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KC-Blätter · 1919-03-01 · Heft 3-4 (März 1919) · p. Seite 55

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1919
Issue
Heft 3-4 (März 1919)
Date
1919-03-01
Page
Seite 55 (sequence 27)
Language
German
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besucht werden. — Das Verhältnis zu der Studentinnenverbindung ,,Hevellla" ist ein sehr gutes, es fanden gemeinsame wissenschaftliche und gesellige Veranstaltungen statt, bei denen es lehr nett herging. Auch hat die Einrichtung einer gemeinsamen Tanzstunde.erheblich dazu beigetragen, das gegenseitige Interesse zu steigern. Bon anderen Korporationen verkehrten wir mit dem A. I G.V, bei dessen Veranstaltungen einige Bbr. Bbr. feuchtfröhliche Stunden zugebracht haben. — Auf B C -Beschluß traten sämtliche Aktive dem jüdischen .Sportverein, „Die Kameraden", bey der bei gleicher Tendenz uns Betätigung in sportlicher Beziehung, bietet. Wir hoffen, daß auch einige K- C er in den Vorstand, gewählt werden. Ferner beteiligte sich die Verbindung an den Bestrebungen, die nichtzionistischen Jugendorganisationen Groß-Berlins zu einheitlicher Propaganda zusammenzufassen. — Ueber die G. denkfeier zu Ehren gefallener K.Cer wird an anderer Stelle berichtet. Die definitiven Chargemvahlen hatten folgendes Ergebnis: Loeoy X,1 g W, Herxheimer XX.l- S. W., Feilchenfeld XXX, Hirsch F- M. f. C.. 2. F. W.. A. H. Dt. Goldschmidt 11 F M. f. T., Dienemann l.K. W-, Dickmann 2. S. W., E. R E R. Loeoy, Solinger, Westmann, Krotoschiner; Pinner, Hirsch. Rezipiert wurden: Timendorfer, Ries (in ahsentia). Hans Hirschield (m ahsemia), Fritz Weltmann, Berlak, Goldmann, Hermann, Landet, Lesser, Philipp, Treitel, Wels. — Ueber Beurlaubungen und Besuche-von Kbr. Kbr. sei zur Rarrmersparnis diesmal nicht berichtet. Während der an den Generalstreik sich anschließenden Unruhen war wieder eine Anzahl Bbr. Bbr. im Sicherheitsdienst tätig. Das Verbindungsleben wird natürlich durch die allgemeine Unsicherheit und die Verkehrsstörungen arg in Mitleidenschaft gezogen; manche Bbr. Bbr.'konnten tagelang ihre Wohnungen nicht verlassen. Wir hoffen aber, daß die Unruhen bald ihr Ende erreicht haben, und daß das in so vieler Hinsicht bisher erfolgreiche Zwischensemester noch einen harmonischen Abschluß finden rmrd. Liearia. Durch die große Zahl der zum Kriegsnotsemester hier eingetroffenen Bbr. Bbr. waren wir in der Lage, einen regelrechten Nerbindungsbetrieb durchzuführen. Das Semester, welches am 3. Februar mit dem offiziellen Kaffee begann, wird allen hier anwesenden Bbr. Bbr. als volles Aktivilälssemester angerechnet. Die Offizien der Woche wurden wie bisher beibehalten und zwar findet Montags Konvent und Samstags Kneipe statt; Donilerslags wechseln Vortragsabende auf der Kneipe mit geselligen Zusammenkünften in den Verkehrslokalen der Stadt. Mittags treffen sich die Bbr. Bbr. zum offiziellen Mittagstisch im Bürgerbräu. Zu diesen Offizien gesellt sich ein strammer Fechtbetrieb, der vom Fechtmeister Gerngroß geleitet wird. Wir fechten wöchentlich fünfmal Säbel und fünfmal Schläger. Im Einvernehmen mit sämtlichen Münchener farbentragenden Korporationen setzten wir am 6. Februar Voll» kouleur auf. Damit war das schöne Friedensbild des Kouleurstudententums wieder hergestellt und kam in einer Begrüßungsfeier der Universität für die zurückgekehrren Krieger, bei der wir zum ersten Male wieder in Bollwichs mit Fahne chargierten, zur prächtigen Entfaltung^ Leider sahen wir uns veranlaßt, infolge politischer Ereignisse, vom 21. Februar ab bis auf weiteres die Kouleur wieder abzulegen. Tie große Wohnungsnot in München zwang uns, unsere Verbindungsräume mit. fünf Bbr. Bbr. zu belegen. Die interimistische Chargenwahl hatte folgendes Ergebnis: a. B. Richard Nathan X. F- W, a. B Siegfried Adler XX. 1. S. W., a. B- Ernst Haas XXX. 2. S. W., a. H. Fritz Aronthal F. M. f. C.. K. W., i. a. B. Gustav Lazarus, F. M. f.T.,, a. B. Max Raphael Z. W., E R E. R. X, Friedländer/Silberstein, Pick, Leiber, Mendel. Bei der definitiven Chargenwahl änderte sich nur die Besetzung des Fuchsmajorats für Tendenz, das a. B. .Fritz Schlesinger übertragen wurde. An Stärke übertrifft die Verbindung alle bisherigen Friedenssemester. Wir zählen augenblicklich 46 Aktive, nämlich 28 a. B. a. B. und 18 Füchse; außerdem haben wir 16 ortsanwesende Inaktive. Folgende Fuchse wurden neu ausgenommen: stud. ehern. Eugen Auerbach aus Elberfeld, stud.. ehern. Theodor Braunschweig aus München, stud. xhil. Alfred Eichholz aus Düsseldorf, stad. jar. Justin Fleischmann aus München, cand. med. Heinz Greifenhagen aus Erfurt, cand. med. Herbert Hayn aus Friedeberg (Schlesien), stad. med. Norbert Lewrnsohn aus Muromana-Goslin, stud. jar. Siegfried Merzbacher aus Oehringen, cand. med. Otto Sommer aus Brakel, stad. med. Julius Schoemann aus Ei'chweiler. stud. ehern. Fritz Siegel aus Landau, stud für. Otto Stein aus Bamberg, stud med. Martin SondHeimer aus Stuttgart und scud. rer. pol. Ludwig Wotff aus Stuttgart. Rezipiert wurden die Brandfüchse: Back, Ballin, Elkeles. Gmnpeter, Hirsch; Theodor Oberzimmer, Rothschild und Weinschenk. Inaktiviert wurden Karl Aron, Walter Kronheim, Georg Glaser, Eugen Mayer, Max Haymann, Ernst Mendel, Walter Cohen, Kurt Meyer ll. Herbert Picard, Walter Weil, Alfred Rosenthal, Kurt Silderstein, Theo Roos und Richard Nathan, der sich zur Uebernahme der ersten Charge wieder aktiv meldete. Philistnert wurden: vr. Karl Buff, Zahnarzt Gustav Stein, Rechtsanwalt Albert Leoi. Auf einstimmigen Beschluß der Verbindung und des A. H. D. wurde unserem lieben Kartellbruder vr. Fritz Baron (Viadr. Breslau) in München in Würdigung seiner großen Verdienste um die Verbindung das Band verliehen. Wir möchten nicht versäumen, auch von dieser Stelle aus unserem nunmehrigen lieben alten Herrn vr. Baron nochmals herzlichst zu danken und ihn als Bundesbruder zu begrüßen. Unser ehemaliger Bundesbruder vr. Fritz Neubeck aus Dortmund wurde auf Beschluß des A.H.V. im Einvernehmen mit der Verbindung wieder ausgenommen. Das Austritlsgesuch wurde genehmigt den Bbr. Bbr. Gustav Srurmthal (Bav.) und Erich Fröhlich (Thur., Sa^.-Bao.), ferner dem Fuchsen Justin Marx. Eine l. K. V. Sprevia beurlaubte zu uns den a. B. Perl und überwies den Fuchsen Klempner, eine l-K.V. Thuringia beurlaubte den a. B. Krutz und überwies den Fuchsen Elkeles nach hier. Wir beurlaubten a. B- Rosenschein nach Freiburg, a. B- Schwarzer nach Heidelberg, a. B. Alfted Rosenthal nach Marburg und a. B. vr. Nast nach Rostock, ferner den Fuchsen Ney nach Tübingen. Wir überwiesen die Füchse Jülich nach Münster, Leffmann nach Bonn, Nattenheimer nach Leipzig und. Götz nach Berlin. Das Physikum bestanden die Bbr. Bbr. Bachmann, Haymann und Justin Oberzimmer, das Referendavexamen Wilhelm Ludwig Mendelsohn. - Auf Antrag der hiesigen Kriegsverbindung im K. I. V. wurde der seinerzeit von uns über den V.J. St. verhängte Verruf aufgehoben. Trotz ungünstiger Zeitoerhältnisse . gestaltete sich das Verbindungsleden überaus abwechslungsreich und rege. Besonders trugen hierzu die häufigen Besuche von alten Herren und Kartelldrüdern bei. Wir sahen im Laufe des Semesters bei uns die A. H. A. H. Herzberg, Stemhaxter und Laupheimer. ferner -die Kbr. Kbr. vr. Frank, vr. Wolff, Esberg, Rosenbaum, Simons und Reichen-

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