KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1912-1913
- Issue
- Heft 12 (1.9.1913)
- Date
- 1913-09-01
- Page
- – (sequence 36)
- Language
- German
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Entscheidung deS Ehrengerichts vom „Verein Deutscher Studenten", das; das Mitglied der „Sprevia" in Rücksicht auf sein Verhalten nicht als „sa tiS fa kt ions fähig" zn erachten sei. Die „Sprevia" trat nun fiir ihren Burschen ein und erlieft ein Rundschreiben an alle studentischen Korporationen, worin der V. D. St. ironisch zu seiner neuen „glänzenden Waffentat" beglückwünscht, im übrigen aber jegliche stlldentische Beziehung mit ihnl abgebrochen wurde. DaS Ehrengericht des V. D. St. errviderte Hieralls mit einem gleichartigen Rundschreiben, in lvelchem erklärt wurde, das; der Beleidigte sich dllrch eine Sübelsordernlig habe Genngtunng verschaffen »vollen, aber durch die ehrengerichtliche Entscheidung davon zllrückgehalten worden sei. Nun hat der Konftikt nelllich in der Augllststrafte ein Nachspiel gehabt, bei dem keine Säbel und Sekundanten, sondern Nllr die Ränfte der beiden Gegner in Aktion traten. ES setzte erst einige Beleidigungen, die man alsdann mit schlagenden Gründen bekräftigte. Wie mit Bestimmtheit verlautet, hat der Herr vom B. D. St. bei dieser Begegnung entschieden den.Kürzeren gezogen. Man ist mm gespannt, wie sich die Sache weiter entwickeln wird. Einige Studenten haben bereits im Desideriellbllch der Lesehalle eine Erörterung deS Falles angeregt, da der Vertreter des V. D. St. eine leitende Stelle im Direktorium einnimmt. + * + Verbands Wach richten. Vavarla. Eine »vichtige Auseinaliderfetzuug hatte»» »vir mit den» hiesigen V. I. St.) Erledig»mg fand diese Angelegenheit in einen» Ehrengericht, d»»s Ende Juli stieg. Der Tatbestand, der wohl »vegen »»nserer ganzen Stell»»ng zmn B. I. St. von Interesse sein dürste, »var k»»rz solgender: Anläßlich der Beerdigungeines russischen Studenten sprach der B. I St. am Grabe im Namen der .Heidelberger jüdischen Studentenschast, ohne von irge»»d einer Seite dazu legiti»»»iert »vvrden z»» sein. Wir erhoben hiergegen nachdrücklich Einspruch, da der V. I. St. in keiner Weife die Vertretu»»g der Heidelberger jüdischen Studentenschast dastellt, und sorderten den V. I. St. auf, in Zukunft derartige 9ieden zu »mterlassen. Wir erhielten daraufhin vorn V. I. St. ein Schreiben des Inhalts, daß er »»ml) seinen Satzungen die Vertretung der jüdischen St»»diere,»de»» für sich in A»»spr»»ch nehnie. Irgend ein Eingehen auf die Sache selbst und auf unsere Wünsche blieb völlig a»»s, nur allge»neine Tendei»zfragen »vurden berührt. Wir verharidelten des rveiteren mündlich mit de»n B. I. St., ohne zu eine»»» Resultat zu konnnen, da nuu, sich von seiten des V. I. St. fortwährend n»n de»» Ken» der Sache — daß nä»nlich den» B. I. St. nicht daS Riecht zusteht, sich als Vertreter der Heidelberger jüdische»» Studeuteufchast anfz»»»versen— heruntdrückte. U. a. wurde anch von» x des V. I. St. unser»»» x gegenüber erklärt, daß der V. I. St. »»»»S uid)t als jüdische Korporation Detvarfjtc!! 9kach weiteren vergeblichen Be»l»üh»mgen unsererseits, die Angelegenheit gütlich beizulege»», sahen »vir uns veranlaßt, »»ach ungefähr vierrvöchigen Verhandlungen den V. I. St. in Form eitles Ultin»at»ü»»s zu einer entsprechenden Erklärung zn bewegen. Die Antlvort »var ein provozierender Brief des B.J.St., de»n zufolge »vir eine Chargenpartie überschickten. Das ist in kurzem der Tatbestand, über den »vir den» G. A. bereits einen genauen Bericht einsandten. Das E. G. lehnte die Forderung ab, »»achde»»» der B.J.St. eine »n»s z»rsriedenstellende Erkläru»»g abgegeben rn»d seinen letzte»» provozierenden Bries revoziert hatte. Mit dein Ergebnis der ga»»zen Verhnndl»u»gen in dieser Sache, auf deren Einzelheiten »vir hier nicht zurückkvmmen »»»ächten, können »vir infoferu recht zufrieden sein, als »msere Stellung zn»n hiesigen B. I. St. zrveifellos gebessert ist und es sich herausgestellt hat, das; »vir in der ganzen Sache n»»r unser gutes Recht verlangt und ge- »vahrt haben. Unser»»» l. A. H. Mainzer sprechen »vir auch an dieser Stelle nochmals unser»» Dank aus für feine Unterstützung in» E. G. — An» 12. I»»li hatten »vir noch einen Pa»»ktag in Freiburg, »vo »vir gegen die Berner.Helveten sechs Partien Schläger fochten) »vir stachen ein»»»«! ab, »vurden ein»nal abgestochen und paukten den Rest der Partie»» ans. Während des ganze»» Semesters rvaren unsere Fechtresultate folgende: Bon 23 Schlägerpartien stachen »vir 7 mal ab, »vurden 3 mal abgestochen und paukten den Niest aus. Von 3 Säbel s. Partien stachen »vir einmal ab, »vurden »vir einmal abgestochen und pa»»kte»» einmal aus. Von 5 Säbel cum Partien stachen »vir einmal ab und wurden eirnnal abgestvchen. Die 3 übrigen Partien pa»»kten »vir aus. Für die gastfreundliche Aufnahme sagen »vir »lnserer l. K. V. Ghibellinia »n»sern besten Dank. Ernst Hahn. Spreoia. Wir fochten im letzten Se»nester 14 mal Schläger, stachen 7 mal ab, »vurden 1 mal abgestochen »n»d pa»»kten die übrigen Partien a»»s. Säbel fochten »vir 7 mal) »vir paukten 5 mal ans und »v»»rden 2 mal abgestochen. Mit 25 der hiesigen Korporationen traten wir zwecks Gründung eines Zrveckverbandes in 8