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KC-Blätter · 1918-07-01 · Heft 23 (Juli 1918) · p. Seite 1100

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1918
Issue
Heft 23 (Juli 1918)
Date
1918-07-01
Page
Seite 1100 (sequence 6)
Language
German
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1100 tum angiügen — unb bei Debatten über sie wär er unter ElftigÄ det Mfrigste, der A imcher verstand, leine Ansichten mit Geschick vorHuörmgen und zu begründen. — Die Tendenz d es K. C. war es, die ihm richtig erschien und die ihm zu: uns zog, NNd Hartzbietet er urks das Bilö M Merw^--K^ ie# — tefb'tf sit vcsttiä! —, der aber der Notwendigkeit der Pflege des Comments — «M dst Tekidenz — sich nicht verschloß. Und mit heißem Bemühen — es mag dem langaufgeschoffenen, nicht eben kräftigen Jüngling oft schwer gefallen sein — wav er bestrebt, getreulich all' die Forderungen zu erfüllen, die das Leben in einer studentische Sitten pflegenden Korporation an den einzelnenzu stellen pflegt Doch trotz aller Zeit, die er dem BerbüchüNgsleben wMg opferte sein Studium (Literarhistoriker gedachte er zu werden)- dem er mit leidenschaMcherLiebe anhmg> durfte nicht darunter leiden, seine Beschäftigung mit der Wissenschaft nicht iw mindesten beeinträchtigt werden. Sein- Fleiß und seine Veranlagung ließen Bedeutendes von ihm erhoffen. Treu seinem Studium, treu seiner Korporation, treu seinen Idealen, treu sich selbst — so steht sein Bild aus glücklichen Friedenstageri vor uns) sein mannhaftes Verhalten im Kriege vervollständigt es. Wmhen und Strapazen des Feldzuges nahm er freudig auf sichtrugEntbehrungen wiejeder andere lästige Kameradstolz berichtete er mir auf der Fahrt im Lazarettzüg heimwärts (1917) von seiner ersten Verwundung/ nicht klagend, sondern froh/ durch die Tat beweisen zu können, ein wie guter Jude und Deutscher zugleich man sein Wnne. Jäh endete sein Leben, das reich war, an Aussichten und Zukunstshoffnungen, am 29. März 1918 durch einen Brustschuß. Uns bleibt nur stolze Trauer um ihn — stolz, wie wir um sie alle trauern, Um unsere vor dem Feinde gebliebenen Brüder. Fritz Blank. Unser entschlafener Kbr. Erich Blumenthal hat in großzügiger und hochherziger Weise in seinem Testamente des K. C. gedacht. Zu Händen des Kbr. vr. GoldMann hat ev eine SümMe von M. 10000.-^- hinterlassen, welche dem G. A. zur freien Bestimmung zur Verfügung gestellt werden soll. Ueber die Verwendung der Summe ist noch kein Beschluß gefaßt worden, sie wird aber im Ganzen in Form einer Stist tung zusammenbleibech welche den Namen Blumenthals tragen soll. * * * H elmut Marcus. (Bavariüe.) Schmerzlich Md überraschend wird alle, die sich bei Ausbrüch des Krieges noch froh Mb sorglos in Heidelberg um das Banner der „Bavaria" scharten, die Kunde von dem Hinscheiden unseres lieben Bundesbruders Helmut Marcus treffen. Man hat sich fast schon daran gewöhnt, daß plötzlich' Mb MveHoM von einech unserer Wackeren, die draußen vor dem Feinde stehen, die Kunde kommt, daß eine Kugel seinem jungen Leben jäh ein Ziel setzte. Das ist Heldenschicksal und Kriegerlos. Aber däß einem, den man sicher und wohlgeborgen in der Heimat wähnte, der Krieg zehnfach bitteren Tod brachte, das ahnten wohl nur die wenigsten. Du, mein lieber Freund Helwut, bist einer jener HelbeN, denen man kein Eichenlaub um die Stirne wand. Und doch war das ganze Leben Deiner letzten Jahre stilles Heldentum! Ein schmerzlich-bitteres Gefühl steigt in Weiner Kehle aus, wenn ich diesem Gedanken weiter nachsinne. Und doch fühle ich mich heute, wo sich noch der frische Hügel über Deinem Grabe wölbt, verpflichtet, allen denen, die in den Aügusttagen desJähtes 1914 fröhlich von Dir Abschied nahmen und die Dich in den vier langen Kriegsjahren wohl zumeist aus den Augen verloren haben dürften, von Deinem herben Schicksal zu erzählen. ' Obwohl Helmut Marcus nie zu den Kräftigsten gezählt werden' kottnte, eilte er in flammender Begeisterung in den ersten Mobilmachungstagen als Freiwilliger zu den Fahnen. Er kam zur Artillerie uNV würde bald darauf als Sünitätsgefreiter auf einen Lazarettzug, kommandiert, dessen Chefarzt sein Vater war. Gemeinsam mit ihnen war seine Schwester als freiwillige Pflegerin tätig. Nach zahlreichen Fahrten nach West Md Öst traf ihn in Äußlünd sein Schicksal. Der durch die großen Strapazen geschwächte Körper wurde von einer heftigen Lungenentzündung ergriffen, der sich im weiteren Verläufe noch eine schwere ErEränküng des Herzens und der Gefäße zugesellte. Hiervon hat er sich nie ganz wieder erholt. Kaum genesen, warf ihn stets von neuem die tückische Krankheit wieder aufs Schmerzenslager. Aus dem Heeresdienste entlassen, kehrte er nach Heidelberg zurück, nur ein Schatten fast noch von dem, was er früher war. Obwohl er inzwischen wieder erkrankt war, bestand er bald sein Physikum. Dann ließ es ihn keine Ruhe, er wollte wieder in den Heeresdienst zurück. Nachdem er wiederholt mit seinen »en abgewiesen' Mürde, gelang es ihm däM er Zeit, wo es ihm etwas beffer ging, Meder in das Heer emzütketen Mb baw daxauf

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