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KC-Blätter · 1918-07-01 · Heft 23 (Juli 1918) · p. Seite 1101

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1918
Issue
Heft 23 (Juli 1918)
Date
1918-07-01
Page
Seite 1101 (sequence 7)
Language
German
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WM Fel-MtexcrrzL Heföxdert zu Merhen. Bei eiMM KandstuVMataillon #, ex: Harm bis WM letzte;LÄlKU!,seUe. ||lj| yhuwhl hr stänhig mit feine# altey Lssideu zu ksirnpfen hatte.' Geklagt hgt -er nie. Wenn es ihyr eiymajl wieder recht schlecht .erging, Hann kamen lqnge Briefe yW ihgr, hie nach einer kurze,y Äe- Merkuug, h aß >er seiner Men Thrombosen Aegru wieder' ins Bett gestecht worden sei, in tötXf mütigster Werse pön allen Mögliche» Dingen plaMexten. Mur Wng immer aus ihyen wieder die Sehnsucht nych Heidelberg heraus. Wir scheint, M oh er zuletzt -oft .bereut habe, daß er nicht dort geblieben war. Diese.tiefe Liebe zu Heidelberg tmjb sein Eifer für die Verbindung war rin hervorstechender Zug seines WesM. Zwar hat ihn mancher nicht ganz verstanden, denn es war nicht Helmut Wareus Art, sich jeden zum Freunde machen zu Annen. Er konnte oft schroff und rücksichtslos seine Absichten durchzuführen versuchen, wenn er glaubte, daß sie zum Besten der Korporation seien. Koch das, Mys er während seines Aufenthaltes in Heidelberg jetzt im Kriege unter den schwierigsten VerhÄlMissen als Leitex der Verbindung Md Fuchsmajor für uys geleistet hat, mutz.einen jchen mit dankbarer AlgeMmMg erfüsteu. Helmut Marcus war mit Leib und Seele für sein medizinisches Studium begeistert. Das eine besondere Begabung ihn hierzu prädestinierte, habe auch ich erst in den Semestern unserer gemeinsamen klinischen Arbeit erkannt. Da hat er mir oft von seinen Plänen und Ideen, die stets von einem hohen Idealismus getragen wurden, erzählt. Aus dieser Zeit stammt auch eine Arbeit über: „Krebszellen im Blute", die, unter den bereits geschilderten schwierigsten persönlichen Verhältnissen sertiggestellt, das Interesse weiterer medizinischen Kreise erregte und auch in einer Fachzeitschrift veröffentlicht wurde. Nun hat am 5. Juli der Tod dieses hoffnungsvolle, junge Leben vernichtet. Es mag uns nur einigermaßen versöhnen, daß er gleichzeitig einer Kette bitterer Leiden ein Ziel -setzte. Von einer Diphtherie, die Helmut Marcus sich im Dienste zuzog, schon fast wieder genesen, führte das alte Leiden, das er sich im Felde geholt hatte, einen sanften- und plötzlichen Doh unseres armen Freundes herbei. ' Möge die Erde, in der er nun von seinen Leiden aüsruht, ihm leicht werden! Felduptexarzt A l b e r t S iM o ns (Bayariae). * * * €ratt Ra«te«berg. Weyy in dem nicht Mden wollenden, surchtbarey KxiM uns immer und MMer wieder die KMve von hem AMentdh eines Bundes- oder Kg^ellstruherS' trjM'Ho' beugen wix uns vor einem höherenWaltest, dessen Wesen wir nicht zu erkerinen pkrmösten. So recht Deutlich süMar wird uns ein Verlust aber erst gerade dann, wenn der Heimgegangene noch vor wenig Dagen unter uns geweilt hat, ohne den Keim hes Todes bereits merkbar in sich zu tragen. Wch unser jetzt dahingegangener Bundesbruder ist einer plötzlich ausgetreteyen Krankheit zum Opfex gefallen. Im W-Si-917/18 kam er zu uns. Nicht mit' laut jubelnder Begeisterung, sondern mit ruhigem, würdevollem Ernst, im Jynexn aber fest durchdrungen von der Liebe zu unserem Verbände. So gab er sich .auch nach außen. Still und bescheiden war sein ganzes Auftreten. Mit ganz besonderer Liebe hing er an unserer Tendenz, für die er eintrat, wo immer er nur koynte. Ich, der ich häufiger auch außerhalb der Verbindung mit ihm zusammen war, hatte so recht Gelegenheit, sein tief veranlagtes Gemüt und sein aufrichtiges Wesen Hennenzulernen. Mit Bestimmtheit kann ich deshalb heute von unserem toten Freunde sagen, daß er keinen Feind, noch nicht einmal einen Gegner gehabt hat.' Bereits vor längerer Zeit äußere er mir gegenüber, als er, von längerer Krankheit genesen, aus dem Lazarett herauskommen sollte, daß er die Hoffnung habe, bald vom Militär entlasten zn werden. Diese Hoffnung sollte sich nicht mehr verwirklichen. Nach kurzem.Krankenlager ist er einer Lungenentzündung zum Opfer gefallen. Von dieser Stelle ruft ich hem toten Bundesbruder noch ein letztes Lebewohl zu! In früher Jugend ist er dahingegangen, wir wollen ihn nicht vergessen! Ludwig Kraemer (Sprevia). Wern« Uofterütz. (Thuriygiae.) Reiche Ernte HD schon vier Jahre lang der Kod unter Europas Jugend, kaum eine Familie trauext nicht um ein allzufrüh dahingerafftes Jünglings- oder Mannesleben. Aber in die Trauer um einen Gefallenen mischt sich her tröstende und erhebende Gedanke: Er ist für eine große Sache gestorben. Er ist dahingegangen, hanstt wir leben können. Um so tragischer mutet uns hegte der Tod eines Jünglings an, besten Leben hgheim eine tüMche Krankheit Halt gebotey. Kiese herhe Kragst empsanhey Air, als

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