KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1918
- Issue
- Heft 23 (Juli 1918)
- Date
- 1918-07-01
- Page
- Seite 1099 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2268830-2268910-2268914--2186-2271342- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
1099 Grunsfeld, Kurt, zum Leutnant der Res. in einem pr. Fußart.-Batl. Grünwalo, Ernst (Sprev.), zum Leutnant d. Res. in einem pr. Jnf.-Reg. Gutmann, Erich, zum Feldhilfsarzt. Hausdorff, Arthur,Lum Militärhilfsrichter. H irs ch, Alfred, zum Vizewachtmeister. Hirsch selb, Kurt, zum San.-Unteroffizier. Jacobson, Arnold, zum Unteroffizier. Koster, Robert, vr. iur., züm BeamtenstellVertreter. Lewin, Herbert (Lic.), zum Vizefeldwebel (inzwischen : gefallen). Lüeas, Otto,/zum Feldhilfsarzt. Markus, Max, zum FeldhilfsäiJl. Marx, Justin, zum Vizewachtmeister. M ay er, Franz Albrecht, zum Leutnant der Res. bei einem pr. Schallmeßtrupp. Mol es, Leopold zum Feldhilfsarzt. Osch er, Walter, zum Unteroffizier. Ostw ald, Eugen, zum Feldhilfsarzt. Pi ck, .Manfred, zum Oberleutnant im 12. bayerischen Jnf.-Reg. Ranrs, Max, zum Bizefeldwebelund Offiziersaspirant. Riese, Willi, zum Feldunterar^t. Riesenfeld, Walterzum Offiziersaspirant (Februar 1918) und zum Vizefeldwebel (Mai 1918). Rosenberg, Alfred, zum Offiziersaspirant. Springer, Ernst, zum Leutnant der Reserve in einem bäyer. Feldart.-Reg. St i ch, Richard, zum Leutnant der preuß. Landwehr- Feld-Artillerie I. Vogel, Otto, vr. pkil., zum Stabsveterinär. Wachsner, Kurt, zum Feldunterarzt. Weinberg, Wilhelm, zum Leutnant der Reserve der Feldart. bei einem pr. Lichtmetztrupp. Zucker, Sam., zum Hauptmann der Reserve in einem bayer. Jnf.-Reg. Der K. C. im Kriege. Nach den bis zum 1. Juli 1918 eingegangenen Meldungen, die auf Vollständigkeit keinen Anspruch erheben, stehen bezw. standen von den 1390 Mitgliedern des K. C, unter Einrechnung der Gefallenen und infolge von Verwundung oder Erkrankung als dienstunbrauchbar Entlassenen, 1053 im Heeresdienst. Hiervon gehören bezw. gehörten dem Feldheere 903 an. Nurdiese sind nach den darüber bestehenden kaiserlichen Erlaffen als Kriegsteilnehmer zu bezeichnen. Den Heldentod starben 90 K. C.er. In diese Zahl find fünf Bundesbrüder eingeschloffen, an deren Tod kein Zweifel besteht, die zum Teil sogar amtlich als tot erklärt sind, deren Tod aber seitens der Angehörigen vorerst und zum Teil solange nicht anerkannt wird, als nicht persönliche Zeugen des Todes der gefallenen Söhne sich gefunden haben. Vermißt sind in letzter Zeit 3 Kb. Kb: Leutnant Fritz Heymann, der zuletzt verwundet von seiner Truppe gesehen wurde, seit mer Monaten, Kb. Feldunterarzt Siegfried Salomon und Rudi Fürst. In Kriegsgefangenschaft befinden fich 33 K. C.er. 51 Kb. Kb. sind mit dem. Eisernen Kreuz I. Klaffe ausgezeichnet worden, 618 mit dem Eisernen Kreuz II. Kl., darunter 5 am weiß-schwarzen Bande, 3 mit dem Eisernen Halbmond, 313 haben andere Kriegsauszeichnungen erhalten. 110 K. C.er, darunter 95 im preußischen, sächsischen und württembergischen Heere, 15 im bayerischen, sind während des Krieges zu Offizieren des Beurlaubtenstandes befördert - worden, .tz K.M.er; gehörten bei Kriegsausbruch als Offiziere des Beurlaübten-- standes dem bayerischen Heere an. 3 K. C.er sind zu preußischen Feldwebelleutnants befördert worden. In diese Beförderungen sind nicht eingerechnet diejenigen zu Sanitäts- und Veterinär-Offizieren, über die später berichtet werden soll. Werner Kosterlitz, 8luä. iur., Thurmgiae, aus Kömgshütte, am 15. Juli einer Grippe erlegen. -! (Saxo-Bavariae.) Wiedemm ein Blutzoll aus unseren Reihen auf dem weiten, dornigen Wege zum guten Ende des Krieges! Bei den schweren Kämpfen zu Beginn unserer großen West-Offensive starb auch unser Erich Blumenthal den Tod fürs Vaterland. Nicht wie früher können wir unseren toten Brüdern studentische Ehren erweisen, nicht die umflorte Fahne über dem Grabe senken, die Schläger feierlich darüber gekreuzt, nicht als letzten Gruß ihnen Worte des Gedenkens am Grabe sprechen und ihnen die geliebte bunte Mützedas farbige Band mitgeben, ihnen, die weit draußen in Feindesland ruhen. Nur eine Ehre dürfen wir unseren Gefallenen noch erweisen: Worte an dieser Stelle zu ihrem Gedenken sagen, Worte, die uns das Bild unserer Toten noch einmal vor Augen führen, die uns helfen sollen, es treu zu bewahren. Doch nicht immer ist es leicht, mit knappen Zügen ein Bild hervor^uzaubern, das uns „des Wesens einen Hauch verspüren" läßt bei denen, die von uns gingenbesonders schwer aber dann, wenn es Sondernaturen zu schildern gilt, Charaktere, die nicht mit jener von jedem leicht zu greifenden Offenheit vor uns liegen. Und ein solcher Charakter, schwer zu erfassen in seiner stolzen Verschlossenheit, war Blumenthal. Nur selten, „in Feierstunden" — wie er mir einmal schrieb — war's ihm vergönnt, mitteilsamer zu werden und uns einen Mick ttefer als sonst in sein Wesen tun zu lassen. Wem er fich anvertraute, dem erschloß sich der große Reichtum seines Innenlebens, die Tiefe seiner Gefühle. Doch scheu hielt er sich meistens zurückso kam denn, daß er, der wenig Mitteilsame, der früh des Lebens Ernst erfuhr, oft einsam blieb in unserer lärmenden Fröhlichkeit. Nicht immer wurde es ihm leicht — seien wir in dieser Stunde offen — bei uns zu bleiben, wo nur so wenige ihn verstanden und verstehen konnten. Doch alle kleinen Mißhelliakeiten überwand er still für fich — ihn barch ja Größeres an den Verband: der große gemeinsame Gedanke. — In jungen Jahren schon drang er ttef in jüdische Wissenschaft, in die Kenntnis jüdischer Geschichte und Ethik einbrennend interessierten ihn alle Fragen und Probleme, die das Juden-