KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1919
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1919)
- Date
- 1919-05-01
- Page
- Seite 86 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Semester Charlottenburg München Karlsruhe 'Darmstädt Bemerkungen r) 96 1892 1158 690 829 Zwischen 1899 und 1906 liegt für alle Hochschulen . 56/97 2128 1380 798 1049 die höchste jemals erreichte Besucherzahl. Mit Aus¬ Durchschnitt 97-98/99 * 2275 1538 816 1158 nahme von Karlsruhe bleibt die Besucherzahl von 99 2337 1625 857 1413 1907 ab auf den angeführten Hochschulen nahezu kon¬ 09/00—01 2902 1972 1261 1378 stant. Daher ist in den vorhergehenden Berechyungen 01/09 3493 2368 1602 , 1459 so oft erst der Durchschnitt von 1907 ab genommen. „ 02—03/04 32h0 2371 1529 1686 Die Gründung der Korporationen in Darmstadt 04 . 2897 ' 2331 1456 1491 und Karlsruhe (03/04 und 05/06) fällt in die Zeit der 04/05-06 2664 s 2234 1448 1436 höchsten Blüte beider Hochschulen. Mit dem Rück¬ '' . 06/07 , , 2419 2219 1427 1687 gang der Besucherzahl hat sich an beiden Orten aber 07-08/09 2201 2291 1266 1373 auch sicherlich die Aussicht aus Keileriolge verringert. 09 2003 2227 1156 1133 So schlecht wie die Aussichten heute sind, sind fl» noch . „ 09/10-11 2073 2368 1148 1249 niemals gewesen, seit dort K.C.-Korporationen be¬ 11/12 2180 2367 1190 1259 stehen: Der Durchschnitt der Besucherzahl um 1913 „ 12—13/14 2098 2255 928 1227 ist nur etwa *U bis % der durchschnittlichen Besucher¬ 14 2108 2311 913 1267 zahl um die Zeit der Gründungssemester *). v y Das Anwachsen der Bcsucherzabl auf den Hochschulen und Universitäten berührt die Zahl der studierenden reichSdeutschen Inden nur sehr wenig. Jyre Zahl bleibt fast konstant. Wieder stevcn mir nur einigeZavlen der vreutzischen Universitäten zurVerfügung (StatistikderLandesuniversitäten). Es befanden sich auf sämtlichen preußischen Uni"ersitäten im Durchschnitt der Jahre: S9,00 unter 14798 reichsdeutschen Studenten 1200 reichSdemsche Juden, das sind 8,li°/„ 02/03. , 16468 , , 1221 , , . . 7,41«/«. i 05/06' . 18667 . . 1901 , . . 6.97«/«, 08/09 . 21113 . . 1410 . . . 6.82°/«, 11/12 , 24218 , . 1356 , . 5,60«/«. Obwohl der Prozentsatz der studierenden reichsdeutschen Juden zurüchgegangen ist. bleibt ihre absolute Zahl nahezu konstant; Ihr Anwachsen fällt kaum ins Gewicht. Das bedeutet, daß die Struktur der jüdischen Gesellschaft so ist, datz sre bereits um die Jahrhundertwende den Höchstsatz, den sie studieren lassen kann, hat studieren lassen; eine Steigerung aes Prozentsatzes ist ihr kaum noch möglich Sinkt aber, wie auf den Hochschulen Charlottcnburg Karlsruhe und Darmstadt, die Besucherzahl, statt zu steigen, so hängt das damit zusammen, datz das rechnisrbe Studium weniger aussichtsreich erscheint als zwischen 1899 und 1906. Erscheint das Studium weniger aussichtsreich. dann nehmen sicherlich auch weniger reichsdeuische jüdische Studenten das Studium auf den Techniswen Hochschulen auf. So ist der Schtutz, datz die Abnahme der Besucherzahl aller Studenten sich auch bei den jüdischen Studenten äußert, berechtigt. _ (Schluß folgt) Akademische und allgemeine Wachrichten Siudenlen und verufstatige Akademiker, die in die Reichswehr und den Ostschutz eimreten wollen oder eingetreten sind, sollen sich unverzüglich mit dem Reichsausschuß der akademischen Berufsstände, Abtlg. A. H., Berlin NW7, Universitätsstraße3d, in Verbindung setzen, damit ihnen über den Fortgang der Verhandlungen über die Sickerung ihrer Studien und ihrer Berufstätigkeit fortlaufend Bericht erstattet werden kann. Auch die Eltern der Kommilitionen mögen die Anschriften anaeben. Jedem, der seine Adreffe einschickt, werden Liebesgaben übersandt. Fürsorge für die in die Reichswehr eintretenden Studenten. Es scheinen in der Oeffcntlichkeit noch Zweifel darüber zu bestehen, ob für diejenigen Studenten und Akademiker, die sich zum Eintritt in die Reichswehr melden, auch in ausreichendem Maße gesorgt ist. Es seien daher im folgenden die Gesichtspunkte angeführt, die auf Beschluß der Hochschultagung vom 29. 4. 19. durch den Hauptausschuß des Akademischen Heimatdienstcs festgelegt sind: Dem Akademischen Hilfsbund, der seit 1915 die soziale Fürsorge für kriegsbeschädigie Akademiker über-» nommen hat, wird die Fürsorge für kriegsbeschädigie und in Not geratene Freiwillige der Reichswehr übertragen. Dieser hat sich erboten, zwecks geeigneter Interessenvertretung, einen Ausschuß ehemaliger Freiwilliger zur Mttverwaltung dieser Fürsorge heranzuziehen. Den Neukriegsbeschädigten wird in vollem Umfang die.Berufsberatungsabteilung, Stellenvermittlungsabteilung, die Abteilung Bäder- und Anstaltsfürsorge und die Unterstützungskasse des Akademischen Hilfsbundes zur Verfügung gestellt. Der Akademische Hilfsbund treibt seine Fürsorge ergänzend neben der amtlichen bürgerlichen Fürsorge. Die Fonds der amtlichen bürgerlichen Fürsorge werden zu Hilfe gezogen. Besonderen Werl wird der Akademische Hilfsbund darauf legen, solche Freiwillige, die nach ihrer Kriegsbcschädigung gezwungen sind ihr Studium bzw. ihren Beruf zu ändern oder ihr Studium zu verlängern, mit genügenden Stipendien zu bedenken. Den zurückgekehrten Freiwilligen soll kostenlos eine Stellung im akademischen und nach Wunsch außerakademischen Berufen vermittelt werden. Es ist ferner beabsichtigt, wissenschaftliche Fachliteratur in Gestalt von kleinen Bibliotheken an den Standorten und in Einzelbänden den Freiwilligen zur Verfügung zu stellen. Hierbei wird der Akademische Heimatdienst . mit dem bekannten „Ausschuß zur Versendung von Liebesgaben, an kriegsbeschädigte Akademiker" zusammenarbeiten. Reichsausschuß der Akademischen Berufsstände, Abteilung Akademischer Heimatdienst. Berlin NW 7, Universitätsstraße 3b. I. A. Dr. Neulemeyer. , Die Notlage desl akademische» Nachwuchses. In der Mitgliederversammlung des Akademiker-Bundes Groß- Berlin hielt der geschäftsfuhrende Vorsitzende des Reichsausschusses der akademischen Berufsstände Dr. Pinkerneil einen Vortrag über die Lage des akademischen Arbeitsmarktes. Der Krieg hat uns lediglich in zwei Zweigen der akademischen Berufe noch leere Stellen gelassen, bei