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KC-Blätter · 1919-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1919) · p. Seite 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1919
Issue
Heft 1-2 (Januar 1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 23 (sequence 23)
Language
German
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23 stimmen. Zu diesen Veranstaltungen, die durch einen Aonrag eingelcitet weiden, sind, soweit es die Nalur der zur Aussprache gestellten Fragen zuläßt, auch Nicht- K. Cer, insbesondere Jugendliche heranzuziehen, um sie mit unserem Gedanken vertraut zu machen. Die Keilarbeit ist vom Landesverband unter Milwirkung der örtlichen Stammtische planmäßig zu organisieren, damit kein jüdischer Student aus dem Bezirk des Landesverbandes ohne gründliche Werbearbeit die Hochschule bezieht. Die Bersanrmlung macht es den Mitgliedern zur dringenden Pflicht, sich gerade in der gegenwärtigen Zeit derr bestebenden Vereinen und Ausschüssen zrrr Abwehr des Antisemitismus in eifriger Mitarbeit zur Verfügung zu stellen." Landesverband Pofener K. C.er. Innerhalb des Landesverbandes Posener K. C.er hat sich in der Stadt Posen — trotz der gerade hier in der Ostinark doppelt schwieligen Verhältnisse — ein Arbeitsausschuß konstituierst bestehend ans den Herren Oe Curt Hamburger (Liest Referendar Oe. Alfred Wolfs (Bav. Thur.). Herbert Krutz (Thur.)^ und Oscar Götz <Lic.). Die Notweudigstit dazu ergab^sich ans dem Verhalten der Posener Juden, die in dem Strudel des Nationalitätenkampfes ihre Orieulieruug verloren zu haben schienen. Unsere Arbeit ist eine zweifache. Wir kommen jede Woche einmal, abwechselnd Vortragsabend und zwangloses Beisammeirsein, mit den Schülern der drei obersten Klassen der hiesigen höheren Lelnanstalten zusammen, um sie über unsere Ideen aufzuklären. In dieser aufklärenden Arbeit sahen wir uns in der Hauptsache durch die intensive Agitcmonsarbeit deS K. I. V. veranlaßt, der hier in Posen eine sog. Kriegs- Verbindung besitzt, eine Institution, mit der er glaubt, auf schnellere Weise zu Füchseir zu gelangen. Weiterhin beteiligten wir uns intensiv an der Arbeit der hiesigen jüdischen Vereinigungen. Bei unserer ersten Zusammenkunfl mit den hiesigen Gymnasiasten begrüßte Herr Rechtsanwalt Or. Warschauer die so zahlreich Erschienenen mit warmen Worten und skizzierte kurz das, was der K. C. im allgemeinen und rvrr hrer in Posen im besonderen bezweckten. Ais ersten Redner konnten wir unseren ständigen Gast. Herrn Robb. Or. Steinthahl, begrüßen, der über die Vorgänge innerhalb der Posener Judenheit im Anschluß an die Revolution refeiierte. Diese Ausführungen ergänzte in vollkommenster Weile Herr Kbr Rechtsanwalt Or. Fritz Wolfs (Thur.), der die Versammlung leitete. Auf dem zweiten Vortragsabend, den Herr Kbr. Or. Jakubowski (Viael. Bav.) leitete, sprach Herr Kbr. Herbert Krutz über das Thema: „Die jüdische Wanderbewegung". Sehr rege Diskussionen schloffen sich diesen Vorträgen an. In dieser Art gedenken wir unsere Arbeit wciterzuführen. Wie rege das Intel effe für unsere Veranstaltungen ist. können wir am besten daran erkennen, daß die drei nächsten Vortragsabende bereits von Rednern besetzt sind, die sämtlich noch den hiesigen Lehranstalten angehörcn. Sämtliche Auf-agen sind zu richten an die Geschäftsstelle des Landesverbandes Posener K. C er. Posen W.3, Goethestr. 14. Der Arbeitsausschuß. Studentinnenverbindung mit K. C.-Tendenz „Heoellia" in Berlin. Während das zionistische K. I. V. schon seit geraumer Zeit einen Sludentinnenverem in Berlin eröffnet hatte, sthlte bisher hier eine Schwesternverbindrnig der Spreoia. Diesem Mangel ist abgeholfen worden! Am 24. November »918 wurde in engem Einvernehmen mit der Spreoia die Studcntmncnverblndung mit K. C -Tendenz «Hevellia" gegründet. Da von der jetzigen 1. Vorsitzenden stnä. meä. Ilse Goldschmidt, schon seit langem der Boden vorbereitet war (vgl. den Aufsag in den K. C. Blättern April 1917: Die jüdische Studentin und der K. C). traten sofort 15 Mitglieder der neuen Verbindung bei. Die Spreoia vei sprach der Heocllia tatkräftige Unterstützung in jeder Beziehung. Es ist zu hoffen, daß durch die neue Verbindung der K. C-Gedanke in weitere Kreise getragen wird. — Die vorläufigen Mansch astswahlen hauen folgendes Ergebnis: Ille Goldschmidt X Stefaui Golinski X X. S- W. Irene Süßkirid X X X. K. W. Der Tendenz-Fuchsmajor der Spreoia. Or. Fritz Goldschmidt, erkläne sich bereit, die Mitglieder der..Hevellia" ln die K. C -Tendenz einzuführen. Gemeinsame Vortragsabende und Fuchsemtunden mit der Spreoia wurden angekündigr. Für Sonntag, den 15. Dezember ÜU8 wurde ein 5 Uhr-Tee der Svreoia und Hevellia im Pschorr festgesetzt. der einen schönen Verlauf nahm nnd einen guten Kcilerfolg hatte. Die Aussichten für eine gedeihliche Entwicklung der „Hevellia" sind äußerst günstig. Mögen wir bald von der Glündll,-g weiterer Schwesternoerbindungen Kenntnis erhalten. (Als erste Spende für die Kasse der Hevellia gingen von Herrn Sanitätsrat Or. Ehrenfcied-Katrowitz lViäd.-B) zehn Mark ein. Akademische und alkgcmcine Nachrichten. Merkblätter für akademische Berufsberatung! Die plötzliche Demobilisation hat die Notlage der Akademikerschaft in der Frage der Berufsberatung ungeheuer gesteigert, zumal dre Berufsberalungsorganisaiionen die plötzliche und fast vollständige Entlassung der Heeresangehörigen nicht voraussehen konnten. Tie deutsche Zentralstelle für Berufsberatung der Akademiker hat durch den Bcrnfsberalungskursus für Akademiker im September bei einer größeren Zahl von Damen und Herren Interesse für akademische Berufsderarungsfragen geweckt. An der-Herausgabe der damals gehaltenen Vorträge arbeitet sie ebenfalls. Um nun dem dringendsten Bedürfnis gerecht zu werden, hat sich die D. Z. B. A. entschlossen, Merkblätter herauszugeben, die die i einzelnen akademischen Berufe behandeln und die ein- - beulich nach folgenden Gesichtspunkten von den ersten - Fachleuten bem beiter werden: 1. Gegenstand des Berufes, 3. Vorarlksetzungen für die Wahl des Berufes, 3. Ausbildung, j 4. Wirtschaftliches, ' 5. Berulsberatuugsorganisationen, 6. Zeitschriften und Literatur, i 7. Auskunftserteilung und Stellenvermittlung. Die bisher erschienenen Merkblätter behandeln den Benlf des Bibliothekars, des Archivars, des Apothekers, des Hütten- und des Baiiingenicurs. Ter Selbstkostenpreis beträgt 0,20 M. pro Stück. Die Merkblätter sind zu beziehen vom Sekretariat der Deutschen Zentralstelle für Berufsberatung der Akademiker, Berlin NW 7. Georgenstr. 441. ES

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