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KC-Blätter · 1919-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1919) · p. Seite 126

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1919
Issue
Heft 7-8 (Juli 1919)
Date
1919-07-01
Page
Seite 126 (sequence 22)
Language
German
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126 eine solche, die mit dein künftigen Berns im Zusammenhang steht. Dieser Dienst müßte planmäßig organisiert und auch entsprechend honoriert werden. Tie Einrichtung einer akademischen Bank, durch die Geldgeschäfte besorgt werden, in die also die Wechsel eingezahlt würden und die evtl, mit einer Darlehnskaffe verbunden werben könnte, würde dem Wucher und anderen unsauberen Gewerben, die die Geldnöte der Studentenschaft ausnutzen, wirksam entgegen treten. Alle diese Pläne müffen grundsätzlich durchgeführt werden unter Hinzuziehung der studentischen Selbstverwaltung. Nationalversammlung. Nach einer Zusammenstellung in Nr 6 der Monatsschrift des Rudolstätter S. C. gehören der deutschen Nationalversammlung viele Verbindungsstudenten an, und zwar: bei der Christlichen Volkspartei drei Mitglieder des K. S- C. elf C. V., ein K. V., ein Schwarzburgbund; Deutschnationale Volkspartei drei K. S. C-, zwei deutsche Burschenschaft, ein Rüdersheimer, ein V D. St., ein Akademischer Turnbund; Deutsche Volkspartei ein K S. C-, zwei deutsche Burschenschaft, ein deutsche Landsmannschaft, zwei V. D- St.: Demokratische Partei drei K. S. C-. drei deutsche Burschenschaft, ein deutsche Landsmannschaft, ein Freischlager, zwei Akademischer Turnbünd. ein K. C. (Kdr. Haas), ein Freie wissenschaftliche Vereinigung, zweiSchwarzeVercinigungen; Sozialdemokratische (Mehrheits) Partei, ein Rüdersheimer, ein Freischlager, ein Akademischer Turnbund, zwei A. D. B., ein Freie wissenschaftliche Vereinigung, zwei Schwarze Vereinigungen; Unabhängige: ein Freie wissenschaftliche Vereinigung. K. I. V. DaS Kartell jüdischer Verbindungen hatte im Sommersemester 1919 neunzehn Verbindungen an deutschen und eine Verbindung an einer österreichischen Hochschule („Kadima h" in Wien». Tie einundzwanzigste neu gegründete Verbindung „Achduth" in Frankfurt am Main, die als Ergebnis innerer Differenzen ins Leben getreten war, hat sich wieder mit der „Saronia" vereinigt. Sieben von den neunzehn deutschen Verbindungen sind in Berlin-Charlottenburg. An acht weiteren Hochschulen existieren Stammtische, die im Wintersemester 1919/20 zu Verbindungen ausgebaut werden sollen. Außerdem steht in einem Freundschaftsverhältnis zum K. I. Vein Stammtisch am Technikum Mittweida und der jüdische Turnverein Mattaplsia an der Gewerbe- und Handelsbochschule in Köthen. Die „alten Herren" sind in vier Alt-Herrenverbänden und elf Bezirksverbänden organisiert: Neu eingetreten sind in das K. I. V. int Zwischensemester 150 und bis zum letzten Drittel des Sommersemesters achtzig Füchse. Allgemeiner Lettischer Burschenbund. Tie Verhandlungen des Bundestags der im „Allgemeinen Deutschen Burschenbund (A D. V.) vereinigten Burschenschaften und Altherrenbünde, die in diesen Tagen zu Leipzig ftattfanben, brachten in ihrem Verlauf außer der Erledigung innerer und rein studentischer Angelegenheiten wichtige Kundgebungen dieses auf dem urburschenschaftlichen Standpunkte von 1815 stehenden Bundes. Sie beschäftigten sich mit der praktischen Mitarbeit am gesamten öffentlichen Leben, und vor allem an der Weiterentwicklung unseres Volksbildungswesens. An die Reichsregierung wurde folgende Entschließung gesandt:. „Die zu Leipzig zum 36. Bundestage versammelten Burschenschaften und Altherrenbünde des .Allgemeinen Deutschen Burschenbundes (A. SD.: B.)' richten an die Reichsregierung die Bitte, unverzüglich alles für eine allgemeine Hebung der Volksbildung zu tun. Dazu ist eine Unterstützung der Volkshochschulbestrebungen und ein im ausgleichenden, sozialeit Sinne erfolgender Ausbau des staatlichen Bilbungswesens notwendig. Bei aller Entschiedenheit dieser Forderung sind sich die zu dieser Tagung versammelten Burschettschafter jedoch darüber klar, daß die rein wissenschaftliche und freiheitliche Grundlage der deutschen Hochschulen gewahrt bleiben muß. um die Höhe der deutschen Wissenschaft im allgemeinen und die der Fachbildung im besonderen zu erhallen. die eine umfassende Bildungsfürsorge für das ganze Volk überhaupt erst ermöglicht." 34. Deutscher Burschenschaftstag. Im Vordergrund der Beratungen des Burschenschaftstages standen die studentisch-sozialen und nationalpolitischen Aufgaben. Der politische Ausschuß wurde in einen „Ausschuß für vaterländische Arbeit" umgewandelt mit der Bestimmung, die nationale Arbeit in den verlorenen und besetzten Gebieten, sowie in der Heimat zu fördern und die staatsbürgerliche und soziale Erziehung innerhalb der einzelnen Burschenschaften anzuregen unter Verzicht auf jede Parteipolitik. Es wurde des weiteren der Zusammenschluß der deutschen und österreichischen Burschenschaft vollzogen. Der mtnmehr 180 Verbindungen zahlende Bund behält den Namen „Deutsche Burschenschaft" bei. Zu den neuen Reichsfarben nahm der Burschentag folgendermaßen Stellung: „Die Nationalversammlung hat die Farben Schwarz-rotgold, die seit mehr als 100 Jahren die Farben der Deutschen Burschenschaft gewesen sind, als Farben des Deutschen Reichs gewählt. Die Burschenschaft sieht mit tiefer Trauer, daß das schwarz-weiß-rote Banner des 1870 begründeten Deutichen Reichs damit medergeholt worden ist, das Banner, unter dem Reich und Volk zu hohem Ansehen in . der Welt gelangt, und unter dem Tausende von Mitgliedern der Burschenschaft in Kampf und Tod gegangen sind. Die alten burschenschaftlichen Farben waren das Symbol der deutschen Einheitsbelvegung: für sie hatten die alten Burschenschafter Not und Verfolgung auf sich genommen. Die Burschenschaft ist mit vielen Volksgenossen der Memung, daß ein Flaggen- Wechsel unnötig irnd beklagenswert war. Verband der katholischen Studentenvereine Deutschlands. Die 47. Generalversammlung des Verbandes fand in Münster in der Zeit vom 10. bis l4. Juni 1919 statt. Von den 52 Karteüvereinen waren 35 erschienen; die linksrheinischen Vereine hatten keinen Vertreter entsenden können. Der Verband umfaßt rund 10000 Mitglieder. Beim Festkommers im Lortzing-Theater konnte eine ganze Reihe neuer Vereine als Verbandsmitglieder gefeiert werden: so Ravensberg (Münster), Westmark (Bonn), Albingia (Hamburg), Rheno-Borussia (Poppelsdorf). In seiner Festrede betonte der Unterstaatssekretär, Herr Prof. Wildermann, die Pflege des sozialen Studiums. Auch die Verhandlungen betätigten sich in dieser Richtung. An die katholischen Studentenverbände des C. V. und U. V. und an den Verband katholischer Studentinnenvereine wurden unter Betonung der gemeinsamen katholischen Ideale Begrüßungstelegramme gesandt. Rudslstadter S. C. — In der Woche nach Pfingsten tagten m Rudolstadt öic im Rudolstädter Senioren-Convent vereinigten Korps an deutschen Hochschulen. An wichtigen Beschlüßen sind u. a. hetvorzuheben: 1. Der R. S C. bekennt sich erneut zu einer streng deutsch-vaterländischen Gesinnung und ist als Glied des Volksganzen gewillt, seine Angehörigen in diesem Sinne zu erziehen und zu nutzbringender Arbeit anzuhalten. Der R. S. C. verschließt sich den gebieterischen Forderungen einer neuen Zeit nicht und wird aus dieser Erkenntnis die für die innere Umgestaltung seines Verbandes notwendigen Folgerungen ziehen, ohne bewährte Grundsätze zu verleugnen.

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