KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1919
- Issue
- Heft 3-4 (März 1919)
- Date
- 1919-03-01
- Page
- Seite 57 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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5 . " r\ j mv*» ^» »ijf V dienst kehrten nach Darmstadt zurück die i. a. W i a.B. Sgnaz Sarsen und Amold Hirschfeld sowie a.B. Herbert lmon und Kbr. Richard Oppenheim (Lic.). Durch Konventsbeschluß wurde unserem l. Kbr. vr. Siegfried Oppenheimer (Bad.-Bav.) das Band der Verbindung verliehen. Das Ergebnis der definitiven Chargenwahlen war: de Vries X, F- W, Hahn XX, Simon XXX, S. W.. K. W., Aron F. M. f. C. u. T. Um unsere Beziehungen zur Phillsterschaft wieder aufzunehmen, veranstalteten wir alsbald nach Beginn des Zwischensemesters eine Philisterkneipe, die sich einer sehr regen Beteiligung erfreute; auch zahlreiche Kbr. Kbr. aus Heidelberg und Frankfurt konnten wir zu dieser Gelegenheit bei uns begrüßen. Bon den Couleurdamen wurde uns ein Teeabend gegeben, der einen sehr wohlgelungenen und angeregten Verlauf nahm. Die Verbindung revanchierte sich hierfür einige Wochen später in gleicher Weise, und wir können auf diese Veranstaltung mit großer Befriedigung zurückblicken. Einem vielfach geäußerten Wunsche unserer A. H. A. H. entsprechend hat die Verbindung einen Generalkonvent einberufen, der zu Beginn des Sommersemestcrs in Darmstadt stattfinden wird. Es soll durch diesen sowohl eine persönliche Aussprache über zahlreiche wichtige Verbindungsangelegenheiten als auch ein Wiedersehen aller unserer Bbr. Bbr. nach der langen Kriegszelt ermöglicht werden, so daß wir auf eine recht ltarke Beteiligung an diesem Generalkonvent hoffen dürfen. Friburgia. .Während das Verbindungsleben in den alten und neuen K. C.-Vcrbindungen augenblicklich zu blühen scheint, ist es bei uns Friburgen im Zwischensemester sehr still Hergängen. Das Zwilchensemester hat an der Albertina, wie bekannt, nicht statlgcfunden, und so gingen viele unserer Bbr. Bbr. zum Studium an andere Universitäten. Dazu kam, daß man uns wegen der hier herrschenden Wohnungsnot unsere Kneipe kündigte, und trotz eifrigster Bemühungen war keine Wohnung für uns zu finden. Wir mußten unsere Offizien daher wöchentlich auf einen Dämmerschoppen bei Kücken und einen Bier- oder' Diskussionsabend bei Gehlhaar beschränken. Ohne Wohnung war es uns auch nicht möglich, weiter regelmäßig zu fechten. Als Ersatz dafür nahmen auf B- C-Beschluß sämtliche Aktiven einen Fechtkursus bei dem hiesigen Universitätsfechtlehrer. Am Ende des Wintersemesters meldeten sich noch' die Herren stuck. weck. Eichelbaum und stuck. med Rosenkranz bei uns aktiv. Die Füchse Adler, Hans Magnus Cohn und Ludwig Neumann wurden rezipiert Glücklicherweise haben wir die berechtigte Hoffnung, daß im Sommersemester die „Friburgia" wieder aufleben wird. Von den verschiedensten Universitäten Deutschlands kehren unsere Bbr. Bbr. wieder zurück, und auch viele Kbr. Kbr. haben uns ihre Mitarbeit in Aussicht gestellt. Es sind bereits einige Aktivmeldungen von auswärts bei uns eingetroffen, und es ist wohl anzunehmen, daß unser Fuchsenstall sich erfreulich füllen wird. Bis zum Beginn des Semesters werden wir uns hoffentlich auch ein neues Heim gegründet haben, das allein die Gewähr für ersprießliche Arbeit bieten kann. Tie vorläufige Adresse lautet: sind. weck. Heinz Sachs, Königsberg i. Pr., III. Fließstraße 28. Saxo-Bavaria. Trotz der politischen Unruhen, die besonders hier in Leipzig auf das Leben der Universität starken Einfluß übten, verlief das Leben in der Verbindung im Zwischensemester sehr schön. Die Chargenwahlen im Zwischensemester. das nicht als besonderes Akliviiätssemester gerechnet wird, sondern als Fortsetzung des Wintersemesters gilt, hatten folgendes Ergebnis: a. B. Hans Wohlgemuth X- F- W., 1. C. W.,' a. B. Franz Neumann XX, 1- S. W>, a. B. " ' - ' 1 ** * ' 1 'r*l\ Herbert Strauß XXX, K. W , a. B- Kurt Lindner F. M. f. C, A. H. vr. Goldmann F. M. f. T-, a. B. Mendershausen 2. C. W., a. B. Marcuse Z. W., a. B. Ernst Cohn 2. S W. Aufnehmen konnten wir. in die Verbindung: Herrn stuck, weck. Fritz Bleistein aus Posen, Herrn stuck, iur. Kurt Neustadt aus Dresden, Herrn stack, rer. pol. Hans Tuchmann aus Dessau und Herrn stuck, rer. wero. Kurt Elsbach aus Herford i. Wals O. V. G. Ausgetreten ist a B. N. Weill. Von einer l. K. B. „Licaria" wurde ihr Fux Kurt Nattenheimer zu uns überwiesen. Eine l- K. V. „Nassovia" beurlaubte zu uns den a. B Erich Marcuse, eine l. K V. „Bavaria" die a.B. a. B. Ernst Königsberger und Siegfried Wronker. Die Kartelldrüder Fritz Mendershausen (Lic.) und Carl Stein (Bac.) meldeten sich dankenswerterweise aktiv, so daß die Aktioitas jetzt 23 Mann beträgt. Am Ende des regulären Wintersemesters wurden recipiert die Brander Kurt Nemrow und Herbett Strauß, in der Mitte des Zwischensemesters die Brander Ernst Eisenberg, Kurt Nattenheimer, Bernhard Baruch und Hans Goldmann. I. a B. Reichenberger bestand in München seinen Referendar und wurde darauf philistriert. Ebenso wurde i. a. B. Lewko witz-Dresden alter Herr. A. B. vr. W. Grün, einer der Gründer unserer Verbindung wurde inaktiviert und philistriert. A. H. vr.. Taitza ist aus englischer Gefangenschaft zurückgekehrt und werlt gegenwärtig in Merseburg. Am Ort der Verbindung weilt noch Kbr. Paul Silberstein (Lic.). Der Betrieb ist ein sehr strammer. Neben Tendenzfuchsenstunden finden wissenschaftliche Abende statt. Besonders viel Gewicht wird auf Schläger- und Säbelfechten gelegt. Nur das Couleurtragen fällt weg. .Zweimal hatte der Korporationsausschuß zwar beschloffen, Vollcouleur anzulegen, beide Male mußten wir darauf wegen des Generalstreiks verzichten. Dafür tragen wir — wie fast alle andern Verbindungen — Halbcouleur. Unser ehemaliger Fax Anton Panscher, der jetzt aus dem Felde zurückgekehrt ist, trat vom 15. März ab wieder in ui,seren Dienst. Die wichtigste Mitteilung, die wir unseren Bundesbrüdern aus dem Zwischensemester machen können, ist die, daß wir eine eigene Kneipe haben. Um ihre Einrichtung machte sich besonders Bundesbruder Lindner (Thur.-Sprev -Sax -Bav.) verdient. Nach vielen Mühen und Unterbrechungen, die besonders durch die Kälteperiode im Febrüar und durch den zwölstägigen Generalstreik verursacht worden waren, wurde die Kneipe vollendet und am 29. März mit einer schönen Kneipe eingeweiht, zu der wir viele Kartellbrüder begrüßen konnten. Jetzt, da wir eine eigene Kneipe haben, konnten wir auch daran denken, unsere Beziehungen zur Leipziger Philisterschaft wieder aufzunehmen. Eine am 5. April angesetzre Philisterkneipe hat uns mit der Leipziger Gesellschaft vereint. Am 13. April schließen wir das Zwischensemester. Das Sommersemester 1919 beginnt am ö.Mai 8^Uhr s t. mit einem AC und BC auf der Kneipe. Bnefadreffer Ranstädler Steinweg 28/32irr. Geldsendungen sind an a. B- Hans Goldmann, Leipzig, Hoffmeisterstraße 1, zu richten. Am 16—18. Mai hoffen wir zu einer Begrüßungsfeier, verbunden mit einer Gedächtnisfeier für alle gefallenen Bundesbrüder, sämtliche Saxo-Bavaren bei uns begrüßen zu können. Nassovia. Am 4. Januar fand unser großes Semesterfcst statt, das über 100 Bbr. Bbr. und Kbr. Kbr. floh vereinte und seinen Zweck, die innigere Gestaltung der Beziehungen zwischen der Phillsterschaft und der durch Rückkehr der Bbr. Bbr. aus dem Felde stark angewachsenen Aktioitas, vollauf erreichte.