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KC-Blätter · 1913-09-01 · Heft 12 (1.9.1913) · p. Seite 243

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 12 (1.9.1913)
Date
1913-09-01
Page
Seite 243 (sequence 23)
Language
German
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243 letzte der M. E.-Verbindnngerr Couleur auf, eine schieferstraue Mütze mit Silberpertnssion und rot-silber-violetten Streifen. Eine feierliche Kneipe stal> unserer Cotrleur die erste Lveihe. Und zu unserer großen Freude konnten rvir zaljlreiche Gäste, Philister und K. C er begriißelt, speziell die Bavaren, die in eorpor« erschienen waren, und die Bertreter der übrigen Berbindungen. Der nächste Dag vereinigte uns noch mit einem großen Teil unserer Gäste in Heidelberg bei einer gentütlichen Bowle und einer >lächtliche,t Fahrt auf bcm Neckar, wobei rvir das herrliche Bild der Schlvtzbeleuchtrmg genossen. Am 1». Juli schlosserr rvir das Semester. Beim Stift»,»»gssest der l. K.B. „Bavaria" vom 2ö.—2H. Juli waren wir mit unseren Aktiven, die noch in.Darmstadt weilten, vertreten. Friburgia-Königsberg. Während noch vor einigen Jahren der toix>. Student irr der alten Krvnungöstndt mit großem Jubel gefeiert wurde, mehrt sich mit jedem Semester dieZahl derer, die die Albenirm als alma mater wählen, nnd mit frohern Erstaunen sieht man, daß auch ans den entferntesten Gegenden Studenten in irnrner größerer Menge hierherkommen, nnd es fragt sich, welchen Umstünden Königsberg seine steigende Beliebtheit verdankt. Wie oft hört man das alte Vorurteil voll jener abgelegene»» mib kalten Residenzstadt tut Norde»», wie lächerlich klingt das für de»», der Königsberg »virklich kennt! Die Zeiten, find vorbei, da hier das Semester acht Tage später als an den anderen ttniversitäte»» begann, »veil die Reise von Berlin hierher so!a»»ge Beil erforderte. Hellte brillgl der Zug tu sieben Stunden die Mnsensöhne a»»s der Mitte des Reiches »»ach Königsberg. Ueber die Vorzüge der llniversität selbst ist gering gesprochen »vorden. Die Stätte, ivv einst Si»r»o» Dach, der Dichter des überall beka»»men Liedes: „Anke von Thnralv", Kant, Eduard Siinfon, Helmholtz und Felix Dahn ihre Hörer begeisterten, hat von ihren» Ruf nichts eingebüßt. Das be»veisen in der nredizjnischen Fakirltät die Namen Herr»»«»»»», Stieda, Gaupp, Bänder und Friedrich, bei den Juristen »». a. thraf z»» Dohna, von Gierte u»»d Mnnigt; die philosoohische Fakultät kann Rainen »vie Klinger, Braun, edeke»i»e»ier a»»f»veise»l. Vo»» alterS her aber läßt sich auch in.Königsberg der Student neben seine»! Fachstndien nicht die Freuden der akade»llische»l Freiheit entgehen. In» Winter locke» Rodelbahn und Ski im herrlichen Samland angesichts der i»» Eis starrenden Ostsee, sowie der fröhliche Lrhlittschuhsport auf den» Schloßteich, an besten Ufer die „Frlburgia" ihre stattliche Kneipe hat. Außerdem vereint die Stadt alle Vorzüge ctttcv Reside»»z mit der Gemütlichkeit der Mllseilstadt, bereit Aewahner und Behörden für den Httlnor des Studenten volles Verständnis haben. Für Unterhallling und Bildmtg sorgen drei große Theater, ait denen die bedeutendsten Kttitstler Gastspiele geben, u»»zählige Konzerte »md Vorträge, daneben außer der durch die Korporation gebotene Geselligkeit, viele öffentliche Festlichkeiten, bei denen der Student gerne gesehe»» ist. Nirlit unerwähnt sollen die billigen Wohmmgöpreise in hiesiger Stadt sein. Tarn»» ans, K.C.er, kom,»»t nach Königsberg, Ihr werdet es nicht bereuen! B.L. FS. Nlradeinis'che Nachrichten. Zusammenschluß der vier großen schlage»»den Verbtt»»de. Bereits in» April- und Juni-Heft der K. C.- Blatter berichteten mir über die Bestrebungen, die den Zusammenschluß der Korps, Burschenschaften, Landsniannschaften »md Turnerschaften auf allen de»»tschen Universitäten zu Waffenringen bezlvecken. Rachden» Pfingsten die Kongresse der vier gena,»ntei» stlldenlischen Wassenverbünde gr»»ndsntzlich zu den ans den beiden Konferenzen in Marburg tim 1">. November uttb 2. Mai gefaßten Elitschließtmgen, die sich mit der Beseitignttg der Waffenverrufe und Bekämpfung der Realinjurien und mit der Regelung des Ausschnßtvesetts beschüstigten, ihre Zustimmung gegeben hatten, hat nin 27. Juli eine dritte Konferenz, die »nieder»»»»» »uiter dein.Borsitz von Dr. Fabrieins in Marburg stattsand, dein Übe re in kommen eine endgültige Fassilng gegeben, die bis Pfingsten 1914 den beteiligten Perbäuden zur Beschlnßsastnng vorgelegt »uerden soll. Bis dahin bleibt die in Marburg eingesetzte Bertnittllmgsko,nmission, d»»rch deren Bemühungen es bereits gel»»»»ge»» ist, die Verrüfe unter den beteiligten vier Verbänden auf eine sehr geringe Zahl zu beschränken, bestehen. A»,f elf Universitäter», nämlich in BreSlar», Freiburg, Göttingen, Greifs»vald, Halle, Königsberg, Marburg, Mttitche»», Straßburg, Tübingen, Würzburg ist der Ztlsammenschluß der Korporationen der vier Berbä»»de bereits erfolgt; auf »nehreren anderen steht er vor den» Abschluß. Erwähnenswert ist daS Geleitwort, das den» Übereiilkomnleit auf dieser Konferenz voranSgeschitkt ist nnd das nach dem Bericht der „Akademischen Tnrzeitnng", dem offiziellen Organ des V. C., bezweckt, ein Z»»sa,nlnengehe»» mit den übrige»» Verbänden a»»z»»bahner». Besonders bemerkenSlvert ist ferner, daß sich das Uebereil»ko»n»»»en nur ans die Beseitigung der Waffenverrufe nnd die Bekämpfung der Realinjnriei» beschrankt. Die Regelung sonstiger akade Mischer Frager» ist auSgeschaltet »vorden, und die Aufnahme des in» Protokoll der 2. Konferenz enthaltenen Absatzes, daß mich solche A »igele gen heilen, die von altgelneinern studentischen Filteresse silid, insbesondere solche Frager», die besondere Bedeutung für die vier Verbände haben, dem Gesamtausfchuß vorgelegt »verden könne»», infolge des Widerstandes des S.C. unterbiieber». Diese Streichirng nimmt der» Vereinbarungen einen großen Teil ihrer Bedeutung. A»»ch auf der» Technischen '.Hochschulen haben die Reforuiideen Boden geivonnen; in Breslau und Mttrrchen u,»fasten die Waffenringe die schlagenden.Korporationen sorvohl der Universität als auch der Hochschule. In Karlsruhe und Stuttgart find kürzlich Waffenringe ins Leber» gerirfen »vorder,. In Ha»»nover, »vo die Verrüfe »licht mehr bestehe»», »verden z»»rzeit Verhandlungen über die Beküinpfung der Realinjurien geführt. Es ist daher auch zu errvarten, daß die Verbände der Technischen Hochschulen, de»»» Beispiele der lki»»versitäten folgend, in absehbarer Zeit „riteinarrder irr offizielle Verhandlungen treten. Die Aendernngen des bereits im Heft Nr. 1» »nitgeteilter» Marburger Abkommens sind so zahlreich, daß eine Wiedergabe der jetzige,», wohl endgültige»» Fassilng angebracht erscheint. Das Abkornmen lautet: „Zürn Zivecke der Bekämpfung der Realirijurien »rrrd Aufhebung der Verrüfe habe,» die Unterzeichneten vier Verbände folgende Bestimmungen vereinbart irr der Errvarttnig, daß die ihrrer» zugrunde liegenden Anschau»»»,gen in »veiteren Korporationskreisen zur Gelt»»,»g gela»»gen: l. Bestimmungen zur Einschränkung der Realinjurien: 1. Realinjurien jeder Art sind streng zu vernieideir. 2. Realinjurien angrelfender Art und deren An-

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