KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1919
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1919)
- Date
- 1919-07-01
- Page
- Seite 131 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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131 unsere Mützen dedizierte, konnten wir bereits am 16. Juli Lollcouleur aussetzen. Die von der Besatzung beschlagnahmten Waffen wurden freigegebcn; seitdem pauken wir außerhalb der regelmäßigen Fechtstundcn beim Universitälsfechtmeister eifrig auf dem Hause. Jetzt erst ist es uns möglich, wieder einen vollkommen friedcnsmäßigcn Betrieb aufzunchmen, nach dem wir uns alle gesehnt hatten, und den die jungen Bnndesbrüder nur vom Hörensagen kannten. Gemütliche Kneipen vereinigten uns so manches liebe Mal, auf denen wir auch unsere lieben Alten Herrn und Kartcllbrüder begrüßen konnten. Eine Philisterkneipe sorgte für den weiteren innigen Zusammenhang mit der Bonner und Kölner Philisterschaft. Diskus sionsabende boren den Bundesbrüdcrn Gelegenheit. ihre Ansichten in freiem Meinungsaustausch zur Geltung zu bringen. Unsere stattliche Aktivitas wurde vermehrt durch die Aktivmeldung der Herren 8tu«1. me«l. Moritz Nußbaum aus Duisburg. Tierarzt Dr. S. Fromm aus Bonn, 8t„ü. weä. Albert Kramer aus Köln, stuck. weck. Paul Nathan aus Kleve. Wir schließen das Semester mit 34 Aktiven. Rezipiert wurden: Block, Magnus. Waltuch, Dnblon, Heymann. Lukas, Gans, Al Nußbaum, Fromm, Meyer (Otto). Salomon, Koppel. Tie definitive Chargcnwahl hatte folgendes Eraebnis: Arnold Mayer, X, Ernst Leffmann, XXr Erich Uhlmann, XXX, Walther Krön heim, F. M. f. C., i. a. B. Alfred Levi, F. M. f. T., E. R. E. R- Mayer, Kronheini, Cnrt Simons. Wallcrstein, Ernst Nußbaum. Haas. Im Latlse des Semesters übernahm Paul Cahn die zweite Charge, Joseph Dublon das Fuchsmajorat für Tendenz. Unser hier weilender Kbr. vr. Hugo Levy (Lic.) meldete sich wieder aktiv, und unterstützte durch seine langjährige Erfahrung aus Friedenszeiten wirksam den Verbinvungsbelrieb. Die Kölner Vereinigung Nheno-Guestphalia wurde durch die Mitarbeit mehrerer Bundesbrüder weiter ausgesraltet; die Grundlagen für eine K. C.-Verbindung sind hiermit geschaffen worden. Wir geben dem Ende dieses Semesters mit der Gewißheit entgegen, daß das alte Studentenleben rm schönen Bonn nach den Stürmen der Revolution und dem Druck der Besatzung wieder zu neuem Leben erwacht ist, und daß wir nun, nachdem der äußere Drang uns nicht mehr so sehr einengt, froher, freudiger an unserem Werke Weiterarbeiten können. Viadrina. Die ersten Wochen des.Sommersemesters standen im Zeichen des kommenden Generalkonvents, der vom 29. Mai bis 1. Juni statlfand, und zu dem wir von auswärtigen Alten Herren und Inaktiven Lazarus, Facobovicz, Stich. Gnmpertz, Schäfer. Grünberg, Kadden, Siinon, Kray und Hesse bei uns sahen. Neben einer ganzen Menge praktischer Arbeit, die der Verbindung wieder festen Halt gab und von der an anderer Stelle dieser Blätter näher berichtet wird, fanden folgende geselligen Veranstaltungen statt: Begrüßüngsadend - im Hotel Heß am 29. Mai, am folgenden Tag ein gemeinlaincs Mittagessen und am 3l. ein Festkommers, zu dein eine größere Zahl Bavaren. denen wir an dieser Stelle nochmals unseren Dank aussprechen, zu unserer iNende erschienen war. Vlach dem G. K., der den jungen Bbr., die erst nach dnu Kriege Viadrinen geworden^ waren zeigte, was die ^erbindung ihren Angehörigen sein kann, nahm das Beibrndungsleben seinen üblichen Lauf. Eine Unterbrechung brachten die Tage nach den Pfingstferien kurz vor der Unterzeichnung des Friedens, die in das sonst so ruhige Darmstadt infolge der ungewissen Lage lebhafte Aufregung brachte, zumal die Grenze des besetzten Gebietes mir xj2 Stunde vor den Toren der Stadt verläuft. Im Lause des Semesters konnten wir die drei Brander W. Schalscha, Franz Levy und Scligmann rezipieren, so daß sich die Aktivitas nach Austritt des a. B. Straus am Schluffe des Semesters auf neun Burscheri und drei Füchse belief. Rückblickend können wir sagen, daß das. verflossene Sommerscmcster ein recht erfolgreiches für die Verbindung gewesen ist. Ein straffer Verbindungsbetrieb hat die jungen Bbr. Bbr. unter reger Beihilfe der ortsanwesenden A. H. A. H. (vr. Oppenheimer, vr. Hahn) und i. a. B. i a. B. zu brauchbaren Viadrinen und Vertretern des K. C. erzogen, so daß die Verbindung mit Recht voll freudiger Hoffnung in die Zukunft blicken darf. Im kommenden Winlerseniester werden wir mit .einer noch stärkeren Aktivitas rechnen können, da mehrere Kbr. Kbr. ihr Kommen in Aussicht gestellt haben- Wir möchten hierbei nicht unerwähnt lassen, daß die hiesige Technische Hochschule im Winter nur eme beschränkte Zahl Studierender zulasscn wird. Betreffend der Aufnahmebedingungen verweisen wir auf die Notiz mner „Akademische Nachrichten". Wir schlossen das Sommersemester mit einer Bowlenkneipe am 26 Juli. Zu F. C. wurden gewählt: A. H. vr. Hahn X, i.a.B. Hnschfeld X Xa.B. Joseph X X X- Das Wintersemester beginnt am 22. Oktober 2 Uhr 8. t. mit offiziellem Kaffee nn Cafe Ernst Ludwig. Badenia. Das erste Semester als Verbindung geht zu Ende, und wir Badenen baden allen Anlaß, damit zufrieden zu sein. Die Offizien der Woche waren folgende: Montag Bierabend im .Friedrichshof" Mittwoch Konvent, Samstag Kneipe oder wissenschaftlicher Abend. Mittags sind die Bbr. Bbr. zum ofsizicUell Mirtagstifch vereint. Wir fechten dreimal in. der Woche. Trotz ungünstiger Verhältnisse gestaltet sich der Vcrbindungsbelrieb sehr abwechslungsreich und rege. Am 21. Juni hatten wir Antrittskneipe, zu der infolge der fraglichen Unterzeichnung des Friedensoertrags sehr wenig Kbr. Kbr. anwesend waren; besonders wollen wir an dieser Stelle einer l. K. V. „Bavaria" danken, die trotz schwieriger Verhältnisse mit einer großen Korona hier anwesend war. Die Kneipe nahm einen befriedigenden Verlauf. Am andern Tage war Frühschoppen und nachmittags mit Couleurdamen. ein Ausflug nach der Künstlerkneipe in 'Daxlanden. Couleur haben wir bis jetzt noch nicht aufgesetzt, da wir uns mit der hiesigen Studentenschaft noch nicht bezüglich der Farbe der Mützen einigen konnten. Rezipiert wurden: Max Dreifuß, Esim Griliches, Kurt Feiste Franz Schnurrmann.. Jnaklivlerr wurden: a. B. Andre Bing. a. B. Robert Odenwald b. e. Philtftrierr wurden: i. a. B. Emil Baum, a. B. Franz Mayer. Die Ferienchargen zeigten folgendes Ergebnis: a. H. Baum, F. C., X, a. B. Schnurrmann. F. C, X X, Ä SB., a. F. Artur Dreifuß, F. C-, X X X. S. W. Wir schlossen am 24. das Semester mir einem Extisch. -Unser Betrieb ist stramm, trotzdem kommt jeder einzelne auf seine Rechnung und zu seiner Arbeit. Leider sind die Keilaussichten hier nicht die besten und wir hoffen für das W. S. auf kräftige Unterstützung der K.V.K.V. Friburgia. Ein schönes Sommersemester ist zu Ende gegangen, seit dem Sommersemester 1914 zum erstenmal wieder Fricdensbetrieb! Nachdem die Friburgia sich den Krieg über nur mit Mühe halten konnte,' ist nun wieder zu ihrer gedeihlichen Fortentwicklung der Grund gelegt worden. Wie wichtig