KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1919
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1919)
- Date
- 1919-07-01
- Page
- Seite 134 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2268830-2268917-2268922--2395-2271552- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
134 täglich zwei Stunden Fechten sowie Fuchscnstunde, Dienstag Konvent, Mittwoch Bierabend, Donnerstag Vortragsabend, Freitag Rudern, Sonnabend Kneipe, Sonntag Frühschoppen, ferner zweimal Schwimmen. Diedefinitioen Chargenwahlen ergaben: Neumann, X, 1. C- W., F. W. n. a., Wohlgcmuth, X X. F- W. n. i.. Berg, X X X. Urias. F. M. f. C.. f.T., später Wohlgemuth, Jmbach, 1. S. W, Cohn, 2. S.W.. 2. C. W., Pleß, K. W.. Rummelsburg. Z. W. E. R. E. R.: Neumann, i. a. B. Spiegel, i. a. B. Bernhard, Pleß, Behrendt, Rummelsburg. Die Aktivitas war 30 Mann stark, sie wurde aber verstärkt durch die eifrige Teilnahme an den Offizien und die selbstlose Mitarbeit unserer i. a. B. i. a. B. und insbesondere durch A. H. Br. Urias. Es traten neu ein: 1. stuä. wsä. Erich Koplowitz aus Beuthen, 2. 8tud. weä. Otto Hochfeld aus Hamburg, 3. 8tnd. med. Klempner aus Berlin. 4. stud. med. dent. Kurt Loeser III aus Schwerin i. Mecklenburg. Wir rezipierten fünf Brander, die aus Kartelloerbindungen uns überwiesen waren: Jmmerwahr, Troplowitz, Ritter, Samson, Feilchenfeld und unsere Brander: Michel, Loeser, Hirsch und Loewenstein. Philistriert wurde i. a. B. Referendar vr. Urias. Bon Kbr. Kbr. konnten wir begrüßen die A. H. A. H. Dr. Ostwald (Rhen.-Sil), vr. Pick (Biad.-B-), vr. Remak (Sprev.) und vr. Solon (Sprev). Letzterem danken wir auch an dieser Stelle für seine erfolgreiche Tätigkeit, die er als Beauftragter des G. A. für uns entfaltet hat. In echter Biadrinenart ließ cs Kbr. vr. Pick sich nicht nehmen, die alterprobte schwarz-gold-rote Viadrinen- Couleur auf dem Rostocker allgemeinen Bummel zum Trotze zu zeigen. Wir erwarten von unseren Kbr. Kbr., daß sie im Wintersemester recht zahlreich zu uns kommen, um uns mit geistigen wie nur scharfen Waffen zur Seite zu stehen. Sie können überzeugt sein, daß gerade wegen der schweren,' aber nicht crf>.lglosen Kämpfe das Verbindungsleben bei unserer Hansea sehr viel Schönes bietet. Und Rostock, unsere alle See- und Handelsstadt, wird auch im Winter durch geselliges Leben wie durch äußere künstlerische Genüsse einem jeden etwas bieten. Erinnert sei, daß im November das 500 jährige Jubiläum der Universität gefeiert wird, zu dem größere Festlichkeiten in Aussicht genommen sind. .Es wird hier laut Anschlag am schwarzen Brett von Oktober bis Januar das reguläre Wintersemester und dann im Frebruar/März ein Zwischensemestcr unter denselben Bedingungen wie in Preußen gelesen. Wir beginnen das kommende Semester am 29. September II Uhr c. t. mit einem Früschoppen im Restaurant Lindemann. Makaria. Das Sommersemester nahm, wie erwartet, weiter einen guten Verlauf. Die definitiven Wahlen der Chargen und Wartschaften bestätigten das Ergebnis der interimistischen, a. B. Freundlich übernahm das Fuxmajorat für Tendenz. Die Brander Schlesinger, Ledermann und Friedrich Wilhelm Gutmann wurden rezipiert. Aus der Verbindung und - damit aus dem K. C. schieden aus der Fuchs Lewinsohn und der a. B. Robert Leß. Dankenswerterweise nahmen die Kbr. Kbr. a. H. Georg Biermann (Sprev.), i. a. b. Walter Levy (Lic., Sprev.), der sogar das Fuchsmajorat für Konvent innehatte, i. a. b. Jacobsohn (Sprev.) und i. a. b. Erich Gutmann regen Anteil am Vcrbindungsleben und standen uns mit Rat und Tat zur Seite. Am Schluß des Semesters erhielten das Band der Verbindung: a. b. Norbert Lewin (Sprev., Mak.), a.b. Max Hoffmann, (Lic., Rheno-Sil., Mak.), a. b. Arthur Gabriel (Sprev., Mal.), a. b. Leo Leß (Frib., Mak.), a.b. Lewinsohn (Mak.): i. a. b. Walter Levy (Lic., Sprev., Mak.) das Band h. c. Gelegentlich der Semesterantrittskneipe hatten wir das Vergnügen, eine große Anzahl von Angehörigen der Greifswalder jüdischen Philisterschaft bei uns begrüßen zu können, wodurch das bereits bestehende gute Verhältnis noch enger geknüpft wurde. Während der Pfingstferien machten die Bundesbrüder in zwei Abteilungen Ausflüge nach Rügen und den nahen Ostseebädern. Um die Mitte des Monats Juni setzten wir nach Behebung der technischen Schwierigkeiten Couleur auf (blaue Mütze mit violett-weiß-blauem Streifen: Tellerformat). Der Verbindungsbetrieb wurde straff durchgeführt. Wir fochten zehn Stunden wöchentlich. Ferner hatten wir vier Abendoffizien in der Woche, an denen in gleichem Maße die Bestrebungen der Tendenz und des Komments gepflegt wurden. Gewöhnlich war am Montag Konvent, Dienstag Bierabend im „Nordischen Hof", Donnerstag Vortragsabend mit anschließender Diskussion. Sonnabend Kneipe oder Exbummel nach den nahen Ostseebädern. An den nichtoffiziellen Abenden vereinigten sich die Bundesbrüder zu einem fakultativen Beisammensein in beliebten Bierlokalen. Besonders die Vortragsabende waren immer sehr anregend und lehrreich. Zahlreiche Bundesbrüder hielten Vorträge über jüdische oder allgemein interessierende Fragen. Behandelt wurden u. a. die Themen „Warum bin ich K. Cer". „Der Zionismus", ..DerKrieg", „Der moderne Antisemitismus". An die Vorträge schlossen sich lebhafte Diskussionen Wir schlossen das Semester, dessen schönen Verlauf uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird, am 26. Juli mit einem Dämmerschoppen im „Nordischen Hof". Die F. C. setzt sich zusammen aus: Gahriel. Hirschfeld und Freundlich. Das Zwischensemester eröffnen wir am Montag den 29. Sept. 8 Uhr. c. t. mit einem Konvent auf unserer Kneipe. F. Haffia. Das Ergebnis der definitiven Chargenwahl war folgendes: a.B. Krämer, X. a.B. Weiß, XX, F. M. für T. u. C.. a. B. Eichengrün, X X X' E. R. E. R. und Wartschaften blieben dieselben. Unsere Korona erreichte durch einige Neuaufnahmen die Zhhl von 21 Aktiven. Es traten neu in die Verbindung ein: sind, jnr. Hans Nathan aus Görlitz i. Schl, und stuä. jur. Rudolf Jonas aus Bromberg. Herr sind. rer. nat. Segallowttsch wurde als O. V. G. ausgenommen. Wir inaktivierten die a. B. a. B. Renisberg, Kaß, Lucas, Rosenthal. Goldschmitt und Liebmann. Die Brander Seliger, Israel, Mosheim. Frankenbcrg. Lißner und Kaiser wurden nach bestandener Prüfung rezipiert. Es traten aus der Verbindung aus: i. a. B. Rosenthal und i. a. B. Liebmann, ferner Fuchs Jonas nach Genehmigung seines Austrittsgesuches. Laut Genehmigung des G. A. wandelten wir unfern Stammtisch in eine im K. C. renonzierende Verbindung um und meldeten uns als solche beim Rektor an. Außer den gewohnten Offizien in der Woche wurde vor allem täglich gefochten. Unsere Semester-Schlußkneipe, sowie der daran an- - schließende Damenausflug am 12. u. 13. VII., zu dem unser Nachbar-Stammtisch „Staufia" fast vollzählig erschienen war. nahm «inen schönen Verlauf. Wir schließen das Semester mit einem Konvent am 30. VII. 19. auf unserer Kneipe. Suevia. Das Sommersemester verlief für den Stammtisch den Zeitoerhältnissen entsprechend günstig. Außer den im vorigen Bericht gemeldeten, hatten wir im Laufe des Sommersemesters noch drei Aktivmeldungen, so daß unsere Fuchscnkorona auf 13 angewachsen ist. Unser Verbindungsbetriev hat sich in der denkbar besten Weise entwickelt. .Seit Pfingsten haben sämtliche Füchse Fechtunterricht beim akademischen Fechtlehrer. Am 5. Juli fand im „Brauer-Gilde-Haus" eine Kneipe j 1 j 3 '1