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KC-Blätter · 1914-09-01 · Heft 1 (September 1914) · p. Seite 263

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Journal
KC-Blätter
Volume
1914-1915
Issue
Heft 1 (September 1914)
Date
1914-09-01
Page
Seite 263 (sequence 3)
Language
German
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263 ver U.L. im Uampse fürs Vaterland. Durch die Tagespresse ging -kurz nach Ausbruch des Krieges folgende Mitteilung: „Die gesamte Aktivitas der dem K. C. (Kartell- Convent der Verbindungen deutscher Studenten jüdischen Glaubens) ungehörigen Berliner Verbindung Sprevia hat sich sofort nach Erlaß des Mobilmachungsbefehls freiwillig zur Fahne gemeldet. Soweit Nachrichten hierher gelangt sind, haben sich im ganzen Reiche die Mitglieder der K. C.-Verbindungen in gleicher Weise dem Vaterlands zur Verfügung gestellt. Die Sprevia hat den für die Feier ihres 20. Stiftungsfestes bisher gesammelten Betrag von M. 2000 dem Kriegsministerium zur Verwendung für vaterländische Zwecke überwiesen. Der Geschäftssührende Ausschuß des K. C. hat sich in einem Aufrufe an die älteren, nicht mehr felddienstfähigen Angehörigen des Verbandes gewandt mit der Aufforderung, sich — jeder nach seinen Kräften — in den Dienst des Vaterlandes zu stellen." Zur Ergänzung dieser Mitteilung können rvir berichten, daß gleich den Aktiven der Sprevia auch diejenigen aller anderen K. C.-Verbindungen sich, soweit sie nicht ohnedies gestellungspflichtig waren, freiwillig zur Fahne' gemeldet haben, darüber hinaus aber auch eine große Anzahl alter Herren, zum Teil verheiratete Leute, daß ferner u. a. die Heidelberger, Münchener und Bonner Kartellverbindungen mit ihren A. H.- Verbänden größere Summen für die Zwecke des roten Kreuzes aus ihren Kassenbeständen gestiftet und ihre Kneipen dem roten Kreuz zur Verfügung gestellt haben. . ' Diejenigen K. C -er, die nicht am Kriege selbst teilnehmen können, haben sich fast ausnahmslos in den Dienst der freiwilligen Krankenpflege und anderer Hilfsorganisationen gestellt. Und so wirken die KarteÜbrüder alle, ein jeder an seinem Platze, im Dienst der großen, heiligen Sache des Vaterlandes, getreu den Prinzipien, zu denen wir uns allezeit bekannt haben. Burschen heraus! Burschen heraus! Wenn es gilt fürs Vaterland, Treu die Klingen dann zur Hand; Dann heraus und fragt nicht viel, Wäre es auch zum letzten Spiel. Burschen heraus! . Mit heller Freude und hoher Begeisterung haben wir dies Lied, wie andere Vaterlandsweisen auf unseren Kneipen und Exbummeln gesungen. Nicht nur trockene Buchstaben und leere Worte waren es für uns, denn wir hatten in Brust und Herzen das hohe und erhabene Pflichtgefühl, dann milzukämpfen und mit Gottes Hilfe mitzusiegen, wenn der Kaiser uns zu den Waffen ruft. Es ist zur Tatsache geworden. Ein Volk in Waffen, das deutsche Volk aus allen Gauen kampfbereit. Und Feinde ringsum. Gerade lese ich das Ultimatum Japans, für unser liebes Vaterland dasselbe wie eine Kriegserklärung. Denn keinen Strich deutschen Bodens werden wir freiwillig aufgeben, die Waffen werden entscheiden. Und wenn wir die deutsche Manneszucht, diesen Eifer und die Begeisterung sehen, und in Betracht ziehen, daß wir nur zum Schwert gegriffen haben, um uns gegen Verrat und Tücke zu schützen, daß unsere' Sache also die gerechte ist, so kann und wird nur uns der Sieg sein. Von vielen lieben Kartell- und Bundesbrüdern weiß ich, daß sie schon im Felde stehen, und alle anderen werden sich als. gute Deutsche und Dank unserer Erziehung als K. C.-er als Freiwillige gemeldet haben. Wir, die wir leider als untauglich Zurückbleiben müssen, beneiden die lieben Angehörigen unseres Verbandes, daß sie Gut und Blut fürs Deutsche Vaterland einsetzen dürfen. Ihr, Ihr könnt mit voller Berechtigung und stolzer Begeisterung singen: Wenn es gilt fürs Vaterland, Treu die Klingen dann zur Hand; Dann heraus und fragt nicht viel, Wäre es auch zum letzten Spiel. Burschen heraus! Erinnert Euch auch draußen der schönen Stunden, wo wir dieses Lied mit dem farbigen Bande auf der Brust erschallen ließen, seid eingedenk unserer schönen Wahlsprüche: Amico pectus, hosti frontem; Recht geht vor Macht; nemo me impune lacessit; Freundschaft, Ehre, Mannesmut usw. Wie zutreffend für diese Zeit! Mit väterlichem Segen und unter mütterlichen Tränen seid Ihr ausgezogen zum Kampf fürs Recht, unsere Glück- und Segenswünsche begleiten Euch ins Feindesland, als Sieger mögt Ihr wiederkehren, Gott schütze Euch. Fritz Hirfchfeld (Saxobavariae), der auch nicht mitkonnte.

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