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KC-Blätter · 1918-07-01 · Heft 23 (Juli 1918) · p. Seite 1106

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1918
Issue
Heft 23 (Juli 1918)
Date
1918-07-01
Page
Seite 1106 (sequence 12)
Language
German
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1106 Kommandeur und Kameraden; Hm den: letzten Gruß zuriefen. Mud was mir Ihr Sohn Paul, nlit dem ich m diesen Tagen manche .Stunde zusammen war, von ihm -erzählte, ergänzte mir das Bild eines wahrhaft wackeren Menschen und Sohnes. Was Menschenkunst für Len tödlich Getroffenen zu leisten vermochte, ist geschehenwas seine letzten Stunden ihm irgendwie erleichtern konnte, auch dafür sorgte sein Bruder, der Hm in hingebender Liebe mit einem Stück Heimat und Elternhaus hier in feindlichem Lande zu . umgeben vermochte. Mir bleibt nur der Wunsch übrig, daß Gott Ihnen diesen -erhalte und bald heil zu Ihnen bringe. So wie ich ihn kennen und schätzen lernte, wird er wohl Ihren Schmeiß um den Toten nicht vergessen machen, aber Ahnen immer vor Augen halten, daß Ahnen noch viel geblieben. Sehr ergeben Rabbiner Or. Wiener.. Im Felde, 17. Aug. 1918. SHr verehrter Herr Lamftomm! Zum Hinscheiden Ihres lieben Sohnes Fritz erlaube ich mir Ihnen mein herzlichstes Beileid auszusprechen. Lange habe ich es mir überlegt, ob ich es nicht unterlassen sollte, um Ihnen nicht wieder neuen Schmey zu beretten. Aber es ist mir ein dringendes Bedürfnis, umso mehr, als ich zu Ihrem Sohne in einem fteundschastlichen Verhältnis stand. Fast drei Jahre lebten wir zusammen beim Stab des III. Bataulons und tellten Freud und Leid. Da ist es kein Wunder, wenn man sich enger aneinanderschließt und sich lieben und schätzen lernt. Sie glauben nicht, wie nahe es mir ging, als ich die Nachricht von seinem Tod erhielt. Wir alle vermissen ihn gar schmerzlich, den immer Lustigen, unfern liebsten Kameraden. Ganz besonders aber fehlt er mir, der ich mich mit allen meinen Sorgen an ihn zu wenden pflegte. Ganz einsam komme ich mir jetzt vor! Er war aber auch ein so edler, feiner und aufrichtiger Charakter, wie man ihn selten findet. Sein riesiger Pflichteifer, seine Liebenswürdigkeit, seine Bescheidenheit und äanz besonders sein ganz fabelhafter Schneid und seine Tapferkeit waren vorbildlich und überall gerühmt. Es ist schwer, all seine Vorzüge gebührend hervorzuheben. Niemals werde ich ihn vergessen, meinen lieben und hochverehrten. Freund.. Stets werde ich ihn mir als treffliches Borbild vor Augen halten. Besonders schmerzlich war es mir, daß ich ihn nach seiner Verwundung nicht.mehr sprechen konnte, da ich selbst .verwundet war. Bei meinem Besuch im Lazarett lag er in tiefem Schlaf, eine Stunde danach hatte ihn unser Herrgott zu sich genommen. Es war dies viel-; leicht der schwerste Schlag für mich in meinem bisherigen Leben. Er ruhe in Frieden! Ich werde ihn nie vergessen! Mit der nochmaligen Versicherung innigster Anteilnahme an diesem schweren Verlust ganz ergebenst Schmidt, Leutnant und Batls.-Adjutant. Jedes weitere Wort erübrigt sich. Wir umkränzen das Bild Lamfromms auf der srühör so fröhlichen Kneipe der Ghibellinen, und Mir fühlen im Herzen, daß alle Juden das Haupt hoch tragen können, solange Mir solche Männer dem deutschen Vaterland schenken können. Auch wir deutsche Juden schulden ihm ewig Dank. : ■ ■ r -, ’ - Er hat nicht umsonst gelebt. vr. Ernst Hoch schild-Colmar. (Friburgo-Ghibelliniae.) Auftus! Unterfertigte bittet alle K. V. K^ B. ebenso auch alle Kb. Kb., ihr überflüssiges Fechtzeug, alte Couleuren und sonstiges Inventar zur Ausschmückung der Kneipe zu überweisen. Es liegt gewiß bei manchen Verbindungen und Kb. Kb. eine Menge solcher Sachen herum, die, jetzt überflüssig, auch später nicht mehr gebraucht werden sollen. Bei der Unterfertigten dagegen macht sich besonders mit Rücksicht auf die große Aktivitas ein großer Mangel bemerkbar, dem infolge der wirtschaftlichen Lage nicht abgeholsen werden kann. Jeder einzelne mag unseres Dankes im voraus versichert sein. Verbindung im K.C. „Naffovia". I. A. Erich Altgenug (8tc.,RH.Sil.-Naff.). aus unserer Zeldpost-Vriesmappe. Z. 8- Lieber Mainzer! Teile Dir mit, daß ich es eben zur Würde des ersten Sterns gebracht habe — ich bin Oberleutnant geworden. Sonst nichts Neues — ich reite meine Adjutantenritte vorläufig immer noch auf dem Amtsschimmel — bin aber ganz zufrieden dabei. Sei herzlich gegrüßt von Deinem Jacobovies (Biad.-D.). . . ., 23.8.1918. Lieber A. H.! Aus netter K.C. er- Runde, die sich anläßlich des Festes versammelt hat, sendet Ihnen beste Grütze Ihr Ludwig Isaak (Bav., Lic.). Ergebenen Gruß vr. Winter. Besten Gruß Ihr Hans Herxheimer (Sprev ). Wir sind wieder einmal zusammen. Herzlichen Gruß Dein Jacob (Spr., Thur.). Landsberg (Sprev.). Lieber A. H.! Hoffentlich dürfen wir auch bald helfen, Schluß zu machen. Herzlichste Grüße, auch für Deine w. Gemahlin. Dein Max Simon (Lic., Nass.). . . ., 11.4.1918. Lieber Herr Dr.! Sie denken wohl, ich sei schon längst bei einer Sanitätsformation und wundern sich vielleicht, wenn Sie heute wieder ein paar Zeilen aus der Front von mir erhalten. Ach komme nicht von hier weg, und offen gesagt, müßte ich mich jetzt schämen, wenn ich die Waffen strecken wollte, die ich schon 3% Jahre geführt habe. Mit mächtigem Schwung hat die neue Offensive gegen den Engländer vor zwei Tagen begonnen. Alles geht gut und in Kürze werden auch wir die Bekanntschaft mit den Tommys machen können. Hier in der NHe fiel vor fast zwei Jahren mein lieber Bbr. Fritz Mayer, eine schmerzliche Erinnerung, die sich an die hiesige Gegend knüpft. Die Aufgabe/seinen Tod zu rächen, erfüllt mich mit frohem Mut. Ihr Ludwig Jsaick. . . ., 3. 5. 1918. Lieber Herr Doktor! Ein paar harte Wochen sind nun glücklich überstanden, ich habe mich von dem letzten Schreck wieder einigermaßen

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