Stammtisch zusammen. An Bor-- trägen und Ausflügen des Jüd. Juyendvereins wurde offiziell teilgenommcn. Ebenso an einer Veranstaltung der hiesigen Ortsgruppe des Zentralvcreins, in der wir den überaus interessanten Vortrag unseres verehrten Kbr. Dr. Kurt Alexander über neue Wege des Zentralvereins hörten. Wir beschlossen am 23. Juli das Semester mit einer Bowlenkneive, bei der wir neben unseren Bundesschwestern und Alten Herren aus der Aachener Philisterschaft K. C - Freunde als liebe Gäste begrüßen konnten. Einer lb. K.V. Rheno-Silesia, die uns Vertreter geschickt hatte, konnten wir zu ihrem Semesterschlußfest diesen Besuch offiziell erwidern. Zum nächsten Semester rechnen wir mit einer stärkeren Aklivitas, zumal sich Kbr.Kbr. aus Hannover und München liier angemeldet haben. Dann hoffen wir auch, daß die Verhältnisse uns hier in Aachen einen strammen Fechtbclrieb gestatten. Da wir hier kaum. Studierende haben, die bereits im M. (5. aktiv waren, so wäre es dringend erwünscht, nu'im Kbr. hier ihr Studium aufnehmen würden. Wir verineisen auf besonders günstige Studien, Wohnungsuud Verpflegungsverhältnisse. 'DUt Genehmigung des Austrittsgesuches schied aus stml. ing. Fritz Daniel aus Hersel. Nheno-Guestphalia. Wir eröffneten unser erstes Semester am Sonntag den 5. Mai mit einem Frühschoppen auf der Opernhaus-Terrasse. Die Chargeninahlen hatten folgendes Ergebnis: Kurt Lilienfeld, X, (vnnt Kaufmann. X X. Walter Jareski. X X X- Im i/iinfc des Semesters wurde ein Chargcnwcchsel notwendig. Ernst Gompertz übernahm die zweite Charge, (inufmann wurde der erbetene ehrenvolle Austritt erteilt. Unser Ehrenvorsitzender Referendar Albert Jkenberg beteiligte sich auch in diesem Semester aktiv an der Ausgestaltung der Vereinigung. Gegen Ende des Semesters übernahm caml. med. Walter Heimann den Ehrenvorsitz. Jni Laufe des Semesters traten in die Vereinigung ein : Erich Isaac aus Rheydt, Walter Cohn aus Breslau, ''ritz Jonas aus Köln, Paul Luß aus Uerdingen: die Vereinigung zählt augenblicklich zwölf aktive Mitglieder. Wir hatten an drei Abenden in der Woche Offizien, Montag Konvent, Dienstag Kneipe und Donnerstag Vortragsabend, außerdem spielten wir Mittwochs nachuultags Tennis. Infolge des Verbotes der englischen Vesatzung konnte bisher mit dem Fechtunterricht noch nicht begonnen werden; da das Verbot jetzt aufgehoben Nthoffen wir im kommenden Zwischensemester einen ttrammen Fcchtbetrieb durchführen zu können. Mit der Vereinigung alter Kölner K. C.cr sowie ber Rheno-Silesia-Bonn stehen wir in engster Fühlung. Wir machen darauf aufmerksam, daß wir unsere Farben infolge technischer Schwierigkeiten ändern mußten. Unsere neuen Farben sind hellblau-weiß-grau; Fuchsenfarben weiß-grau. Wir schlossen das Semester Dienstag den 29. mit einer Kneipe. Die F. C. setzt sich zusammen wie folgt: Kurt Lilienfeld, X. Franz Wallach, XX. Fritz Jonas. XXX- Während der Ferien sind Briefe an die Vereinigung zu richten an Herrn 3tud. rer. pol. Franz Wallach, Köln-Marienburg, Robert-Heuserstraße 5. Saxonia. Unser erstes Semester ist zu Ende. Durch die erst eben vor Beginn des Semesters erfolgte Gründung der hamburgischen Universität war cs leider unmöglich, noch junge K. C.er für unsere Gründungsarbeit zu werben. Trotzdem gelang cs uns, den Verbindungsbetrieb in erfreulicher Weise in Gang zu setzen und aufrecht zu erhalten. Bei regelmäßigen Zusammenkünften verlebten wir in alter K. C-Harmonie schöne Abende. Nach einem vergnügten und glänzend besuchten Abend mit Damen gingen wir in die Ferien. Die Chargen, die auch jetzt die F. C. bilden, waren wie folgt verteilt: Max Simon X S.W.. Alfred Jelinewsky XX' Kurt Silberstcin XXX. Blitz K. W. Aktiv meldete sich bei uns Herr eand. med. Alfred Levy aus Hamburg. Wir erhoffen viel vom nächsten Semester, aber nur. wenn eine größere Anzahl junger K. C.-Burschen zu uns kommt. Dann werden wir auch unsere Couleur auf der Straße zeigen können, die wir bis jetzt leider nur auf unserer Kneipe tragen konnten. Wir bitten also nochmals, auch von dieser Stelle aus dringend, im Winter, also am 15. Oktober, sich bei unserer Verbindung zu melden. A. H. V. Frivurgo-Ghibellinia. Der letzte Bericht über unfern Alt-He, ren-Verband erschien an dieser Stelle im Heft vom 1. Juni 1913, also vor mehr als sechs Jahren. Damals wurde festgcstellt. daß der Mitgliederbestand auf 62 aufgerückt sei. Auch heute beträgt die Zahl 62, aber welche Veränderung in der schauerlichen Zeit, die dazwischen liegt Der junge Nachwuchs von sechs Jahren reichte gerade aus, um unsere Verluste auszugleichen. Wir beklagen den Tod folgender gefallener Helden: Dr. med. Ernst Heimann-Duisburg. Referendar Ludwig Rawack-Goldberg. Referendar Dr. Helmut Helwitz- Cöln, Dr. med. Harry Frcudenthal-Beutyen, Dr. med. Weiskopf-Waldorf. Dr. med. Siegfried Lubinski-Leipzig. Referendar Dr. Martin Goldschmidt-Posen; Dr. med. Fritz Lammfromm-Augsburg, Rechtsanwalt Dr. Adolf Marx- Mannheim. außerdem' den Tod von Referendar Paul Speier-Halbcrstadt und Dr. Erich Stamm-Frankfurt, die im Kriege starben. Da die Verbindung selbst noch elf Mitglieder verlor, beträgt die To tenliste der Ghibellinia 22 Namen. Es ist wohl keine andere Verbindung des K C. so schwer betroffen worden wie wir. Das äußere Leben des A H V. stagnierte auch völlig während der Kricgsjahre. Das liegt in den besonderen Verhältnissen gerade dieses A. H. V. begründet, dessen Mitglieder fast alle weit ab von Freiburg leben. Auch war der Schriftführer durch die Postzensur und den BelagerunaSzustand in Colmar i. E., der Kassenwart Hoffmann-Essen durch seine Einziehung an der Arbeit für den A. H. Vverhindert. Die Kaffengeschäfte übernahm dann Dr. Siegfried Hein-Freiburg, und nach dem Zuzug mancher Bundesbrüder nach Frankfurt bildete sich dort ein engerer Zusammenschluß der dortigen Ghibellinen. die sich auch einmal gesellschaftlich im „Faust" trafen, zur Vorbesprechung der Generalversammlung. Ins Leben trat der A H. V. selbst wieder mit der Generalversammlung, die am 19. und 20. Juli in Freiburg stattfand. Sechzehn A. H. A. H. waren erschienen und waren tief bewegt, sich nach sechs Jahren