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KC-Blätter · 1914-11-01 · Heft 2 (November 1914) · p. Seite 306

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1914-1915
Issue
Heft 2 (November 1914)
Date
1914-11-01
Page
Seite 306 (sequence 28)
Language
German
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durch die Haut geht das Wäger nicht, und die Gegenpauknnten, 80 m vor uns, haben es auch nicht besser. Wegen des Reichstags »var ich 3 Woche»! in Deutschkarld. Seit einer Woche bin ich »vieder bei der Kompagnie. Habe „»ich »vieder gut cingervöhnt. Ich bin froh, das; ich noch frisch ge»i»»g bin, uu» mithelfen zu können. Bezüglich der „Anrnerkung": Ich war Landsturmmann, unter unseren 20 jährige»', Soldaten verjünge ich »nich täglich »»»ehr. Beste Grütze Dir und Deiner Frau Dein _ Ludwig Haas. August 1014. Jacobovics ruft allen Daheimgebliebenen ein kräftiges,/8ebeivohl" und den Kameraden ein frohes „Auf Wiedersehe»,!" zu. Diedolshauserr, 18. 9. 14. Bogesen, fra»»z. Grenze, 022 m. Lieber Leibfuchs! Schon lange »vollte ich Dir ein Lebenszeichen geben, aber der Dienst in» Peld lützt allzu,venig Zeit zu Korrespondenzen und auf die »venige hat Frarrchen und Mutter schon Beschlag gelegt Ich hatte Dich vor »»»einen» Auszuge nochmals gerne gesehen, aber »vahrscheinlich hast Du »nein Telegramm nicht bekonnnen, autzerden» ging der Zug nicht, »vie fahrplanmätzig vorgesehen, über Frankfurt. Also damit »var es leider nichts. An» 11. v. M. »var das Einkleidungsgeschäft unserer Ma»»nschaft (bei Neu-Ulrn) bee»»det und an» 13. hörten »vir bei Markirch bereits den ersten Kanonendonner >da habe ich zu »»»einer Freude Baumann getroffen), »»nd an» 15. ka»nen wir selbst schon ins Gefecht «bei St. Kreuz). Ich bekam mit »neinein Zug (80 Mann), der detachiert lag, zunächst feindliches Schrapnellfeuer — »voher, konnte ich nicht sehen, da die Artillerie verdeckt schoß, glücklicherweise ohne Schaden zu nehrnen. Dann rvurde mir durch eine Patrouille der Befehl überbracht, eiligst in die Hauptgefechtslinie einzurücken. Da hat es böse gepfiffen — die Kompagnie lag auf dem Kamm eines hohen Berges und erhielt gleichzeitig Artillerie-, Maschinenge»vehr- und Jnfanteriefeuer. Beim Vorgehen und Einschieben in die Linie verlor ich schon an die 6 Leute; ich selbst »vurde von einen» sogenannten Querschläger (überschlagenes Jnf.-Geschotz) getroffen, glttcklicherrveise in rneine dicke Kartentasche, rvo es nach allerhand Unfug in rneinem Notizblock stecken blieb. Wir »vichen nicht mehr von der Stelle, bis es Nacht »var. Drei lange Stunden ging der Hagel über uns. 5 Tote und ca. 15 Verrvundete hat die Kompagnie dabei verloren. Dann »vurden alle Kräfte in der Nacht zurückgenonnnen, da der Gegner stark überlegen »var. Sein Schicksal erreichte ihn da»»»», als er bis in die Gegend von Schlettstadt nachgedrungen war, am 18.—20. August bei Weiler, »vo er entscheidend zurückgeschlagen »v»»rde. Der Dienst »vährend der Zeit »var schwer und gefährlich — ich selbst hatteein paar schöne Offz -Patrouillen zu führe»», die glücklich verlaufen sind. Seit 1. dieses Monats schlagen »vir uns in einern anderen Bogesenteil mit dem Gegner herum — ein anstrengender und strapaziöser Gebirgskrieg gegen einen »veit überlegenen Feind, (franz. Alpenjäger) der von auherordentlicher Beweglichkeit ist. Das sind Leute von 20—22 Jahren, bei uns von 29—39 Jahren. Das kalte Wetter eben und das allzuhäufige Uebernachten im Walde unter freiem Himmel (in den letzten 17 Tagen 12 »nal, die übrigen Nachte in elenden Bauernhöfen) nehmen uns aber jetzt inehr mit als der Feind, den »vir langsan», aber sicher über die Grenze zurückgedrängt haben. Ich hätte natürlich noch viel zu erzählen, denn der Krieg ist ein »»»»geheueres Erlebnis, aber das »uutz ich einer hoffentlich noch erfolgenden Plauderei Vorbehalten. Gesundheitlich und seelisch geht es mir gut, »nehr kann inan als Soldat und in» Felde nicht verlangen. Hoffentlich siegt unser tapferes Heer und u»»sere gute Sache — dann ist alles recht. Mit herzlichen Grützen an Dich und Deine Lieben bin ich Dein getreuer Lbb. Jacobovics. Neste, 7.10.14. Lieber Mainzer! Nicht von» Schauplatz der Niesenschlacht, in deren »wrderster Kainpflinie »vir nun bereits seit 10 Tagen Neger», sende ich Dir diese Grütze — so,»der»» ich sende sie Dir von» Riesengrabe des deutschen Antisemitisurns, an de»»» »vir nun bereits seit 10 Wochen vorüberreiten Meine dienstliche Stellung und die Beobachtunge»», die ich tagtäglich mache, laffen mich die Vera»»t»vorti»ng für »nein Wort leicht übernehmen. Auch Deiner Frau viele herzliche Grütze Dein Ludwig Jaffe. Posen, der» 3. 8. 14. Bdbr. Grutz voran! Ich bin Stabsarzt der Landivehr u»»d stehe als Bataillonsarzt bei»»» .... — Wir K. C.er an der Ostgrenze, die zahlreich an» Kriege teilnehmen, grützen unsere Brüder irr» Wester», mögen »vir zum Heile des Vaterlandes und zur Ehre des K. C. siegreich znrückkehren. Auf frohes Wiedersehen. Dr. Kurt Jakubowski (Viadr -BreSl., Bad.). Feldstellung 1 km v.bei Thiaucourt, etwa 40 Km v Metz zwischen Toul-Berdun, 11 10.14. Lieber Lörvenstein! Wir liegen nach den allergrötzten Gefahren und Entbehrungen — darüber ein andermal — hier schon seit 10 Tagen auf noch unbestirnmte Zeit in Unterständen, die »vir uns allrnählich, mittels kleiner Requisitionen in den urnliegenden Dörfern, regen- und, »venn auch nur andeutungsweise, granatensicher geinacht. Trotzdem ist's irniner noch nicht schön. Es ist natz-kalt, und zun» Wasserholen braucht das Bataillon 3 Stunden. Wir bilden jetzt ein selbständiges, — lange nicht »»»ehr kriegsstarkes — Bataillon. Am 5.10. »vurde ich Vice) eine Stunde später erhielt ich die traurige Nachricht von» Tode »»»eines einzigen Bruders. Es ist ein Glück, datz inan in» Kriege so abgestumpft gegen alles »vird, datz man selbst die heftigsten Schläge nicht mehr mit völlig klaren» Bewutztsein fühlen kann Wie geht's Dir ur»d allen mir bekanten K. C.ern? Schreibe mir hierüber und anderes, »vas »»»ich interessieren könnte, baldigst einrnal ganz ausführlich. Herzliche Grütze Dein _ Robert Kahn. Breslau, den 4.8.14. Werter Herr Kartellbruder! Seit heute als Freiwilliger bei dem Leib-Reg. S. M., „Kürassierregiinent Großer Kurfürst" Breslau, sende ich allen waffentreuen K.C.ern ein donnerndes Waffen Heil, dein K. C. ein begeistertes vivat crescat floreat, Ihnen unbekannter Weise ineine beste»» Grütze. Weitere Nachrichten folgen. Ihr ergebener Fritz Kochmann. Orlen b. Lötze»», 26. 11.14. Lieber Keddo (Kadden)! Herzlichen Dank für die Nachrichten a»»s der Verbind»»ng. Gleich »nir »viffen es wohl alle zu schätzen, »vas Du »vieder für die Berbindm»g tust. Du kannst Dich aber belohnt fühlen durch die Freude, die Du uns durch diese Nachrichten a»»s den» Kreise der Unfern bereitest) »»»an fühlt sich a»»f kurze Zeit »vieder in eine andere Welt versetzt, und alte liebe Erinnerungen treten »vieder in ihr Recht. Also — unberufen — es geht ihnen allen noch gariz leidlich »»nd eine Lücke ist Gott sei Dank noch nicht gerissen. Der Zufall spielt ja merkrvürdig: Mein Bruder, der in Belgien steh», trifft auf seiner Station öfter Offenheimer, von den» ich also aus diesen» Wege höre. Mir geht es — unberufen — recht gut. Ich »var ne»»lich hart in» Feuer, hielt eine Station in der vordersten Stellung bei der Borhut lange vor dem Eintreffen des Divisionsstabes, für den die Verbindung »var, besetzt. Die Russen vor uns mutzten erst in schiverem Kampf gervorfen rverden. Für »ms 6 Mann erhielt unser Truppsührer — ein Berliner St»»diker — das Eiserne Kreuz. Jetzt geht es uns recht gut. Wir sind in guten» Quartier in befestigter Stellung in Masuren. Eine Hindenburgiade scheint bevorzustchen. Unser Armeekorps hat einige Tage Ruhe nötig. Gurubinne»», Tannenberg, Augustowo und der russische Feldzug, n»»n die

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