KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1919
- Issue
- Heft 3-4 (März 1919)
- Date
- 1919-03-01
- Page
- Seite 54 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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stud. - iur. Fritz Freünd-Darmstadt, stud. iur. Ludwig Nachmann-Frankenlhal. stud.med. Hans Weil-Karlsruhe, stud. med. Siegfried Nathan-Duisburg, stud. med. Ernst Loewy-Posen, stud. iur. Ernst Goldner-Posen, stud. med. Ernst Salamon-Ulm, stad. med. Fritz Silberstein-Ulm, stud. med. deut. Paul Wolff-Hagen, stud. med. Siegfried Wolf-Worms. Herr sind. med. Walter Dreyfuß aus Mosbach wurde, da er kurz vor dem Physikum steht, als C. K. ausgenommen. Inaktiv wurden Heinrich Dreyfuß, Emst Springer,. Kurt Lion, Erich Simons, Bruno Schwarzer, Gustav Sturmthal. Beurlaubt wurden die a. B. a. B. Walter Bloek, Ludwig Loewenstein, Willy Stern nach Münster zu einer l. K. V. Rheno-Bavaria, Fritz Loewy zur Spreoia, Martin Fischer zur Thuringia, Bernhard Hirsch und Werner Kuhn zur Naffovia, Ludwig Dobrin zurAlbingia, Emst Herz zur Rheno-Palatia, Segall zur Spreoia, Wronkxr und Königsberger zur Saxo-Bavaria. Ueberwiesen wurden die Füchse Hugo Weinberg zur Rheno- Bavaria. Die K. 23. Spreoia beurlaubte ihren a. B. Alfred Maier zu uns. Der Fuchs Alfred Rubel wurde vom B> C. abgegeben. Unsere Offizien sind: Dienstag, 9 Uhr s. t. Konvent. Donnerstag, 9 Uhr s. t., wissenschaftlicher Abend, Samstag. 9 Uhr s. t, Kneipe oder Bierabend. Außerdem fünf Fuchsenstunden in der Woche. Seit diesem Semester fechten wir wieder eifrig Schläger und Säbel auf dem improvisierten Fechtboden im „Goldenen Reichsapfel". Am 1. März hielten wir eine Semesterantrittskneipe ab, zu der wir zu unserer Freude viele a. H. a. H. und Kbr. Kbr. aus Frankfurt, Darmstadt und Karlsruhe, sowie eine große Anzahl Herten der hiesigen Philisterschaft begrüßen durften. Mit der K. 23. „Viadrinia" unterhalten wir rege Beziehungen, und hoffen auch den wiedereröffneten K. C.-Stammtisch „Badenia" nach größter Möglichkeit unterstützen zu können. Am 25. Februar wurden die Brander Kurt Winzberg, Erwin Weil, Helmut Dreyfuß, Martin Friedenreich und Erich Nahm nach bestandener Burschenprüfung rezipiert. Nach Mitteilungen vieler Kbr. Kbr., die uns ihre Ankunft angezeigt haben, um wieder einmal ein Sommersemester in dem ewig schönen Heidelberg zuzubringen, dürfte uns für die kommende Zeit nicht bange sein; doch erhebt sich die eine Sorge wegen Ueberfüllung der Korporation. .was besonders in Anbetracht der beschränkten Verhältnisse auf unserer Kneipe sehr zu bedenken gibt. Zudem herrscht hier in Heidelberg große Wohnungsnot, so daß wir die Kbr. Kbr., die sich noch nicht definitiv für Heidelberg emschloffen haben, darauf aufmerksam machen möchten, ob sie nicht eine schwächere K. C.-Korporation unterstützen würden, wo die Lebensoerhältniffe der Universitätsstadt günstiger sind. Sprevia. Die zweite Hälfte des Wintersemesters bracht? uns ein weiteres Anwachsen der Korona durch Rückkehr von Bbr. Bbr. aus dem Felde und zahlreiche Aktiomeldungen. Es wurden ausgenommen: stud. iur? Timendorfer, stud. med Erich Cohn, stud. med Meyersohn, stud. med. Hans Feilchenfelb, stud. med. Salomon, stud. med. Arnold Fiegel, stud. iur Herbert Fiegel, stud. med. dent. Kurzweg, sämtlich aus Berlin, stud. med. Oelsncr aus Posen. Rezipiert mürben: Ernst Feilchenfeld. Casparius, Erich Cohn, Dickmann, Freundlich, Hirsch II, Hamburger I, Hamburger II, Jakobso.hn, König. Lewm, Mannheim, Pugel, Rummelsburg. Riesenfeld. Schweiger, Timenvorfer, Weiß. Inaktiviert wurden: Heinz, Goldschmidt. Pinner. Blumenthal, Krotoschiner, Norbert Lewin; vr. Fritz Silberstein wurde inaktiviert und philistriert — Während der Spanakusunruhen im Januar trat eine Reihe von Bbr. Bbr. der Studentenwehr bei, um zur Wiederherstellung der Ordnung beizutragen; a. B. Wolff, der sich auch dazu gemeldet hatte, wurde dechargiert, an seiner Stelle übernahm Kbr. Lachmann (Lic). der sich in dankenswerter Weise aktiv meldete, die erste Charge. Der Beisetzung des in diesen Kämpfen als Leiter des Charlottenburger. Sicherheitsdienstes gefallenen Kbr. vr. Licht (Bao) wohnte die Aktivitas mit umflortem Band bei. Der Schlußkonvent des Wintersemesters beschloß, die Verbindung auch während des Zwischensemesters aufzumachen, und nahm gleich die interimistischen Chargenwahlen dafür vor, die folgendes Ergebnis hatten: Lachmann X, l.'F. W., Herxheimer XX, '©• 2Ö-, Treu XXX, 2- F W . Loeoy F. M. f. C., A. H. vr. Goldschmidt II, F. M. f. T., Dienemann, K. W., Dickmann. 2. S. W., E. R. E.R. Lachmann, Salinger II, Goldschmidt III, Krotoschiner, Jungmann, Georg Hirsch. - Im Zwischensemester wurde der Verbindungsbetrieb in etwas eingeschränkter Form ausgenommen. Es finden nur alle 14 Tage ordentliche Konvente statt, und es sind wöchentlich nur zwei Gelegenheiten außer dem, Konvent offiziell. Die Einschränkung hat sich als durchaus notwendig erwiesen, da die Verkehrsverhältniffe in Berlin sehr ungünstig geworden sind. Der Fechtbetrieb wird jedoch stramm gehandhabt, die Bbr. Bbr. fechten dreimal wöchentlich, außerdem findet dreimal wöchentlich vor den Offizien Kontraboden statt. Kneipen sind nur alle 14 Tage, doch haben wir öfters fakultative Früh¬ oder Dämmerschoppen im Pschorr, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Mehrere wissenschaftliche Abende brachten rege Debatten über die Probleme, die uns augenblicklich bewegen. Unter anderen konnten wir Kbr. Paul Meyer (Bav., Frib.) für einen außerordentlich lehrreichen Vortrag danken, den er uns an einem dieser Abende gehalten hat. — Der rege Keilbetrieb brachte uns weitere Aktivmeldungen. Es wurden ausgenommen: stud. iur. Josephsohn aus Potsdam, studi iur. Berlak aus Posen, stud. ing. Heimann aus Pankow, stud. med. Erhardt Weltmann aus Berlin, stud iur. Rautenberg aus Belgard i. P., stud. med. Rosenstein aus Wormditt, stud. mg. Blumberg aus Lyck, stud. iur. Wulff aus Posen, stud. med. Max Wolff, stud. med. Engel, stud. iur. Blumenhain, stud. pbsrm. Kremm, stud. ehern. Hochwald, stud. iur. Philipp, stud. med. Wels, sämtlich aus Berlin. Das Verbindungsleben litt natürlich sehr unter der enormen Zahl von Akiioen (über 80). Es wurde deshalb durch Konventsbeschluß eine zweite K. C.-Verbindung in Berlin, „Silesia". gegründet, zu der zahlreiche Bbr. Bbr. freiwillig übertraten. Lachmann, der zum Ersten der „Silesia" gewählt wurde, wurde in Anerkennung der wertvollen Dienste, die er unserer Verbindung geleistet hatte, inaktiviert. Die erforderliche Neubesetzung der interimistischen Chargen ergab: Loeoy X, 1. F. W., Fettchenfeld XXX. Hirsch F M. f C.. 2. F. W-, E. R. E R. Loeoy, Salmger, Westmann, Krotoschiner, Pinner, Hirsch. Das Verhältnis der beiden Verbindungen zueinander ist ein sehr gutes, und es ist durch gemeinsame Einrichtungen Vorsorge getroffen, daß keine Trübung eintritt. Durch die Teilung hat das 23er bindungsleben merklich an Intensität gewonnen; durch die größere Zahl von Offizien ist auch die Keiltätigkeit günstig beeinflußt worden. Nach außen trat die Verbindung im allgemeinen nur in Halbkouleur. (Band) auf, da es den Berliner Verhältniffen nicht enspricht, auf der Straße Voükouleuc zu tragen. Bei Offizien wird selbstverständlich Kouleur getragen, auch einige studentische rmd jüdische Versammlungen wurden in Vollkonleur besucht. Unter andern nahm eine Abordnung von zehn Bbr. Bbr. in Vollkouleür an der Eröffnungsfeier der „Freien jüdischen Volkshochschule" teil, deren Vorlesungen von uns fleißig