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KC-Blätter · 1918-05-01 · Heft 22 (Mai 1918) · p. Seite 1063

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1918
Issue
Heft 22 (Mai 1918)
Date
1918-05-01
Page
Seite 1063 (sequence 13)
Language
German
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Propellergeräusch übertönendes Krachen und empfinde im^ Steuer die aus der Tiefe zum Flugzeug in seiner Höhe heraufreichenden Böen. — Der Rückflug beginnt. Genau dem Kompaß nach streben wir - der Front zu. - Dasselbe Theater wie vorher. Nach mehrstündigem Flug erreichen wir mit guter Landung den Heimathafen. Lang war die Fahrt/aber auch schön. Hoffentlich gehts bald wieder los zur Unterstützung unserer wackeren Frönttruppen und zu einem weiteren siegreichen Gelingen unserer Offensive. Ich Höffe, lieber Herr Kor., Ihnen mit diesem Bericht eine kleine Freude gemacht zu haben. — Der nächsten'Nummer der K. C.-Blätter sehe ich mit Verlangen entgegen. Die letzte datierte vom März her. Mit ergebenen Grüßen bin ich Ihr Karl Fromm (Biad.-D.). _,28. 2. 1918. Mein lieber Mainzer. Der erste K. C.-Abend, den drei Männer in Beverloo begründet haben, gibt mir willkommenen Anlaß, die: herzlichsten Grüße zu senden. Dein Gerson (Bad.-Bav.). Ganz ergebenen Gruß G. Lindner (Thur.). Ergebenen Gruß Ihr Richard Nathan (Lic.). B . . ., 23.3.1918. Lieber Mainzer! Von unserem K. C.-Abeno, einen K.C.-Stammtisch begründen wir demnächst, viele Grüße Dein Gerson. Endlich bin ich wieder in enger Fühlung mit dem K. C. Gerne ergreifen wir die Gelegenheit, Ihnen wieder dafür zu danken, daß Sie uns die schönen Zusammenkünfte ermöglichen. Mit kbdrl. Gruß Ihr Hermanns. Wie freue ich .mich, wieder einmal mit K. C.ern zusammen zu sein. Ihr Richard Nathan. C . . ., Festungshilfslazarett Evang. Stift. Lieber Mainzer! Am 24. wurde ich durch einen Schuß in den Rücken und einen in die rechte Schulter und Oberarm (Fraktur) bei einem Sturmangriff verwundet. Nach einigen Tagen Feldlazarett und Fahrt im Lazarettzug liege ich nun hier im Streckverband; unangenehme Lage! Es ist aber erträglich. Ich hoffe, bald nach Cöln verlegt zu werden. Herzlich grüßt Dich Dein Gerson (Bad.-Rh.). . . ., 10.4.1918. Bin mitten in den neuen Ereignissen; unvergeßliche Eindrücke. Wahnsinnig zu tun: Tag und Nacht im Druck. Aber es geht brillant vorwärts. Wetter seit zwei Wochen trostlos, nur Regen und Schlamm. Unterkunft jammervoll, Wellblech- und tolzbuden. Stimmung brillant, Verpflegung ebenso, amose Vorgesetzte. Herzlichen Gruß. Alles Gute Ihnen und den w. Ihren. Graetzer (Lic.). U. . . ., 28. 3. 1918. Sehr geehrter Herr Kartellbruder! In Mazedoniens Hauptstadt . . . haben sich K. C.er zusammengefunden, um die Pesachtage zu feiern. Bon dieser dank dev Bemühungen des Herrn Feldrabbiners vr. Lazarus so wohlgelungenen Feier sendet Ihnen ergebene kbdrl. Grüße Hugo Haase (Ghib.). Ich freue mich, Gelegenheit zu haben, freundliche Grüße anfügen zu dürfen. Feldrabbiner vr. Paul Lazarus. Habe mich auch zu der Pesachfeier in. . . eingefunden und es macht mir viel Freude, Ihnen herzliche Grüße zu senden. . Hirsch (Bav.). , Habe mich hier aktiv gemeldet und unterschreibe jetzt mit großer Freude den ersten Brief an einen Kbr. Herzliche Grüße Hugo Weinberg (Bav.). Freue mich, heute die Gelegenheit gehabt zu haben, K. C. er werden zu können und hoffe, bald aktiv in Ihre Gemeinschaft eintreten zu dürfen. ' Mit ergebenen Grüßen Arno Lefser (Sprev.). In größter Freude, K. C.er geworden zu sein, erlaubt sich mit ergebenen Grüßen sich anzuschließen Herzfeld (Effen, Rhenosil). Kbdrl. Grüße Ihr Kurt Levy (Rhen.-Sil.). Im Felde, 14. 4.1918. Lieber Herr Kbdr.! Heute trat plötzlich ein Jeldhilfsarzt in meinen Felsenkeller, um sich Tabletten von mir zu borgen. Und siehe da, es war Kbr. Walter Röttgen (Lic.). Das war ein merkwürdiges Wiedersehen im schönen Nordfrankreich, 500. m vom Franzmann weg. 'Wir senden Ihnen herzl. Grütze F. Hertz (Rh.). Lieber Herr Kbr.! Meine Freude war groß, hier mitten in der Schweinerei einen Kbr. zu treffen. Aus meinem Heldenkeller beste Grüße! , Ihr Röttgen (Lic.). -. . ., 19. 4. 1918. Lieber Herr Kbr.! Ich hätte nicht gedacht, daß das Schreckliche noch einer solchen Steigerung fähig sei. Soeben bin ich durch eine Granate verwundet worden. Da ich nicht mehr'allein aller Arbeit, in dem Gebrauch meines Körpers beschränkt, gewachsen war, kam mir ein Kbr. zu Hilfe, Röttgen, der mich verband. Leider mutz ich nach Deutschland von meinem Regiment weg. Herzliche GÄße Fritz Hertz (Rhenosil.). Lieber Herr Kbr.! Hertz ist Gott Lob nicht schwerverwundet. Wer weiß, wann man selbst dran glauben muß. Hier kann es jeden Moment passieren. Herzliche Grüße Ihr Röttgen (Lic. Saxobav.). ^F. . . ., 29. 3. 1918. Mein lieber Bundesbruder! Daß ich das Unglück hatte, am 19. September 1915 in Gefangenschaft zu kommen, davon wirst Du wohl unterrichtet sein. Nicht aber davon, daß ich am 15. Februar 1918 nach 2*/, jährigem Leiden in Rußland von dort entflohen bin und zwar als russischer Soldat mit gefälschten Papieren. Nach längerem Aufenthalt in Dünaburg und Warschau (Quarantäne-Lager) befinde ich mich auf Urlaub acht Wochen lang bei meinem Vater. Nach Ablauf dieser Zeit muß ich mich wieder bei meinem Ersatzbataillon in Hamburg melden. Da ich mich nun sehr für alles interessiere, was in verlangen Zeit meiner Gefangenschaft vorgefallen ist, bitte ich Dich sehr, mir einige der letzten Nummern der K. C.- Blätter übersenden zu lassen. Ich danke Dir im voraus für Deine Bemühungen, grüße Dich, sowie Deine Gattin, sowie alle dortigen Bekannten Dein Ir. Bbr. Arthur Hirsch. I. Meine Gefangennahme. Am 19.September 1915 hatte das Bataillon, dem ich angehörte, denAusttag, einen Wald von den Russen zu säubern. Sowohl rechts als links hatten wir Anschluß an zwei andere Jnfanterieregimenter. Durch schlechte Führung ritz sowohl rechts als links die Verbindung im Walde und kamen, ca. 250 Mann stark, durch den Wald, ohne etwas' vom Feind gesehen zu haben. Auch jetzt wurde wieder der Fehler gemacht, weiterzugehen, ohne die im Walde inzwischen kämpfenden anderen Truppen zu erwarten. Wir besetzten dann noch ein kleines Dorf, nahmen ca. 500 Russen gefangen und erbeuteten drei

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