KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1919
- Issue
- Heft 3-4 (März 1919)
- Date
- 1919-03-01
- Page
- Seite 62 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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Student, der uns bei Semesterbeginn sicher gewesen wäre, wenn hier bereits eine K. C -Verbindung existiert hätte, unterdessen Lei einer der älteren Korporationen aktiv geworden. Dennoch gelang es uns bald', sechs Krasse zu gewinnen. Es meldeten sich aktiv: stud. med. dent. Alfred Rosenkranz aus Posen, sind wed. Martin Fischer aus Posen, sind. wed. Sam. Engel aus Elberfeld, stud. wed. Rudolf Goetz aus Posen, stud. wed. Walter Meyer aus Wiesbadenstud. rer. pol. Ernst Kahn aus Wiesbaden. Eine l. K. V. „Bavaria" beurlaubte zu uns a. B- Hertz und überwies uns den Fuchsen Waldbott. So konnten wir zu zehnt an die weitere Ausgestaltung des Stammtisches gehen. Die Chargen bekleiden Benno Rosenkranz X. X X X. F. W, S. W, Paul Meyer XX. F. M.. K W. Ein flotter Verbindungsbetrieb setzte ein. Wir veranstalten regelmäßige Ofsizien, zwei offizielle Abende, von denen oer eine als Vortragsabend der intensiven Beschäftigung mit jüdischen Fragen dient, und einmal in der Woche offizieller Kaffee. Außerdem hüben wir bereits den Fechtbetrieb ausgenommen: unsere Füchse nehmen Fechtkurse beim Fechtmeister der Universität. Der Stammtisch erhielt den Namen „Rheno-Palatia" und die Farben grün-weiß-violett, Fuchsenfarben grünviolett, silberne Perkussion, Mütze grau (Kneipcouleur). Damit ist hier in Würzburg ein hoffnungsvoller Anfang für eine K. C.-Verbindung geschaffen. Wir wenden uns nun dringend an unsere l. K V. K. V. mit der Bitte, für das kommende Sommersemester zahlreiche Kbr. Kbr. zu uns zu beurlauben. Die Keilaussichten sind durchaus gut. Das Leben in Würzburg bietet dabei so viele Annehmlichkeiten, allein, was z. B. die Ernährungsverhältnisse anbettifft, daß wir unseren Kbr. Kbr. . nicht einmal ein persönliches Opfer zumuten, wenn wir ihnen zurufen: Kommt und unterstützt die junge „Rheno- Palatia!" Dann wird und muß es gelingen, hier in Würzbürg endlich den veralteten Paritätstandpunkt den entscheidenden Stoß zu versetzen. Wer nach Würzdurg zu kommen gedenkt, möge baldigst dies dem S. W Mitteilen, damit ev. ein Zimmer besorgt werden kann. (Die Umwandlung in eine Verbindung tst inzwischen erfolgt.) Zuschriften für die Verbindung an cand. med. Benno Rosenkranz, Bismarckstraße l»b, II. Badenia-Karlsruhe. Nach Rückkehr der Bbr. Bbr. Baum und Mayer nach Karlsruhe ist der K. C -Stammtisch „Badenia" als solcher wieder in Tätigkeit getreten, nachdem seit 4l/a Jahren sämtliche Mitglieder von hier infolge ihrer Einziehung in den Heeresdienst abwesend gewesen sind. Die Keilaussichten sind endlich etwas bester geworden als früher; es ttaten bisher dem Stammtisch neu bei: cand. ehern. Ludwig Odenwald aus Karlsruhe, stud. wach. Franz Schnurmann aus Ettlingen, stud. wach. Kurt Feist aus Mannheim. Wir hoffen noch weiteren Zuwachs zu bekommen, damit endlich wieder einmal bessere Zeiten für das Bestehen der „Badenia" eintreten. A. H. Bär ist, vor kurzem erst aus dem Heeresdienst entlassen, hierher zurückgekehrt, a. B. Bing erwarten wir ebenfalls hier, da seine Entlassung bevorsteht. Um die Beziehungen der K. C.er in Karlsruhe zum Stammtisch und untereinander wieder aufzunehmen, finden regelmäßig K. C.-Abende statt. Wir richten an alle Bbr. Bbr. und Kbr. Kbr. hie herzliche wie dringende Bitte, eifrigst für den Stammtisch „Badenia" zu keilen — Material gibt es jetzt sicher genügend — da nur durch eine genügende Anzahl Mitglieder ein gesundes Fortbestehen, ein Wachsen und Gedeihen des hiesigen Stammttsches gewährleistet ist. Wir bitten ferner die K. V. K. V., uns zum Sommersemester ISIS, Kartellbrüder zu überweisen, damit hier recht bald eine Verbindung im K C. „Badenia" erstarken möge. Die Studienverhältnisse an der Hochschule, sowie die Lebensbedingungen und Ernährungsfragen sind hier äußerst günstig, und es kann gerade-zum Sommer der Aufenthalt m "Karlsruhe, das "mit ferner näheren und weiteren Umgebung so viele Reize und Gelegenheiten zu Ausflügen und Wanderungen bietet, ganz besonders empfohlen werden Drum auf nach der badischen Landeshauptstadt! Staufia. Am 3. Februar wurde die formelle Gründung des K. C.-Stanuntisches Gießen Tatsache. Engel, Guthmann, Voehl meldeten sich wieder aktiv; zu den Füchsen Sternberg, Jülich, Steinreich, Wetzstein, Klee (als C. K.), die wir von den K. V. K. V. übernahmen, wurden neu ausgenommen: stud. zur. Paul Rosenbaum (München-Gladbach), stad wed. Max Ermann (Schwalbach bei Saarbrücken), die Brüder Hans und Fritz Marx (stad, zur., aus Bingen), stud. wed. Kurt Kleimenhagen (Neheim-Westf.), stad. wed. Sigmund Biringer (Gießen), so daß wir mit 14 Aktiven, aufmachten; im Laufe des Zwischensemesters meldete sich auch i. a. B. Waldbaum (Sax.-Bav.) bei uns wieder aktiv, und wir gewannen noch die Füchse stad. wed. Daniel Strauß (Alsfeld) und stud. wed. Hans Bauer (Gießen). Der Fuchs Heinrich wurde später als unbrauchbar abgegeben. Die wöchentlichen Kneipen, anschließend jeweils an den Konvent (Montags im Schütz), kamen sehr rasch in flotten Schwung. In den Fuchsenstunden und für dieselben wurde fleißig gearbeitet. Kleine Exbummel führten uns in die hübsche Umgebung Gießens. Zwei- bis dreimal wöchentlich wird Säbel gepaukt. Freitags findet Bierabend statt im U.-C, woselbst wir uns auch täglich zum Kaffee treffen. An der Gründungsfeier der „Hassta" in Marburg nahmen wir offiziell teil und haben unserem benachbarten Kartell- Stammtisch für die wohlgelungene Feier wie für die gastliche Aufnahme aufs beste zu danken. Sehr reges Interesse wird uns aus der Gießener jüdischen Philisterschaft, nicht zuletzt gewiß auch dem weiblichen Teil entgegengebracht, und unsere am 15. März gestiegene Gründungßkneipe (im „Schütz"), sowie der tags darauf stattgefundene Ausflug mit Damen (nach der „Hardt") gaben uns Gelegenheit, dieses Interesse zu vertiefen und zu verankern. Die Gründungskneipe, die mit etwa 70 Teilnehmern und dank den zahlreich erschienenen Kbr. aus Marburg, Frankfurt, Darmstadt und Heidelberg (die in den Farben fast aller alten K. C.-Korporationen die Kneiptafel froh belebten), einen stattlichen und festlichen Kreis von Freunden und Anhängern des K- C.Gedankens versammelt sah, nahm bei kräftigem Sang und Trank und dem Abend wohl angemessenen Reden einen erhebenden Verlauf und hinterließ allseits nachhaltigen Eindruck; insbesondere die warm empfundene Ansprache des Herrn Prov-Rabbiner Dr. Sander, der die Tage der alten Viadrinen in Breslau noch gesehen hatte und uns lebendig davon zu berichten wußte, ließ der jungen Generation vor allem, eine Ahnung dessen erstehen, was drei Jahrzehnte Kampf und Arbeit des K. C. uns bedeuten und bewirkt haben und daß wahrlich kein Grund ist, zu verzweifeln. Daß wir daran auch nicht entfernt zu denken gesonnen sind, des legten wir am nächsten Tag nicht minder beredtes Zeugnis ab, bei unseren! kleinen Ausflug mit Tanz und Damenttieipe und allerhand festlichen Dingen sonst, über die hier zu erzählen all denen, die nicht dabei sein konnten, das Herz schwer machen hieße; und hier danken wir ein gut Teil des Gelingens, d. h. nämlich des „Gebotenen", der tatkräftigen Mitwirkung unserer Damen bei dieser unserer ersten und sehr harmonisch verlaufenen Feier. So war der Auftakt recht verheißungsvoll und die Aussichten für bas Gedeihen des Stammtisches erscheinen als recht günstige. Wir bitten daher die Kbr., kräftig für uns zu keilen und vor allem die, welche die Uni-