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KC-Blätter · 1915-01-01 · Heft 3 (Januar 1915) · p. Seite 342

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Journal
KC-Blätter
Volume
1914-1915
Issue
Heft 3 (Januar 1915)
Date
1915-01-01
Page
Seite 342 (sequence 31)
Language
German
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342 und dann eine gewisse Weichheit des Gemütes, die ihn mit fast kindlicher Anhänglichkeit und Dankbarkeit denen begegnen lies;, von denen Lr wußte, daß sie es gut mit ihm meinten. Daß bei so viel Licht auch ein in den Verhältnissen begründeter Schatten bestand, wem würde es das Bild dieses Tapfersten der Tapferen zu trüben vermögen. Der Kern seines WesenS! wurde von uns trotz allem erkannt und gewertet. Der Schmerz darüber, daß mir Baum mißen werden, wenn einst Deutschlands Söhne ruhmbeladen ins Vaterland heimkehren, wird nur gemildert durch den Gedanken, daß der Tod, den er gefunden hat, seiner würdig war. Wenn er selbst über seinen Tod zu bestimmen gehabt hätte, einen harmonischeren Abschluß seines Lebens hätte dieser Kämpfer nicht wählen § können. Das ist das Tröstliche in dieser Stunde. Die ihm nächststehenden Freunde haben dafür gesorgt, daß Baums sterbliche Hülle nach Cöln übergeführt und am 17. Jauuar dort beigesetzt wurde. Zahlreiche K. C.er waren herbeigeeilt, ihrem Baum die letzte Ehre zu erweisen und ein unabsehbares Gefolge aus allen Teilen , der Bevölkerung, insbesondere der Militär-; behörden und Aerzte, an der Spitze die Chargierten der Badenia-Bavaria, der Sprevia und! Rhenosilesia mit ihren Fahnen, geleitete unter dem Geläute der Glocken des Cölner Domes Fritz Baum zu Grabe, noch einmal Kunde gebend von der Beliebtheit, deren der Lebende sich in! allen Kreisen erfreut hat. An der Bahre widmete ihm Rechtsanwalt Heinz Frank einen ergreifenden und herzlichen Nachruf im Namen des K. C.! und insbesondere seiner engeren Bundesbrüder. j Wir aber, denen es nicht vergönnt war, den als wahren Held im Kampfe für das Vater-! land gefallenen Bundesbruder zu Grabe tragen i zu helfen, nehmen schweren Herzens Abschied; von ihm mit dem Gelöbnis, daß das Gedächtnis des Lieben, des Tapferen und Starken nie verblassen und uns immer als Vorbild vorschweben > soll, solange an den deutschen Hochschulen jüdische Studenten für die Ehre des Judentums und! für ihren Anteil am Vaterland kämpfen. Dieser ist ein Mensch gewesen Und das heißt ein Kämpfer sein! Dr. Max Mainzer (Badeniae-Bavariae, Spreviae). > Aufruf?) j Kriegsstatlstik. I Unmittelbar nach Kriegsausbruch hat der Verbaud , der deutschen Juden, um die Teilnahme der Juden! *) Anmerkung. Wir weisen darauf bin, daß der obige Aufruf nur j die überaus wichtige Frage der Aufftellung einer KriegSstatistir für > daS Gefamtjudentum einheitlich regelt. Unberührt bleiben hie ' Statistiken, die die einzelnen Organisationen für ihre besonderen Zwecke anfertigen. (Die Red.) am Kriege zuverlässig festzustellen, an die jüdische Oeffentlichkeit das Ersuchen gerichtet, ihm alle erforderlichen Mitteilungen zu machen. Aehnliche Maßnahmen sind von einer Reihe anderer Organisationen getroffen lvvrden. Zwecks ^Zentralisierung dieser Bestrebungen wurde alsdann eilt besonderer Ausschuß für Kriegsstatistik gebildet, de>u folgende jüdische Orgauisationeil nllgehören: Verband der deutschen Juden, Zentralverein demscher Staatsbiirger jüdische,» Glaubens, Deutsch-israelitischer Gemeindebund, Zionistische Vereinigung für Deutschland, Großloge für Deutschland, Kriegshilfsausschuß der Berliner Logen, Verein zur Abwehr des Antisemitismus, Kartell-Konvent, Kartell jüdischer Verbindungen, Büro für Statistik der Juden. Da sich sorvohl beim Verband der deutschen Juden, als auch bei den übrigen Körperschaften das Material innner mehr anhäufte, ergab sich die Notwendigkeit, ein eigenes Büro zu bilden, welchen, die Fortfiihrnng und Ausgestaltung der bisherigen Arbeiten von den, erwähnten Ausschuß übertragen wurde. Dieses Büro ist dem Büro für Statistik der Juden angegliedert worden. Es sind daher in Zukunft alle zweckdienlichen Angaben an das Miro für Statistik der Juden, Berlin 62, An der Spandauer Brücke 15, zu richten. Und zwar ergeht im Hinblick auf die große Bedeutung einer zuverlässigen Kriegsstatistik von neuen, die dringende Bitte, sobald als möglich die Namen und möglichst ausführliche Angaben über alle Kriegsteilnehmer der genannten Stelle mitzuteilen und hierbei die Adreffen derjenigen Personen zu vernierken, welche über die betreffenden Krieger genaue Auskunft erteilen können. Es stehen auch Formulare für derartige Mitteilungen beiin genannten Büro in beliebiger Anzahl zur Verfügung. Personalnachrichten. Das Assessorexamen bestand: vr. Max Rosenthal lBavariaef. Das Referendarexamen bestanden: Walter Lehnrann, Heinrich Licht, Alfred Hirschberg. Das Borexamen für Chemie bestand: Alfred Kroner. _ Adressenänderungen: Adler II, Jakob, Heidelberg, Ploeck 32. Adler, R., München, Kaufingerstr. 27III. Altgenug, E., München, Kaufingerstr. 27III. Ban Blydenstein, München, Kaufingerstr. 27III. Cohen I, W., München, Kaufingerstr. 27III. Cohen II, E., München, Kaufingerstr. 27111. Grünwald, Hans, Heidelberg, Plöck 6V. fern,, Max, stuck, iur., Zürich, Löwenstr. 14. atzenstein, A., München, Kaufingerstr. 27III. Kleeberg, Jul., Heidelberg, Untere Neckarstr. 26. Klein, G., München, Kaufingerstr. 27III. Lazarus, G., München, Kaufingerstr. 27III. Licht, Heinrich, Charlottenburg, Dahlmannstr. 0. Lißner, Max, Berlin, Luisenftr. 31III. Mayer, Hugo, Referendar, Berlin W. 30, Habsburgerstr. 4 hpt., b. Kuhnt (bis 15. Febr., dann Essen, Ruhr, Alfredstr. 173).

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