KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1914-1915
- Issue
- Heft 1 (September 1914)
- Date
- 1914-09-01
- Page
- Seite 262 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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262 erreichte, daß er mit dem Feldheer als Kämpfer ausrücken konnte. Unter diesen Umständen habe ich es übernommen, um alle Verbandsbrüder, die draußen für die Größe und die Zukunft unseres geliebten deutschen Vaterlandes kämpfen, tunlichst in einem gegenseitigen Nachrichtenaustausch zu erhalten, von Zeit zu Zeit Kriegsausgaben der K. C- Blätter an Löwensteins Stelle herauszugeben. Diese Kriegsausgaben sollen ausschließlich das freundschaftliche Bedürfnis befriedigen, das jeder von uns in diesen ernsten Zeiten doppelt empfindet: Zu hören, wie es jedem Einzelnen von uns draußen ergeht, was er persönlich erlebt, damit alle K. C.er über jedes einzelnen Freundes Schicksal möglichst sich unterrichten können. Für politische Erörterungen fehlt uns allen in diesen Tagen der Sinn. Unser einziger Gedanke gilt dem Siege des guten deutschen Rechts, dieser Gedanke bestimmt unsere Arbeit. Wir fragen dabei nicht, was für die Bestrebungen des K. C. die große Zeit bringen mag, wenn wir auch alle hoffen, daß die begeisterte und erhebende Einmütigkeit, mit der alle Schichten des deutschen Volkes ohne Unterschied des religiösen Bekenntniffes und der politischen Partei, der wirtschaftlichen und sozialen Stellung sich opferfreudig in den Dienst des großen Vaterlandes gestellt haben, auch nach siegreich beendigtem Kriege dauernd uachwirken möge. So gehen denn diese Blätter erstmals hinaus im Dienste der Freundschaft, um Euch, Ihr Streiter für des Vaterlandes Ruhm, in Verbindung unter einander und mit uns zu erhalten. Mit einem Worte noch soll das verspätete Erscheinen des Heftes erklärt werden: Machte anfänglich die Einziehung der Adressen Schwierigkeit, so ergaben sich nach einiger Zeit neue Schwierigkeiten dadurch, daß die eingesandten Adreffen zum großen Teil sich änderten und schließlich kam hinzu, daß ich selbst als Leiter der chirurgischen Abteilung eines Reservelazaretts und eines Privatlazaretts in einem alle Voraussicht übersteigendem Maße beschäftigt war und bin. Dafür aber ist bereits das 2. Heft ebenfalls in Druck gegeben, so daß es gleich nach dem ersten Heft den Kartellbrüdern zugesandt werden wird. Beide Hefte gemeinschaftlich zu drucken war unmöglich, wenn nicht die eingegangenen Feldpostkarten- und Briefe ohne die Namen ihrer Absender hätten gedruckt und damit wertlos gemacht werden sollen. An alle K. C. er aber richte ich heute die Bitte, in größerem Umfange, als es auf Löwensteins Aufruf hin bislang geschehen ist, mich durch Uebersendung von Nachrichten zu unterstützen. Auch Briefe, die K. C. er von anderen, am Feldzuge teilnehmenden Kartellbrüdern erhalten, bitte ich mir zum Abdruck zu überlassen. Je mehr dies geschieht, desto häufiger können die Kriegsausgaben erscheinen und Kunde geben davon, wie die K. C.er für ihr Vaterland kämpfen, siegen und, wenn es sein muß, sterben. Unseren Verbandsbrüdern aber, die draußen ihr Bestes fürs Vaterland und damit auch für uns hergeben, sei ein kräftiges „Glückauf zum Sieg" zugerufen. Frankfurt a. M., Oktober 1914. Dr. Mazc Mainzer. -i- -r- * Aufruf! Berlin, im August 1914. Kartellbrüder! Das Vaterland ruft! Zahlreiche K. C.er sind bereits zu den Waffen geeilt, sehr viele haben sich mit Begeisterung freiwillig zur Fahne gemeldet. Die Sprevia hat den für ihr 20. Stiftungsfest gesammelten Betrag von Mk. 2000.- dem Kriegsministerium für vaterländische Zwecke überwiesen. Wir wenden uns jetzt an alle K. C-Berbindungen und Verbände mit der Bitte um Weitergabe an diejenigen Mitglieder, die nicht ins Feld ziehen: „Es ist helligste Pflicht, daß sich die K. C.er — ein jeder nach seinen Kräften — dem Vaterlande zur Verfügung stellen!" Der Vorstand des Geschästsführenden Ausschusses des K.C. Dr. Werner.