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KC-Blätter · 1917-03-01 · Heft 16 (März 1917) · p. Seite 835

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Journal
KC-Blätter
Volume
1916-1917
Issue
Heft 16 (März 1917)
Date
1917-03-01
Page
Seite 835 (sequence 9)
Language
German
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835 Das aber etwas schleunig.-K. C.er habe ich noch keine getroffen, hoffentlich wird es aber an den Feier, tagen der Fall sein, wenn in Laon großer Gottesdienst stattfindet. Die K. C.-Hefte bekam ich heute mittag, und ich habe mich, wie immer, damit gefreut. Aber weniger erfreulich war, darin wieder die Todesnachricht einiger unserer Tüchtigen zu finden, wie Fritz Mayer und Rahmer. ES ist wirklich ein Jammer, das gerade so viel unserer besten Leute, die wir so gut noch hätten gebrauchen können, nicht wiederkommen werden. Bei der letzten Zusammenkunft in Lille im Juni war ich noch mit Fritz M. zusammen, und wir haben damals noch über so manches gesprochen. Er ist der zweite Fritz Maier, die dem K. C. nahe standen, der gefallen ist, und ich fürchte, noch so manchen unserer Freunde wird es treffen. Denn sobald sehe ich leider noch kein Ende dieses Krieges kommen, und die Waffen unserer Gegner scheinen sich andauernd fürchterlicher zu gestalten. Sie haben gut von uns gelernt und übertreffen uns jetzt wohl noch. Doch will ich Dir nichts vorjammern, sondern in der Hoffnung schließen, daß ja mal auch der Krieg ein Ende nehmen wird. Mit dieser Hoffnung, dem Wunsche auf ein gutes neues Jahr und mit besten Grützen für Dich nebst Frau und Tochter bin ich Dein Leo Levy. 18.1.17. Werter alter Herr! Seit einigen Wochen bin ich wieder bei meinem alten Regiment und bin augenblicklich fliegender Kompagnleführer. Heute hat sich bei mir Kb. Kronheim (Sic.) zum Kaffee eingefunden, der auch hier im Regiment ist. Wir sehen uns fast alle Tage und hoffen beide, daß der Krieg in den nächsten Jahren! zu Ende geht. Wir trinken auf das Wohl unseres l. K.C. Bols! Ihr ergebener Bb. Ludwig Loewenstein lBav.). Sehr geehrter Herr Kartellbruder! Ich schließe mich den Worten des Vorredners an, doch sind aus dem einen Bols schon mehrere geworden. Hoffentlich ist die Zeit bald da, wo wir wieder mit ganzer Seele nur K. C.er sein können. Das ist mein heißester Wunsch. Mit den besten Wünschen verbleibe ich Ihr ergebener Kbr. Walther Kronheim (Lie.). Lieber Alexander! Vom Sederabend in N. sende Dir die herzlichsten Grüße Dein Otto LueaS (Rh.-Sil.). Kurt Mattenheim iLicariae). Ich grüße Dich, alter Freund. Ich bin sroh, daß alles müde ist. Dein Lazarus. Wegen Raummangel «nutzte ein Teil der Feldpostbriefe für die «lächste Nunrmer zurückgestellt »verde» Die Schriftleitung. QP OB Akademische und Allgemeine Nachrichten. Die Hauptversammlung des „Akademischen Hilfsbundes". Am Sonnabend, dem 21. März 1917, fand in der altert Aula der Universität zu Berlin die diesjährige Hauptversammlung des Akademischen Hilfsbundes statt. Rein äußerlich schon bot sie das Bild von der umfaffenden Organisation des Bundes. Vertreter der Ministerien und Behörden, Vertreter fast aller großen Akadeiniker-Organisarionen, Abgeordnete der Landesverbände und Ortsausschüsse, eine ganze Reihe von führenden Männern des öffentlichen Lebens waren anwesend. Der Vorsitzende des Akademischen Hilfsbundes, Reichstagsabgeordneter vr. Böttger, widmete zunächst den, kürzlich Heimgegangenen ersten stellvertretenden Vorsitzenden, Wirklichen Geheimen Oberregierungsrat vr. von Buchka, warme Worte des Dankes. Geheimrat von Buchka hat sich um den Akademischen Hilfsbund sehr verdient gemacht und ist ihm besonders in schwierigen Zeiten der Neugestaltung ein weitblickender Berater gewesen. Der Vorsitzende legte in seinem Jahresberichte dar: Die deutschen Akademiker haben es erfaßt, daß innerhalb ihrer eigenen Reihen Aufgaben zu lösen sind, die ihre weitgehendste Mitarbeit bedingen. Schnell ist der Hilfsbund stark geworden. Wenn er heute über 139 Organisationen deutscher Akademiker in sich umfaßt und in über 50 Zweigorganisationen über das ganze Reich verbreitet ist, so zeigt es, daß die Notwendigkeit der gemeinsamen Arbeit an den Fragen der Akadeunkerfürsorge eickannt ist Der Akademiker hat, wie der „brave Mann",- an sich selbst zuletzt gedacht. Ueberall hat er die Aufgaben der Sozialpolitik selbst ausgebaut, jetzt weiß er es, daß es für ihn heißt: tua res agitur! In eifriger Arbeit hat die Zentrale die Grundlagen für die Durchführung der Aufgaben gelegt, als „Generalstab" des Akademischen Hilfsbundes die Fragen der Fürsorge gemeinsam mit den Fachausschüssen bearbeitet und in mehr als 1900 Fällen Hilfe gebracht. Während auch im r Jahre 1915 138 Fälle bearbeitet wurden, hat das Jahr 1916 uns 850 Fälle gebracht. Ueber 60 °/0 der zu bearbeitenden Fälle betrafen Fragen der Berufsberatung. In der Abteilung Stellenvermittlung wurden annährend 300 Gesuche bearbeitet. Die finanzielle Hilfe, an die wir zuletzt dachten, habe die wenigste Arbeit veranlaßt, aber hier ist auch in Zukunft, besonders in der Unterstützung junger Studenten, noch mehr zu leisten. Jetzt heißt es für den Akademischen Hilfsbund, daß er wie bisher in der bisherigen Weise in der StMe weiterwirkt, aber um seine Aufgabe durchführen zu können, seine Gedanken in weiteste Kreise hinausträgt. Der Bericht des Schatzmeisters, Patentanwalt Lamberts, ergab, daß der Hilfsbund bisher finanziell gesichert ist, daß aber die kommenden Aufgaben eine erhebliche Vermehrung des ihm zur Verfügung stehenden Kapitals erzwingen. Der Syndikus des Akademischen Hilfsbundes, vr. Fr. A. Pinkern eil, ergriff darauf das Wort zu längeren Darlegungen über die Arbeit des Akademischen Hilfsbundes in der Vergangenheit und seine Aufgaben in der Zukunft. Ausgehend von den Aufgaben, die den deutschen Akademikern im kommenden Deutschland erwachsen, Aufgaben, die wir in ihrer ganzen Größe heute nur ahnen können, die darauf hinausgehen, den deutschen Akademiker — und wir müssen es heute sagen, nach den großen Verlusten, die der Stand der deutschen Akademiker erfahren hat -, jeden deutschen Akademiker zum Offizier des kommenden Kainpfes der Kultur und der Wirtschaft zu machen. Des Akademischen Hilfsbundes Aufgabe ist es, an seinem Teile an diesen großen Forderungen mitzuarbeiten, die jungen Akademiker, die mit geschwächten Kräften und mit gelähmtem Mut aus dem Felde zurückkehren, fähig zu machen, ihrer Zukunftsaufgabe trotz allem, was sie erlitten haben, gerecht zu werden. Die erste Notwendigkeit ist hier eine eingehende Berufsberatung und Raterteilung jeder Art. Wege müssen gewiesen und gebahnt werden, die Schaffung einer solchen Berufs-Beratungsstelle, wie sie in der weitgehenden Organisation des Hilfsbundes jetzt vorliegt, war durchaus neu. Ihr umsichtiger Aus-

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