KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1919
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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....~-r-- 24 ZZücher- und Alätterschau. Und das Krumme rohrt) gerade. Don S. I. Agnon. Aus dem Hebräischen von Max Strauß. Jüdischer Verlag, Berlin 19 »8. Eine einfache Fabel! Ein in der Weltliteratur oft gebrauchtes Motiv! Em verarmter Jude geht, um milde Gaben zu sammeln, in die Welt, vergißt Weid rmd Heimat und verkauft das Empfehlungsschreiben, das ihm der Rabbi in seiner Gemeinde ausgestellt, an einen namenlosen Bettler. Ter aber stirbt, und da in seinen Ta'ch.n der Brief des Rabbi gesunden wird, gilt unser Mcuaicheh Chajun als im. Nach Jahren ireibr ihn die Sehnsucht nach Hause zurück und hier erfährt er, daß sein Weib inzwischen geheiratet und einen Knaben zur Welt gebracht hat. Bis dahin verläuft die Erzählung in jedem Lande und bei jedem Volke gewiß ganz gleich. Die jüdische Eigerrart. die schl chte Größe stillen Heldentums und sittlicher jüdischer Kraft zeigt sich aber in der Lösung des Konfliktes! Denn der fälschlich Totgeglaubte entsagt! Er beglädt sich in der Einsamkeit und bleibt für die Welt tot, um den Frieden seines Weibes nicht zu stören. Sein Schicksal erscheint ihm als gerechte Vergeltung für seine Schuld! So bietet denn das Buch, ob auch Agnon nicht mehr unmittelbar in den Dingen steht und die Menschen wie die Tinge mit einem gutmütigen. oft freilich auch ein wenig bitteren Spott schildert, ein geradezu wundervolles Bild von der jüdischen Seele, denn Menascheh Chajim trägt das Wesen und daS Schicksal seines Volkes in sich, und aus ihm spricht die Judenbcit. der alte schwindende gottergebene gläubige Jude, der sich demütig dem göttlichen Willen unterordnet. Es ist ohne jede Uebenreibung das wertvollste Werk, das die jüdische Belletristik in neuerer Zeit bcrvorgebracht hat. Die Ucbersetzuug der ergreifenden Erzählung — das Beiwort sei rnrr voller Absicht geschrieben - gibt bewußt den hebräischen Sprachcharakter wi.der, und man empfindet ihn als ganz naiurlich. ein Beweis, wie sie ans jüdischem Geiste fließt. Die schöne Ausstattung des Buches läßt trotz der Kriegszert nichlS zu wünschen übrig. F. G. (Thur.) O Spenden für die K. G.-Kasse. 1. Zum Dank für die Beförderung nach Deutschland durch seinen Bbdr Giünthal verinittclst des hervorragenden L.-K Z 39 spendet Ass.-Arzt Georg Frost (Thur.) 5 M. denen Grünthal «Thur.. Gh'b.) aus Freude über das Wiedersehen 3 M. hinzufügt .M. 8.— 2. San.-Vizefeldw. Isaak gratuliert seinen Bdr. Bbr. vr. Bär und Willy Schiff zur Verlobung.. 10.— 3. Magistratsrat Dr. Neumann und Frau anläßlich der Heimkehr ihres Sohnes Hellmut Segall. 10.— 4. Gelegentlich der amerikanischen Versteigerung einer Stearinkerze beim offiziellen Abend der Viadrina wurden zusammengebracht . 8.— 5. John Scharfstein (Rendsburg) spendet zum Andenken an Walter Goldschmidt . „ 10.— 6. vr Neugarten aus Anlaß der Feier des fünfjährigen Hochzeitstages seines BruderS b M., Frau Käthe Neugarten, die Schwägerin, aus Freude über die Entlastung ihres Mannes vom Heeresdienste 25 M. Fräulein Martha Co h n hei m freut sich, daß sie vier brüderliche „Mitesser" wieder zu Hause pflegen kann 10 M. Siegmunb Cohnheim, einer der dankbaren „Mitester- 3 M.. Feldunterarzt Lewinsky (Ghib.) für den guten Bohnenkaffee IM., Egon und Otto Neu garten — die Zukunft — 1 M>. vr. Neugarten seinem li> ben Kurt Alexander zur Verlobung 3 M, vr. Neugarten für Uedersenbung zweier erbetener Nummern der K. C.-Blätter 2 3)!.= ...50.— Zu übertragen Nt. 96.— Uebertrag 7. Piefke (Lic., Rhenosil.) erscheint plötzlich in Stockach und stiftet an Stelle des nicht vorhandenen Quartierzcttels SM., Kohn mit K. da er Außenseiter ist, den Skatgewinn 4,55 M, Lehmann (Frib.-K.) bei 125 M. Gehalt nur 1 M.. Heinr Cohn, da er von seinen Gästen keinen nennenswerten Gewinn hat z. Abrundung0,45 M.--- 8. Manfred Ganz dankt s. l. Kbr. vr.Hochschild und Gemahlin für die liebenswürdige Aufnahme und den schönen in ihrem Hause verlebten Abend. 9. Erlös der Versteigerung von drei Gläsern Schnaps durch Paul Mayer (Frid.) bei der Friburgia K. 10. Franziska Samuel (Königsberg i. Pr.) anläßlich des Todestages des Referendars Paul Cpeicr. 11. Feldhilfsarzt Fritz Groß. 13 Leutnant Krämer. 13. Leutnant Schiff. 14. Rechtsanwalt Georg Arnheim (Spr.) . 15. Martin Born st ein. 16. Beim K. C-Abend in Kattowitz: vr. Ehrenfrieb (Viad-B) 5 M.. vr. Eckstein (Thur.) 5 M. vr. Bruno Goldstein 5 M, vr. Erwin Gold stein 5 M, vr. Reichmann (Ghib) 5 M., Franz Neumann (Saxobav j 3 M., Guttmann (Thur) 3 M., Reich mann <Thur.) 2 M., Wohlgemuth (Thur, Saxobav) 5 M., Fränkel (Thur.) 2 M. Wittner (Thnr.) 2 M.. Wongtschowski (Thur.) 3 M.. Fritz Schlesinger (Lic) 5 M. — . . . M. 96.— 11.— 10.— 21 17 10. 5.- 10. 15.- 10- 50.— Summa M. 243.17 1=1 Verantwortlicher Redakteur: Dr. ph.il. Felix Goldmann. Leipzig. König-Johannstraße 17. Verleger: vr. med. Max Mainzer. Frankfurt a. Mai», Neckarstiaße 5. Truck: C. Schulze L Co., G. m. b. H., Gräfenhaiuichen (Bez. Halle). Kaffenverwaltung: Rechtsanwalt vr. Sewald Jaffö. Düsseldorf. Schäferstraße 43, Ecke Venloerstraße. Postscheckkonto: Cöln 23487. i