KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1919
- Issue
- Heft 3-4 (März 1919)
- Date
- 1919-03-01
- Page
- Seite 56 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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< '"rg> - - berger, Am Schluß des letzten Semesters nahmen wir den Verkehr mit der Münchener Philisterschaft offiziell wieder auf und sahen unsere Kouleurdamen zum erstenmal anläßlich einer Damenknerpe wieder bei uns. Das schöne Frühlingswetter benutzten wir zu geselligen Ausflügen mit Damen ins Isartal. Die Verbindung beabsichtigt ein goldenes Buch anzulegen und bittet ihre Bdr. Bbr. die Fragebogen, soweit sie sie noch nicht eingesandt haben, baldigst einzuschicken. Wir schließen das Kriegsnotsemester mit der Semesterschlußkneipe am 5. April und eröffnen das Sommersemester am 28. April mit dem offiziellen Kaffee in der „Neuen Börse". GhiveNnia. Bei Beginndes Zwischensemesters hatte sich eine nur kleine Zahl von Aktiven in Freiburg eingefunden. Da sich jedoch die Kbr. Kbr. Mond und Stern, sowie a. H. vr. Hein und i a B. Walter Bär wieder aktiv meldeten, war es uns möglich, die Verbindung, die seit Wintersemester 1917/18 S. suspendiert war, aufzumachen. Die interimistischen Chargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: a. B Waller Bär X. a. B. Ernst Rosenschein XX. S. W, vr. Hein XXX, K. W-, a. B. Stern, . Z. W. Die a B. Mond F. M. f. C.. F. M. f. T. E R. E R. Bär, Kbr. Rosenberg, Kbr. Bielski, vr. Hein, Mond. Rosenschein. Die definitiven Chargenwahlen ergaben: a. B. Stem X. C W-, Vertreter tm Ausschuß, a. B. Rosenschein X X. 1- S. W.. a. B. Bär X X X. F W.. vr. Hein, K. W.. a. B. Mond. F. M. f. C. F. M. f. L., a. B. Grüncberg. Turnwart, Fuchs Nachmann Z. W-, Fuchs Falk. 2. S. W.. E. R. E. R. Stern, vr. Hein, i. a. B. Süffel, a. B. a. B. Mond, Bär. Rosenschein. Inaktiviert wurden a. Ba- B. Hauff und Süffel. Sn die Verbindung ausgenommen wurden stud. med. . Falk aus Stragburg, stud. iur. H. Nachmann aus Baden-Baden, stud. iur. L Guthein aus Freiburg. stud. wed. G. Abraham aus Saarbrücken und sind. med. Gutman in absentia, der dem K C -Stammtisch Greifswald überwiesen wurde. Entsprechend der kleinen Aktioitas konnte nur ein eingeschränkter Verbindünasbetrieb durchgeführt werden. Wie die übrigen hiesigen Korporationen fetzten wir wieder Kouleur auf. Die Offizien wurden folgendermaßen festgesetzt. Montag Konvent, Dienstag Kaffee Kopf. Freitag Restaurant Alte Burse. Außerdem veranstalten wir alle 14 Tage einen Tendenzavend. an dem ein Referat gehalten wird. Ein geregelter Fechtbetrieb wurde ebenfalls durchgeführt. Mit der hiesigen Philisterschaft nahmen wir wieder Fühlung und nahmen die alten Beziehungen, die durch den Krieg fast gänzlich verloren gegangen waren, wieder auf. So veranstalteten wir am Sonnabend, den 22. März, eine Kneipe mir Damen und Philistern. Eine große Zahl von Gästen war unserer Einladung gefolgt und fand sich auf der festlich geschmückten Kneipe ein. Wir verbrachten den Abend mit ihnen in froher Geselligkeit und gehobener Stimmung. Die Kneipe nahm einen in jeder Hinsicht befriedigenden Verlauf und wir freuen uns. daß wir unseren Verkehrsdamen und den Philistern nach langer Zeit einmal wieder einen Einblick in düs frohe Treiben des Korporationslebens gewähren durften. Am allgemein-studentischen Leben nahm die Verbindung reges Interesse. So beteiligten wir uns tatkräftig an der Gründung eines allgemeinen Studentenausschusses und werden voraussichtlich einen Sitz in diesem erhalten. Mehrfach halten wir die Freude, Kartell- und Bundesbrüder hier begrüßen zu dürfen. So besuchten uns Kbr. Weismann, die a. H. a. H. Wertheimer, Künder. Unser a. H. RooS ist als Assistent an der hiesigen Frauenklinik tätig. Unseren besonderen Dank, wollen wir an dieser Stelle noch unserem l. a. H. vr. Hein aussprechen, der der Verbindung mit Rat und Tat zur Seite stand und trotz seiner mannigfaltigen Beruispflichten das verantwortungsvolle und arbeitsreiche Amt des Kassenwarts übernahm. Das Sommersemester beginnt die Verbindung am 29. April. Wir bitten ankommende Kartell- und Bundesbrüder'sich bei a. H. vr. Hein zu melden, an den auch während der Ferien Zuschriften zu richten sind. Rheno - Selifia. Infolge der tiefeinschneidenden Maßnahmen der Besatzungsbehörde bewegte sich das Leben der Verbindung in den engsten Grenzen. Ein einziges Mal traten wir an die Oeffentlichkeit durch Veranlaffung eines Trauergottesdienstes zu Ehren der gefallenen jüdischen Studenten, der unter Teilnahme von Rekior und Senat in der Synagoge einen stimmungsvollen Verlauf nahm. Durch a.B. Kronheim sind wir in dem allgemeinen Studentenausschuß, der offiziellen Interessenvertretung der gesamten korporierten und inkorporierten Studentenschaft, vertreten. Ter ruhige Verbindungsdelricb ist nur zu bedauerlich, da eine Aktioitas von 23 Aktiven und zahlreichen Inaktiven Gelegenheit zur Entfaltung regsten Lebens geboten hätte. Wir mußten uns indessen mit Veranstaltungen auf dem Hause an Nachmittagxn begnügen. Besonders zu erwähnen sind eme unter zahlreicher Beteiligung stattgefundene Philisterkneipe, weiterhin ein Vonrag, außerdem eine Trarierkneipe zmn Andenken an die gefallenen Bundesbrüder ein Vorttag des Vorstandes der hiesigen Ortsgruppe des Zenttalverems, Herrn Rechtsanwalt Hermanns über jüdische Zeitfragen, sowie einige wissenschaftliche und musikalisch-deklamatorische Nachmittage, die sich äußerst anregend gestalteten. Erfreulicherweise konnte auf dem Unioersitälsfechtboden eifrig gepaukt werden und auch sonst war die Erziehung der Füchse in Komment und Tendenz durchaus kricdensmäßtg Häufig fuhren wir nach Köln zur Teilnahme an dem Frühschoppen der Bereinigung Kölner K. Cer und traten dadurch wieder in engsten Konnex mit unfern Kölner alten Herrn. Auch an der Gründung eines Stammtisches an der sich zu einer Universität entwickelnden KölnerHandelshochschule wirkten wir tätig mit. Es traten ein: stud. wed. Cahn aus Saarlouis, stud. med. Block und Ganz aus Köln, stud. rer. pol. Gomvertz aus Crefeld. Weitere Aufnahmen stehen bevor. Die Kbr., Kbr., Löwenthal, Lion, Weinberg und Arfeld meldeten sich aktiv und nahmen an der Regelung der jetzt in jeder Verbindung notwendigen „Uebergangswirtschaft" lebhaftesten und vom besten Erfolg gekrönten. Anteil. Die Chargen verteilen sich: Kurl Löwenthat X, F W, Ernst Nußbaum X X, K. W., Karl Pollack X X X, S. W-, i. a. B. Simons, Dolf, F. M. f. C., i. a. B. Alfred Levi, E. M. f. I. Viadrina-Darmstadt. Nachdem infolge der Demobilmachung mehrere Bbr Bbr. sich wieder in Darmstadt eingefunden halten, konnte die Verbindung zu Anfang dieses Jahres die Kriegssuspension aufhcben; seit 1. Februar wird auch wieder Vollcouleur getragen. Dank unserer eifrigen Keiltätigkeit konnten wir im Laufe des Winter- .und Zwischensemesters eine stattliche Anzahl von Aktivmeldungen verzeichnen: es traten in die Verbindung ein: stud. ai'eb. Hermann Baum aus Dortmund, stud. mach. Ernst Seligmann aus Frankfurt a. Dt., stud. ing. Ernst olzer aus Darmstadt, stud. eleetr. Herbert Joseph aus riesheim bei Darmstadt, stud. mach. Berthold Ganz aus Frankfurt a. M. und stud. rnaeb. Gaston Goldberg aus Düffeldorf. Nach ihrer Entlassung aus dem Heeres-