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KC-Blätter · 1915-01-01 · Heft 3 (Januar 1915) · p. Seite 335

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1914-1915
Issue
Heft 3 (Januar 1915)
Date
1915-01-01
Page
Seite 335 (sequence 24)
Language
German
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müüWüü 335 hat, auf der 5kneipe oder bei sonstigem Zusammensein die frohe Laune immer mehr zu heben. Nun hat er im Kamps für das von ihm so heiß geliebte deutsche Vaterland am 2. November 1914 in der Schlacht bei Vailly an der Aisne den ehrenvollen Tod auf dem Schlachtfelde gesunden, nachdem er gleich nach Ausbruch des Krieges als Kriegsfreiwilliger in dasselbe Regiment mit noch drei Bunoesbrüdern eingetreten war. Uns wird der uns so frühzeitig Entrissene unvergeßlich bleiben, denn auch uns!war er ein tapferer Mitkämpfer, auch für uns!hat er sein Bestes hingegeben. Friedrich Franz Levy (Spreviaei. -r- * * i Arthur Ausrecht. (Spreviae). Am 5. November stel in dem heftigen Kampfe bei Bixschoote mein Freund und langjähriger j Mitarbeiter, unser lieber Bundes- und Kartellbruder l)r. phil. Arthur Aufrecht aus Berlin. Er starb den Heldentod fürs Vaterland, geschmückt? mit dem Eisernen Kreuze, das er sich wenige j Tage vorher für einen gefährlichen und erfolgreich durchgeführten Patrouillengang erworben hatte. z Arthur Aufrecht wurde am 20. Dezember : 1880 zu Berlin geboren. Nach Absolvierung des hiesiaen Kaiser-Wilhelm-Realgymnasiums im Jahre 1899 wandte er sich dem Studium der Chemie zu. Er studierte auf den Universitäten : Berlin und München und promovierte am 18. Juli! 1904 zu Berlin mit einer bemerkenswerten Arbeit! über die Absorptionsspektra der Lösungen seltener - Erden. Als begeisterter Anhänger des K. C.-Gedankens trat er mit dem ersten Tage seiner Studentenzeit der Sprevia bei und war auch später während seiner Münchener Studienzeit und seines Dienst-? jahres ein eifriges Mitglied der Licaria. Seinen Ernst und seine Gewissenhaftigkeit, die die Grundzüge seines Tuns waren, übertrug er auch auf seine Arbeit für die Verbindung. Infolge seines liebenswürdigen, selbstlosen und aufrichtigen Charakters war er nicht nur im engeren Kreise seiner Studiengenossen, sondern auch in den weiteren Kreisen seiner Bundes- und I Kartellbrüder wie wenige bellebt. Nach seiner Studienzeit führte ihn das Schicksal in verschiedene technische Stellungen in Deutschland und Amerika, bis er am 1. Januar 1912 sich mit mir in Paris zur Leitrmg unserer dortigen chemischen Fabrik verband. 3 Wenige Monate später, am 28. März 1912, 3 führte er nach fünf langen Jahren treuen Ausharrens die Gattin heim. In seiner Ehe, der am 13. Mai 1913 ein Töchterchen entsproß, fand er das langersehnte Glück, lind kaum dürfte eine Ehe harmonischer und inniger gewesen sein als die seinige. Wie er in der Ehe ein liebender und aufopfender Gatte war, so war er mir ein stets hilfsbereiter Freund. Hervorragend zuverlässig und vor keiner Arbeit zurückschreckend, war er ein treuer Mitarbeiter, der das gemeinsame Wohl denr Privatinteresse ohne Zögern voransetzte. Als nun Ende Juli vorigen Jahres die ersten Anzeichen eines bevorstehenden KÄeges sich zeigten, verließ er, ohne zu zaudern, sein Heim und die Stätte seiner Arbeit, um sich schnellstens seinem Vaterlande zur Verfügung zu stellen. In ihm ist ein Mensch von seltener Herzensgüte und Geradheit des Charakters, ein edler Altruist dahingegangen, und niemals wird sein Bild aus unser aller Erinnerung gelöscht werden. Dr.-Jng. Herbert Auerbach jSpreviae). * -r- Albert Tichauer (Spreviae). In den Kämpfen um Diznnuiden fand den Heldentod unser lieber Bundesbruder stud. pharm. Albert Tichauer aus Friedrichsdorf O.-S. Nur kurze Zeit hat er unserer Verbindung angehört, aber die wenigen Wochen eines Sommersemesters haben genügt, den vom K. C.-Gedanken begeisterten Fuchsen uns nahe zu bringen. Mit gleichem Eifer beteiligte er sich an den sportlichen Veranstaltungen der Verbindung, wie an dem wissenschaftlichen Diskussionen in der Fuchsenstünde. In den Tagen des August war er einer der ersten, die sich freiwillig zu den Fahnen meldeten. Groß war seine Freude, als er während der Ausbildungszeit in Döberitz mit mehreren Bundesbrüdern zusammentras. Mochte der Dienst tagsüber noch so anstrengend gewesen sein, abends ließ er sich es nicht nehmen, die Bundesbrüder — sei es auch nur für eine halbe Stunde — aufzusuchen. Aber bald schlug die Trennungsstunde. Er rückte mit dem Reserve-Jnsanterie-Regiment Nr. 202 ins Feld. Am 31. Oktober erhielt er bei einem Sturmangriff auf Dixmuiden eine schwere Verwundung, der er am 4. November erlag. Er war zum Eisernen Kreuz vorgeschlagen. Mit ihm ist ein echter K. C. er, ein guter Deutscher und ein üceuer Jude dahingegangen. ... Fritz Gvldschmidt jSprev.). rzr -r- *

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