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KC-Blätter · 1919-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1919) · p. Seite 130

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1919
Issue
Heft 7-8 (Juli 1919)
Date
1919-07-01
Page
Seite 130 (sequence 26)
Language
German
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130 Wir tragen feit Anfang Juli Halbcouleur und seit Mitte Juli Vollcouleur. Wir sind auch bereits in den hiesigen Wafsenring ausgenommen. Das Zusammenleben mit unserer» l. K. V. K. V. Sprevia und Silesia gestaltet sich jetzt u,n so einiger, da »vir eine ge»nein>a»ne Wohnung iune haben. Ihre Lage, fast gegenüber der Technische»» Hochschule, ist für uns Bin eleu desonders günstig. Die Wahlen für dieF. C. hatten folgendes Ergebnis: Aberle, F C., X- Friedläuder, F. C., X X, Salomousohn, F. C.. XXX Wir eröffneten das Zwischensemester mit einem gemeinsamen Konvent an» 22. r). ]y. Liearia. Wir begannen u»»ser Sominerselnester arn 16. Juni mit dein offiziellen Kaffee. Infolge d.r bekannten Münchener Ereignisse war der Zugang von anderen Universitäten sehr gering, doch haue,» sich vo>» unseren bisherigen Aktiven ganz wenige davon abijalien lassen, ihr liebes, altes München »vieder aufzuiuchei». Wir zählen 34 Aktive. Die interirnistische Chargenrvahl hatte folgendes Ergebnis: Siegfried Adler, X, F. Wn. a., C.W., Weinschenk. X X. l.S.W., Ballin. X X X. K. W., Oppenheim, F. M. f C., Nkax Älayer, F. M. f. T., Schoemann. 2. S. W, David, Z. W., Back. F. W. n. i. ER E-R. Siegfried Adler, Lazarus, Bachinann, Rafael, Haas, Weinschenk. Die definitive Chargenwahl ergab: Siegfried Ad ll r,X. Weinschenk, X X, Rafael, X X X, S. W., sonst unverändert. Neu eingetreten sind: stucl. med. Louis Adler- Straubing, stud. obew. H.inz Gerstman»»-Halverstadt. Reziviert wurden 1. noch i»n vorigen Seincster: David, Hayn. Schoemairn, van Wien; 2. im Laufe dieses Seinesters: Dr. med. Sommer, Dahlsheiruer, Lewinsohn, Eichholz, Siegel. Inaktiviert wurden: Dreyfuß, Gr»»nsfeld, Lob, Schmidt, Schwarz. Siegfried Adler meldete sich zur Uebernahine der ersten Charge wieder aktiv. Philistnert wurden: Dr. meä. Theodor Engel, Dr. pbil Walter Heydemann, Dr. med. Riox Weißenbcck. Das Ausliittsgesuch wurde genehmigt dein i. a. B. Willy Schiff (Bav). Der ehrerrvolle A»»stritt aus dem Verbände wurde bewilligt i. r». B. Friedlaender und a. B Michel. Bei den Wahlen zum Allg. Stud.-Ausschuß hatte»» »vir eine geineinsame Wahlliste mit der B. I. St. „Jordania", der freien, schlagenden Verbindung „Thur»iigia" und einer Gruppe mchtinkorporierter Studterender. Diese Liste erhielt zwei Vertreter im A. St. A, darunter unser Bbr. Leo Friedländer. Bei seine»»» Austritt aus der Verbindung legte Friedländer dieses Mandat nieder. Es promovierten Theodor Engel, Max Weißenbeck und Otto Soinrner zum Dr. med. und bestanden ihr Staatsexainen. . Der größte Teil unserer Bbr. Bbr. gehört den Freikorps an. Zur Ermögllchrmg. der Dienstleistung bei diesen Formationen finden an der hiesigen Universität am Freitag und Samstag das ganze Semester hindurch keine Vorlesungen statt. Das Semester schließt Ende August. Ghibellima. Der Verlauf des Semesters war zur Zeit unserer Pfiugstferien (5.—16. Juni) durch die Friedensunlerzeichnung und die damit verbundene Ungewißheit der politischen Lage sehr beeinträchtigt, so daß »»nsere Antritts- und Stiftungskneipe (23. Juni) ausfiel. Als äußeres Zeichen dos Schinerzes um die Knechtung unseres Vaterlandes legren mir gemeinsam mit den übrigen Freiburger Korporationen Volltrauer an (vom 28.—30. Juni). — Der Monat Juli bot jedoch die Möglichkeit ungehemmten Betriebes. Aktiv meldeten sich: Herr Phil. Wallach-Sorruner, stud. jur. aus Hamburg, Herr Rudolf Weil, stud. med. aus Mülhausen, Herr Kurt Salinger, srud. jur. a»»s Berlin, Herr Arnold Leoi, etud. jur. aus Suhl. Herr H. Hornig, 8t»»d. med. aus Hannover, Kbr. Grüneberg (Bav) Rezipiert wurde»»: Marx,Rosenbaun», Metz,Salomon, Joachim Schlesinger, Max Schlesinger, Mey. Wolfs, Merzvachcr, Mottek, Gottschalk, Ernst Elsbach, Mach- »nann, Falk, Abraham. J»n Verlaufe des Semesters trat Kbr. Max Aber (Th»»r.) aus unserer Verbindung »vieder aus; an seiner Stelle »v»»rde a. B. Ernst Goldfch»»»idt (Vis»»rgiae) z»»»n F. Rl. f. C. geivählt. Dieser vertritt uns auch im Allgeineinen Studentenausschuß und im Verband der Freib»»rger Korporationen. Die Offizien »vtlrden desinitiv folgcnderinaßen festgesetzt: Montag Konvent, Mittiooch adivechselnd Konzert im Restaurant „Kopf" und Tendenzabend, Donnerstag Kneipe, Freitag alle 14 Tage Tcndenzabend, Sarnstag Turnen; achtmal »vöchentlich Fechten. — An den Tendenzabcitden sprachen zuletzt: Marx über die „Ethik des Judentums", Salomo»» über die Frage eines „jüdischen Kongresses in Deutschland", Metz über „Zionismus". Der letzte Vortrag fand im Kopfrestaurant vor einem größeren, geladenen Publikum statt. An derselben Stelle polemizierten wir gegen die Ausführungen von Herrn Kurt Blurnenseld, der über „Antisemitisntus" I sprach. ' Auch sonst war unser Verhältnis z»»r hiesigen Philisterschaft sehr rege. Am 12. Juli hatten wir ein größeres Damenfest, das zur allgeineinen Befriedigung vertief. Auch zum Festkominers anläßlich der Tagung des A. H. V. „Frib»»rgo-Ghibellinia" »varen Gäste erschienen. Wir hatten hierbei die große Frerrde, zahlreiche Kbr. Kbr. und A. H. A. H. zum Te»l mit ihren Damen in Frciburg begrüßen zu können. Zu Ehren ihrer Anwesenheit »var Freitag den 18. Juli Bierabend i»n Kopfgarten, Samstag den 19. vor»n,ttags Weinkncipe auf dein Schloßberg, abends Festkommers, der die Teilnehmer bis spät in die Nacht hinein froh vereinigte. Sonntag den 20. Juli war auf unserer Kneipe eine sehr stimmungsvolle Trauerkncipe für unsere Gefallenen. Der 22 gefallenen Bbr. Bbr. gedachten A.H. Hochschild und i. a. B. Erich Stern in ergreifenden Worten. Mit einem geu»eiiisamen Mittagessen schloß der offizielle Teil der A H.-Veranstaltungen, dem noch kleinere Ausflüge folgten. Au dem Leben anderer Vereine beteiligen wir uns durch Mitarbeit im hiesigen „jüdischen Jugendbund", ii» der neugegründeten „akademischen Ortsgruppe des Zentraloereins deuischerStaatsbürgerjüdischen Glaubens" und in den» Freib»»rger Kameradcndund im Sinne unserer Tendenz. Das Semester schloß am 25 Juli; die F. C. besteht aus: i. a B. Rudolf Katz. F. C., Xa. Ä. Nachmann, F C.. X X. Fuchs Rudolf Weil, F C., X X X- Ein Zwischensemester wird an der hiesigen Universität z»var nicht gelesen, doch sollen die Abtestate schon Ende Dezember gegeben werden, so daß dann noch für die dazu Berechtigten Gelegenheit geboten ist, an einer preußischen Universität das Wintersemester mitzumachen. Wir hoffen deshalb wieder auf eine große Aktioitas; das Wintersemester eröffnen »vir am 20. Oktober mit einen» Konvent auf der Kneipe. Nheno-Silesia. Die Beschränkungen, denen das Verbindungsleben seit dein Beginn der Besatzung umerrvorfen war, erfuhren eine wesentliche Erleichterung durch die Aufhebung des Farvenverbotes. Am 13 Juli legten wir Halbcouleur an: dank der licbenslvürdigen Svcnde eines unserer Bonner Philisters, der den Stoff für

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