KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1919
- Issue
- Heft 3-4 (März 1919)
- Date
- 1919-03-01
- Page
- Seite 65 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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bat bei der Neuwahl des Vorstandes wegen Arbeitsüberlastung von der Wiederwahl seiner Person absehen zu wollen. Wir mußten zu unserem größten Bedauern seiner Bitte Rechnung tragen, danken chm aber auch an dieser Stelle für die seit Gründung des A H. V. dem Verbände geleisteten Dienste. -In den Vorstand wurden einstimmig gewählt: Rechts' anwalt Julius Kaumheimer, Dr. med. Emil Weil, Zahnarzt Hanns Schindler. Innerhalb des Vorstandes sind die Aemter in der Weise verteilt, daß Rechtsanwalt Kaumheimer die Geschäfte des 1. Vorsitzenden, Schriftwarts und Kassenwarts, vr. meä. Emil Weil die des 2. Vorsitzenden übernahm. Die bisherigen Ausschußmitglieder Rechtsanwalt vr. Holländer, vr. meä. Jos- Hirsch, Rechtsanwalt vr. Oskar Eliel und vr. meä Otto Einstein wurden einstimmig wiedergewählt. Der einzige auf der Tagesordnung stehende Antrag, aus Mitteln des A. H. V. die Kosten der Kneipmiete und des Telephons der Verbindung für das Jahr 191.9 zu bestreiten, fand einstimmige Annahme. In der anschließenden Besprechung verschiedener Anfragen und Anregungen nahm den größten Raum die Frage des Erwerbs eines eigenen Verbindungsheimes ein. Die Verbindung wird in nächster Zeit die alte Kneipe verlassen müssen. Eine Neuunterbringung gerade bei der jetzigen Wohnungsnot erscheint doppelt schwierig, so daß der alte Wunsch nach einem eigenen Hrus seine besondere Rechtfertigung hat. Andererseits sind die Preise für Häuser und die Lasten des Grundbesitzes derart gestiegen, daß doppelte Vorsicht bei der finanziellen Fundierung eines solchen Vorhabens geboten erscheint und größte Gebefreudigkeit der B. B. B. B. notwendig wird. Es wurde daher eine Kommission bestimmt, die die nötigen Vorarbeiten zu erledigen hat, insbesondere eine Werbeschrift mit den erforderlichen rechnerischen Unterlagen den Mitgliedern zugehen lassen wird. Neben diesem Punkte waren Gegenstand der Be-. sprechung: Bildung des Kuratoriums für die von B.B. B. B. Meyer und dessen Schwester Fräulein Eva Meyer zum Andenken an ihren gefallenen Bruder Martin errichtete Stiftung. Ueber die Gestaltung des Kuratoriums wird anderweitig berichtet. - Herausgabe eines neuen K. C.-Adreßbuchs. Ausführung zur Zeit noch unmöglich. Förderung des Sportes und Ermöglichung der Aufnahme von Antialkoholikern und Temperenzlern in die Verbindung. Der Kommission der Verbindung zur Berücksichtigung überwiesen, die sich mit der Aufstellung von Grundzügen zur Neuorientierung des Verbindungslebens befaßt. Einrichtung eines Postscheckkontos. Inzwischen erledigt (Postscheckkonto Nr. 15426). Stellungnahme zur Frage einer aktiven Mitarbeit des K..C. am Zionismus in Anbetracht der politischen Gegenwartslage. Die Mitarbeit ist vorgeschlagen im Sinne der auf deutschnationalem Boden stehenden Juden. Uebersteigt die Kompetenz der Mitgliederversammlung und ist allenfalls dem K. C.-Tag vorzulegen. Wiederaufnahme eines Herrn, jetzt Assistenzarzt, der früher ein Semester Fuchs der Verbindung war. Von Mitgliederversammlung nicht befürwortet und zur Erledigung der Verbindung zurückgeleitet. Bandverleihüng an einen-früheren B. B., jetzt Gerichtsassessor, der sich Herausgefochten hatte, im Kriege aber seine Bewährung bewiesen hat. Die Angelegenheit wird vom Vorstand weiter verfolgt. Dresden. Am Donnerstag, den 10. April 1919 ist in Dresden ein Stammtisch mit K. C.-Tendenz unter dem Namen Lipsia gegründet worden, dem 7 ältere Mitglieder und 2 Füchse angehören- Landesverband Oberschlesischer K. Cer. Der . Landesverband oberschlesischer K. C.er hatte für den 5. März eine Generalversammlung' anberaumt, um zu den verschiedenen Fragen Stellung zu nehmen und gleichzeitig einen neuen Vorstand zu wählen. Zum Vorsitzenden wurde Sanitätsrat vr. Ehrenfried (Viad.), zum Schriftführer und Kassenwart vr. Reichmann (Ghib.) bestimmt. Es wurde weiterhin beschlossen, am 12. April eine Keilkneipe größeren Umfanges zu veranstalten, da für den Sommer sehr gute Aussichten für unseren Verband bestehen. Es wird noch einmal allen Bundes¬ und Kartellbrüdern zur Kennmis gebracht, daß jeden Mittwoch nach dem l. und 15. eine Zusammenkunft in Kättowitz, »Pilsner Urquell", Friedrichstraße 6, stattfindet. Die Beuthener K. C.er treffen sich jeden Mittwoch im Hotel »Kaiserhof". Von nächsten Monat ab werden Zusammenkünfte der oberschlesischen K. C.er mit ihren Damen und zwar abwechselnd monatlich an einem anderen Platze stattfinden. Ort und Tag wird jeweils bekanntgegeben. Es ist dringend notwendig, daß auch auf diese Weise ein engerer Konnex geschaffen wird. Es muß bei dieser Gelegenheit .noch auf einen Mangel, auf das nachlässige Verhalten verschiedener K. C.er des oberschlesischen Verbandes hingewiesen werden. Durch die Kriegsverhältmsse ist die genaue Uebersicht über die Mitglieder und ihre Personalien, verloren gegangen. Ganz besonders macht sich dieser Mißstand fühlbar hinsichtlich der jungen Bundesbrüder. Wir bitten abermals alle Bundes- und Kartellbrüder, die sich hier noch nicht angemeldet haben, dies sofort nachzuholen und dem Schriftführer vr. Reichmann. Kättowitz. Friedrichstraße 6, ihre Personalien und genauen Adressen, besonders dieHeimatsadressen, sowie Zeit und Ort ihrer Aktivmeldung mitzuteilen. Nur dann tft es möglich, den geregelten Verkehr mit allen aufrecht zu erhalten unv jedem einzelnen rechtzeitig über alle Vorkommnisse Nachricht zu geben. Aber auch die Verbindungen bitten wir dringend, dafür Sorge zu tragen, daß jeder Aktive aus Oberschlesien sich sofort beim Landesverband meldet und nicht erst auf eine Aufforderung unsererseits wartet. Es wäre vielleicht nicht . unangebracht, daß die Verbindungen von sich ans den Beschluß fassen, alle Aktiven den betreffenden Landesorganisationen zu melden; dadurch würde man alleUnzmräglichkeiten aus der Welt schaffen und die Organisation würde eine straffere werden. Es muß jedem Aktiven offiziell gemacht werden, sich umgehend bei seinem Landesverband einschreiben zu lassen. Bet dieser Gelegenheit bitte ich alle oberschlesischen K. C.er, ihren Kassenverpflichtungen nachzukommen. Der Semesterbeitrag von 2 M. ist so minimal, daß gewiß jeder einzelne seine Pflicht erfüllen kann. Bei einer Mitgtiederzähl von fast 100 K. C.ern besteht ein ganz außerordentlich hohes Defizit in der Kasse. Eine ganz beträchtliche Zahl von Mitgliedern hat jahrelang noch keinen Beitrag gezahlt. Und gerade jetzt stehen uns wiedergroße Ausgaben bevor. Also nochmals: Es melde sich jeder sofort und komme jeder seinen Kassenpflichten nach. Der Unterzeichnete Kassenwart hat die Postschecknummer 22784 beim Postscheckamt Breslau. vr. Reich mann (Ghib.), Kättowitz, Friedrichstraße 6. Studentinnenverbindung mit K. C Tendenz „Hevellia" in Berlin. Unser Gründungssemester ist vorüber. Es hat uns zum Schluffe eine Gesamtmitgliederzahl von 19 Studentinnen gebracht. Weitere Aktivmeldunyen stehen in Aussicht. Wir glauben also, uns in Berlm gut eingeführt zu haben. Daß unsere Gründung bei dem Bestehen eines zionistischen Studentinnenvereins und gegenüber dem