KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1916-1917
- Issue
- Heft 16 (März 1917)
- Date
- 1917-03-01
- Page
- Seite 834 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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834 wir in Ruhe. Dieser Tage aeht'S aber wieder an die Front Ich glaube auch, daß neue Ereignisse sich hier in Bälde abspielen. Die Zeit geht rasch herum. Jetzt sind es schon füns Monate, datz ich die Heimat, verlassen. Gesundheitlich geht es mir noch recht gut. Eine Hitze herrscht zurzeit hier wie bei uns nicht im Hochsommer. Der Witterungsumschlag kam zu plötzlich. Erst die ungeheure Kälte und dann diese Hitze. KC.er konnte ich leider bis jetzt noch nicht antreffen, obwohl ich mir alle Mühe antue. Die beiden ersten Peffachtage feierte unsere Division hier, unter Leitung unseres Armeerabbiners, Herrn vr. Gradenwitz. Es war sehr gut organisiert. Wir verlebten zwei schöne Tage in der Stadt. Leider waren sehr viele Leute anwesend,, die sogar am Tisch für ihre Sache Propaganda trieben und nachher noch für die Erreichung ihrer Zwecke eine Tellersammlung veranstalteten. Indem ich Dich sowie Deine werte Gemahlin so wie Dein Töchterchen bestens grüße, bin ich Dein tr. Bbr. Max Simon. 16. 4.17. Sehr geehrter Herr Kbr.! Besten Dank für Ihren Brief. Unterdeffen ist es mir doch gelungen einen K. C.er hier ausfindig zu machen, mit dem ich hier bei Kaffee und Kuchen zusammensitze und K.C.- Erinnerungen austausche. Vivant Zequentes! Mit tbv. Grüßen Ihr Erich Stern (Rh.-Sil.). Setir geehrter Herr Kbr.l Nun hat das Osterfest mir nachträglich doch noch einen lb. Kbr. zugeführt. Beim Gottesdienst hatte ich keine K. C.er getroffen. Freundliche Grütze Ihres Mchard Bachmann (Lic.). Rumänien, 37.4.17. Lieber Alter Herr! Ja, wir sind Zigeuner, Reisen durch die Welt, Erstens ist's gesünder, Zweitens spart man Geld, Und drittens hat's die angenehme Möglichkeit, eventuell einen Bbr. zu treffen. Dieses große Glück hatte ich sogar hier jenseits der Schranken der Kultur und Zivilifatton. Sende Ihnen in großer Freude recht herzliche „rumänische Grüße. Ihr tr. Bbr. Gustav Sturmthal (Bav.). Schließe mich meinem lb. Bbr. an, in deffen Schloß ich gerade beim opulenten Mahle bin. Herzliche Grütze Ihr tr. Bbr. Joseph Steinem (Bav.). 30. 3. 17. Lieber Herr Kbr.! Wie freute ich mich, endlich wieder die K.C.-Blätter lesen zu können! Em bischen geistige Nahrung in dem ewigen Einerlei -es Stellungskrieges tut dringend not. Leider finde ich, daß ich im Bereiche unserer und der benachbarten Divisionen der einzige K. C.er bin. Meine starke Hoffnung, durch gelegentlichen Gedankenaustausch mit Bbr. Bor. oder Kbr. Kbr. Anregung zu finden, ist also auf ein Minimum herabgedrückt. Sonst ergeht es mir wie eben jedem Feldsoldaten in der Dünaniederung. Die Berhältniffe zwingen dazu, jeder Sache die beste Sette abzugewinnen und Len Humor zu behalten. Wir liegen augenblicklich in Reserve und finden in eifrig betriebenem Wintersport reichliche Abwechslung. Und dabei versichert der Kalender am morgigen Tage „Frühlingsanfang". Biele Grüße an alle Bbr. Bbr. auf diesem Wege, an Sie ergebenste Grüße. Ihr Kurt Wachsner. 25.4.17. Lieber Alexander! Am 33. 4. 17. fand in Warschau die erste K. C..Zusammenkunst statt. Zwar war auf größere Beteiligung gerechnet worden, aber da man den einzelnen die Anwesenheit nicht hochoffiziell machen kann, waren wir in Anbetracht der recht erheblichen Entfernungen einerseits, der schlechten Verkehröverhältnifle andererseits, doch recht zufrieden mit der Anzahl der Erschienenen. Der Zufall wollte es, daß gerade der Lazarettzug U.O.B.B. am Bahnhof lag, und so war es eigentlich ganz selbstverständlich, daß man der liebenswürdigen Einladung des dicken Holländers und Jacubowskis folgte und dieses wirklich erstklassig eingerichtete und ebenso geführte Humanitätszeichen deutscher Juden bestchttgte. Wäre das Wetter besser gewesen, so hätte man daran anschließend noch Warschau besichttgen können, insbesondere unter der gediegenen Führung von Kb. Ludwig Haas, als Kapazität in den Fragen des Ostjudentums, einen Blick in das Gettho, in die Humanitären Einrichtungen, Chederschulen, Synagogenbauten ufw. tun können. So müflen wir uns das für das nächste Mal auffparen. Wir saßen gemütlich im Cafe und ließen wieder einmal die Großstadt auf uns wirken. Abends im Krakauer Hof fand dann die eigentliche Zusammenkunft statt. Daß der Gesprächsstoff nicht ausging, bei Leuten, die sich 20 Jahre nicht mchr gesehen hatten, ist erklärlich. Man fragte nach dem Fuchsen, der mittlerweile eine besonders bekannte medizinische Größe geworden, er. zählte von jenem, der als junger Bursch nur das Bier und den Fechtboden gekannt und heute in seinem Kreise polittsch hernimmt. Kurzum in angeregter Geselligkeit beschloß man dann am i. Sonntag im Juni eine neue Zusammenkunft, die hoffentlich einen gleich schönen Ber. lauf nehmen wird, wie die erste im General-Gouvernement Warschau. _ Bischofswerder. 15.11.16. Lieber Mainzer. Ich freue mich, zwei K. C.er auf meiner Bude begrüßen zu können. Was tun K. C.er, wenn sie zusammenkommen? Sie sprechen von Dir und senden Dir Grütze Paul Gutmann. So ist's, lieber Mainzer, und darum schließe ich herzlichst an. Mit den besten Wünschen Erich Auerbach. Herzliche Grüße, alles Gute Dein Reiß. Im Felde, den 7. 4.17. Lieber Kartellbruder! Von unserer Zusammenkunft in K. Grüße! Wir haben uns hier unser K. C.-Herz ausgeschüttet und auch über die Heldenstiftung Listig Rat gepflegt. Ihr Krombach. Lieber Alexander! Schon wieder eine Seele gerettet. Herzlichste Grüße Dein Alfred Alsberg. Herzlichen Gruß R. Schuster. Erlaube mir freundliche Grütze Erich Mosbacher. 7.4.17. Lieber Kurt! Von einer Zusammenkunft anläßlich der Osterfeiertage sende Dir herzlichste Grüße! Mfred Levi (Rh.-Sil.). Kartellbrüderliche Grüße vr. Erwin Rosenow (Sprev., Ghib.). Biele Grütze Ihr Mchard Nathan (Lic.). L.-Ferme, 36. Sept. 1916. Lieber Mainzer! Soeben habe ich die fein adreffierte Karte mit der Feldadreffe vernichten müssen, und da ich nun doch ein neues Stück Papier dazu nehmen mutz, will ich gleich einige Worte dazu schreiben. Jetzt während der Bortage des Rausch- Haschonoh-FesteS bin ich mal in der Schreib-Wut, daß Du auch daran glauben mutzt. Ich kann Dir zunächst das mitteilen, waS ich heute schon diversen Verwandten und Bekannten gemeldet habe, datz eS mir immer noch G.L. unverändert gut geht. Nachdem ich ja Gelegenheit hatte, das Artois während 33 Monate gründlich kennen zu lernen, hat man uns vier Wochen lang die Luft an der Somme genießen lassen, was aber weiter durchaus kein Genuß war. Seit etwa zwei Wochen weilen wir hier wetter südlich, wo eS uns allgemein gefällt, und wo wir daher nach allgemeinem Wunsch den Krieg beenden wollen.