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KC-Blätter · 1913-09-01 · Heft 12 (1.9.1913) · page 33

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 12 (1.9.1913)
Date
1913-09-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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ftpuypu,.7ml'jJJMBifrim-iumum!t «U KU.II) ■ "'? I.' '>7^MWW'M^^»GWSO>MtM,W n l - tiSmnS in der Studentenschaft usw. Eine weitere prinzipielle Stellungnahnle findet sich im Tendenzvaragraphen nicht. Er verhält sich z»l»n Älationaljlldentll»»» und Zionismus demnach ebenso wie die richtig verstandene Zentraluereins-Nesolntion. Zionisten, die nicht auf deutsch-vaterländischem Boden stehen, gehören nicht in den 5k. C. Aber derZioniSmuS steht an sich deutsch-vaterländischem Belvnßtsein keineSlvegs entgegen. Auch wird kein besonnener und gebildeter Zionist leugnen, das; die deutschen Juden durch Geschichte, Kultur- und NechtSgemeinschaft sund durch wirtschaftliche Gemeinschaft) mit dem deutschen Volke verbunden sind, und das; dieses Band für die kompakte Majorität der deutschen Juden in absehbarer Zeit unlöslich ist. Der K. C. stellt ein positives Programm auf, welches Anhängern aller Nichtungen unter den deutschen Inden den Beitritt ermöglicht; er wendet sich nicht gegen irgendeine Nichtnng. Nach der BreSlanerrltesolntion erstrebt der 5k. E. als solcher eine Lösung speziell der deutschen Iudenfrage nur in Deutschland. Aber er verwehrt seinen Mitgliedern keineswegs, sich Bewegnngen anzuschließen, welche eine Lösung der gesamten großen Iudenfrage erstreben. Nur dürfen diese Belvegnngen a!S solche nicht dem deutsch-vaterländischen Standpllnkt entgegenstehen. Mit Krombach bin ich der Meinung, das; Zentralverein und 5k. E. die gleiche Stellung zum Zionismus einuehmen. Nicht richtig ist es, wenn Löivenstein sagt, das; Zentralverein und K. E. gleiche Stelllmg gegen den Zionismus cinnehlne»». Löivenstein verwechselt Zentralverein und 5k. C. einerseits, Antizionismus anderseits. Wie die Leiter deS Zentralvereins sich zurzeit heftig gegen diese Berivechselllng ivehren, so darf auch die 5k.E.-Tendenz nicht einseitig ausgelegt werden. A!S man den heutigen Tendenzparagraphen schllf, wollte man die Stellung des 5k. C. zum Zionismus festlegen; allseitig aber wurde auf jenenr entscheidenden 5k. C.-Tage betont, das; man keineswegs gegen den Zionismus Stellung nchlnell »volle, l^nd dabei soll es bleiben: „Zn politischen und religiösen Sonderbestrebungen innerhalb des JlidentumS, sofern sie der Tendenz von Absatz 1 nicht widerstreben, nehmen die Berbindlmgen im 5k. C. keine Stellung." * -i- * Zur Klarstellung der K. L.-Tendenz. Bon ilnvl Löwenstein. Die vorstehenden Ausführungen von Marx zwingen mich zu einer kurzen Nichtigstellung: 1. Um die Debatte über den Artikel von Josef Hirsch nicht auf ein falsches Geleise geraten zu lassen, will ich vorweg bemerken, daß das „positive Judentum", von dem Hirsch gesprochen hat, keineswegs identisch ist mit zionistischen Anschauungen. Hirsch hat sich von vornherein gegen eine derartige Identifizierung verivahrt, indem er schrieb: „Man wende lllir nicht ein, daß durch eine solche Nichtnng intterhalb des 5k. C. zionistische Anschauungen zum Ausdruck gebracht iverden. Ich bin nicht der Allsicht, das; positives Indentlnn zum Zionismus führen muß." Mit dieser Feststellung soll natürlich nicht gesagt sein, daß die von Marx vertretenen Anschauungen nicht atlch positiv jüdisch seien. 2. Marx verwechselt in feinem Artikel Nationaljndentum und Zionismus. In allen Fällen, lvo ich mich gegen das Nationaljudentnln gewendet habe, tat er, als ob ich gegen den Zionisvllls geschrieben hätte. Allerdings schreibt er an einer Stelle, ich hätte geällßert, der 5k. E. nehme „prinzipiell gegen das Nationaljlldentum ^einschließlich des Zionismus) Stellung". Aber gerade die Worte „einschließlich des Zionisnllls" sind erst von Marx hinzugefügt worden; sie finden sich in keinen» »»einer Artikel. Tatsächlich sind Nationaljttdentum und ZioniSlllllS keinesivegS identisch. Wie es Nationaljllden gibt, die keine Zionisten sind, z. B. Mathias Acher und die Leiter der „Freistatt", so gibt es anderseits auch Leute, die sich als Zionisten bezeichnen »nid doch das Nationaljudentum entschieden ablehnen, so z. B. der bekannte Soziologe Franz Oppenheimer. Daher habe ich auch stets genalt wie Holländer im Märzhest (Seite 11?)) die Anschalnmg vertreten, das; auch der Zionist im 5k. (S. Platz hat, da anch der Zionist nach den Worten des „Basler Prograninls" ein „Delltscher schlechtweg" sein kön»»e. Denn, weiln auch die hellte i»lt Ziollisnlus herrschende Niichtnng Zionisinns lind Äiationaljlldentlnll identifiziert, so berührt das nur die derzeitige Partei, nicht aber die Bewegung, bindet insbesondere nicht den einzelnen Zionisten. Diese Stellungnahme deckt sich im großen ganzell mit der des Zentralvereins, der in seiner bekannten Nesolutiol» gesagt hat, das; der deutsche Zionist, der lediglich darnach strebe, den „entrechteten Juden des Ostens eine gesicherte Heimstätte z»l schassen oder den Stolz des Juden aus seine Geschichte uild Religion zu heben", Mitglied des Zelltralvereins sein könne, daß man sich aber „von dem Zionisten, der ein deutsches Nationalge fühl leugne, sich als Gast im fremden Wirtsvolk und national nur als Jude fühle", trennen müsse. 3. Ganz anders verhält es sich aber mit der Stellungnahme des K. C. und des Zentralvereins zum Nationaljudentum.!

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