KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1912-1913
- Issue
- Heft 12 (1.9.1913)
- Date
- 1913-09-01
- Page
- Seite 242 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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242 m» bcm Festakt in der Vluln der Universität teil. Am' felgenden Tage fa»id ein schier endlos sich ansdehnender Fa»kelzng statt, an dem sich etwa 180 Korporationen beteiligten. Ebenso beteiligten wir nnS an dem großen Festkommerö aller Berliner Verbindnngen, der »,» den Rä»»me„ deS Berliner Sportpalastes stattfand. Unsere Schlußkueipe, die von einer großen Zahl hiesiger nnd ailSwärtiger Kartellbrttder besticht lvnrde, hielt uns bis in die späte Nacht hinein in fenchlfröhlicher «Ltimmnng beisammen. Wir hoffe»», das; alle Bnndeöbriider ger»» des Sommersemesterö gedenken »verden. Rheno-Silesia. Mit dem Berlanfe des So»nmersetnesters diirfen »vir »iberanS znfrieden sein. Gar manchmal hat zwar die schlechte Vnnnc des Wettergvttes nnS der» Ge„»,ß der herrlichen Urngebl«»lg nuferer rheinischen Mnsenstadt getrabt; aber dennoch haben »vir viel Schönes, das nnserer Erinnernng »»ie entschwinden »vird, erlebt. Besonders ereignisreich »var der letzte Monat. Am 0. Inni veranstalteten »vir mit nnsern Cölner nnd Bonner Damen ein Rheinfest, zn dem 100 Teilnehmer — darnnter die Cölner K. Cer fast vollzählig »md sehr viele B»»nde8nnd Kartellbriider a»»S Rheinland und Westfalen erschienen waren. Bor» »»»»serm festlich geschmückte»» HanS, das den Treffvnnkt bildete, ging es hinunter zu»»» Rhein. Ans Motorbooten fuhren »vir unter den Klängen einer Musikkapelle nach Godesberg zum Rheinhotel Dreesen. Rach de»»» Kaffee »vnrde fröhlich getanzt. Beim Souper begrüßte i.a.B,Alexander die Gäste, bei der den Abschluß der Peral»sta!tnng bildenden sehr lustigen Da»»»enk»»eipe hielt Ikenberg in launigen Worten die Damenrede. In fröhlichster Stimmung filhren wir nach Bonn zurück, »vv an der LandnngSstelle bei nnserer Ankunft noch ei»» Feuerwerk abgebrannt »v»,rde. Wir diirfen mit besonderer Befriedigung auf den Verlauf deS Festes zilrückblicken, »veil es »»ach langen Semestern die erste Dnmenfestlichkeit war, die »vir in diesem Stile abhielten Einige Tage später verlies; r»»»s einer »»»»serer Bundesbrüder, um eine lltügige Festungshaft zu verbüken. Mii dem üblichen stlldentischen Humor wllssten wir nnS über die Situation hinwegzusetzen. Auf einem Leiterivageu, dem z»vei Bundesbrüder vvrausritter», brachten wir nnsern in einem Sträsliugsauzng gekleideten und au Händen n»»d Füßen gefesselten BnndeSbruder na»h zweistündigem Umz»lg dl»rch Bonn zur Bahn. Der llmzirg erregte allgemeine Heiterkeit. Die Semesterschlußtueipe, die am 20.Ii»li stattfand, bildete d»»rch ihren würdige»» Verlauf ei»»er» schonen Abschluß des Semesters. Zahlreiche KartellundBundesbriider und sehr viele Bonner Philister »varen »»»»serer Einladung gefolgt. I. a B. Alexander dankte de>» Gäste»» fiir ihr Erscheinen n»»d »vidurete dann der Tendenz des Verbandes einige Worte. Er wies t»ach, »vie ans völkerpstlchvlogischen Momenten die heutige Vage des Judentums zu erklären sei, und »vie ans den gleichen Momenten aber auch die Znknnst den» Indent»»,n ein günstiges Geschick - d. i. die »»»»bedingte Anevkennnng sei,»er Werte nnd seiner Anhänger — bringen miisse. Des »veitere», freute es uns besonders, daß die Philister durch herzliche Worte »viedernm ihr I»»teresse für uns und nnsern Verband beku»»deten. Großen Beifall »md große Heiterkeit erregte a»»ch eine von de»» Füchse»» angefertigte "Bierzeitung. In den Fnchse»»stnnde»l »vnrden im vergangenen Monat »mter Anwesenheit zahlreicher Bundesbrüder folgende größere Vorträge gehalten: „Christliche und stidische Ethik"; „Spuren der Ghettozeit in» modernen Judentum". Im ersten Bortrag »v»»rde an Hand zahlreicher Beispiele nachgewiesen, daß die Ethik des Judentums ebenso erhaben, wenn nicht noch erhabener sei als die des Christentums. Der z,veile Vortrag führte den Beiveis, daß eine Unmenge Merkmale der »noderuen Inden »licht Rasseneigentümtichkeiteu, sondern d»»rch eine eigentümliche Entwicklung entstanden feien. "Rach eine»»» feuchtfröhlich verlaufene»» Frühschoppen auf dem Hanse verließen die Bundesbrüder Bonn, alle in den» Bewußtsein, ein gennßm»d erfolgreiches Se- »»»ester erlebt zu haben. Wieder hat es sich gezeigt, weiche Anziehungskraft der Rhein mit seinen Bergen und Burgen ans den ju»»gen Ltudemen a»»sznübcn vermag. Wir hoffen, daß auch in» ko nullenden Semester zahlreiche Bundes- oder Kartellbriider Lust »md Neigung haben, nnsere schöne rheinische Universität kennen zu lernen. Die F. C. setzt sich z»»san»n»en: Walter Blank X, F. W., Max Rosertthal x x, K.W., Kurt Alexander x x x, S. W. Briefe, Geldsendungen »uw. sind zn richten an fand. inen. Walter Blaut, Bonn, Rosenstraße 14. Das Wintersemester beginnt Freitag, den 17. Oktober, um »'/, h. t., mit einem Dämmerfchoppen auf der „Kaiserhalle". Saxo-Bavaria. Am 21. Juli fand nnsere Semester- Schl»»ßk»»eipe unter Beteiligung zahlreicher Philister »md Kartellbrüder tut „Karzer" des Thüringer Hofes statt. Offiziell schlosse»» wir »»user drittes Semester am 22. Juli mit einem recht gemttllicheu Frühschoppen im Thüringer Hof. Kurz vor Ende deö Semesters unternahmen wir in Couleur eine vergnügte Autofahrt nach Merseburg, wo »vir gemeinsam mit »niser»» Hallenser Kb. Kb., einer Eitlladlmg der Familie Taitza folgend, in lrtstiger Stimuitlug datz bestandene Phrisikmu »»»»sereS Bdbrs. Taitza feierten. Sodann verließ »»ns auch leider unser GründungSphilister A. H. Engel, der allen ein guter Bundesbrüder l»r»d der Berbindllng ein eifriger Förderer »var. Auch unser,», scheidende»» K. B. Stein sagen wir herzliky Lebewohl. Dank einer Spende des Zentralverei»»S „Deutscher Staatsbürger jttd. Glaubend" ko»»nteu wir den Grundstock legen zu einer Verbindi«ngsl>ibliothek. A»»ch an dieser Stelle spreche,» wir nochmals »»»»fern herzlichsten Dank auv. Rezipiert rv»»rden: V. Dessa»»er und Heim. Inaktiviert »vnrde: R. Sachs. Beurlaubt iv»»rden: Desfaner auf l Semester nach Tübingen u»»d Herschfeld nach Freiburg. Die Ferienchargen sind folgender,näßen verteilt: A. Weinberg sx,F.M.) F.C. x, B. Taitza i x x x) F. C. X, A. Stein (xxxl F.C. xxx. Briefe an A. Weinberg, Leipzig, Haertelstr. 111. Geldsendungen an B. Taitza, Merseburg. Das neue Se»»»efter beginnt am Dienstag, den 14. Oktober, mit einem Frühschoppen, 12 K.o.t., im Thüringer Hof. Schon jetzt lade,» wir alle Verba»»dvbrttder ein, am Tage der Einweihung des Völkerschlacht-Denkmals z»»r Teil»»ah»»»e an den Feierlichkeile»» nach Leipzig zu kvinulen. Wir möchten nicht »mr besonders jüngere Bundesbriider bitte,», in »mserm liebe«» Lipse im nächsten Semester z»» studieren, sondern alle K. C.er mrsforder»», ans vaterländischen» I,»teresse an» 18. Oktober einer Feier beiz»,,vvhnen, die besonders von der Studentenschaft aller deutschen Hvchschltlen zn einer erhebenden Kundgebung genmcht werden soll. A. Weinberg. Biadrina-Darmstadt. Der Schluß des Sommersemesters brachte ein in der Geschichte der Verbindung bedeutungsvolles Ereignis. Am 5. Juli setzten wir als