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KC-Blätter · 1913-09-01 · Heft 12 (1.9.1913) · p. Seite 239

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 12 (1.9.1913)
Date
1913-09-01
Page
Seite 239 (sequence 19)
Language
German
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239 Oetker die ^fvnßc der Beteiligung des LnienelementS in der Strafrechtspflege. Der Aufsatz bringt eine klare und umfassende llebersicht über die in der letzten Zeit viel erörterte Frage. Im (>. Hauptstück »vird der Parlamentarismus in theoretischer Farm behandelt. Mcndelsoh»»- Barthold») behandelt die »nichtige Frage, ob den» Ei»»- oder Ztveikau»»ners»iste»»» der Vorzug zu geben sei. Aus dem II. Band interessierten den Referenten besonders die Abhandlungen über die politischen Parteien in Deutschland. Den steigen eröffliet hier der Historiker v.Below über Deutschkonservative und Reichspartei. Ich verrveise hier insbesondere mi.f Seite 0, Anm. 5 b, »vo Belorv die Iudensrage, wenn auch nur kurz, »vürdigt. ES folgt da»»'» der beka»»nte Gladbacher Pfarrer ^»»dlvig Weber, der das Parteiprogra»»»»»» der Christlich-Soziale»» k»»rz »viedergibt. lieber die Zentrunlspartei schreibt Iustizrat Bnche»»»-Cöln. Jnteressnilt si»»d insbeso»»oere die Ben»erk»»ngen (Ba»»d N, Seite 19s über den ko»»sessio»»ellen Charakter der Zentrnnlspartei. DieÄ!ntiv,»aUiberale»l sind vertreten durch ihren Führer Bassermann, der aber außer der Geschichte der Partei nur einen A»»szng a»»S de»n Progra»»»»»» bringt. Es folgt dann der lÜnksliberaliSmus, dessen Werdegang und dessen Einigung Stoimib Haußman»» eingehend darstellt, lieber die Sozialdemokratie handeln die nächsten Aussätze, und zivar schreibt der bekannte Landtagsabgeordnete Paul Hirsch über die Entlvicklung dieser Partei, »vährend Eduard Bernstein den Revisionisinlls »»nd feine Stellung zu der Sozialdenlvkratie beleuchtet. I»n folgenden 35. Abschnitt finde»» sich in seltener Einigkeit die Aufsätze über die „wirtschaftlichen Bü»»de". Der Vorsitzende des Bundes der Landwirte, von Wangenheim, teilt kurz das Progran»»»» der Bereinigung mit, deren Vorsitzender er ist. Ä licht ganz der Wahrheit entsprechend dürfte der folge»»de Satz (Band II, Seite 61) sei»»: „Ebenso wie aus wirtschaftlichen» »n»d politischen» Gebiet s»»cht der B. d. L. a»»ch a»»f konfessioneller»» Gebiet versöhnend und au^aleicherid z>» »virken, indem er überall dieseniaen Momente hervorhebt, lvelche die Gegensätze altszugleichen geeignet sind." Es folgt dann ein Aufsatz über den Bauernbund von Di'. Israel und schließlich gibt Oberbürgermeister Knobloch ktirze Aufklärung über den .Hattsalntnd. Hier hätte ich etrvas anderes als den bloße»» Abriß des bekannten Progra»n»ns errvartet. In de»»» nächsten Hauptstück »vird vv»»»Staatsha»»shalt gesprochen. Ich »veise auf den klar disponierten u»»d sehr übersichtlichen Aufsatz von Geh. Regierungsrat Dr. Wolfs über die öffentlichen Abgaben in Deutschland hin. Wolff versteht es, auf etlva 20Seiten dieAbgabenslfftemedes Reichs und aller Bundesstaaten kurz zu charakterisieren. Aus der Fülle der folgenden Aussätze sei dan»» hingerviesen auf die Abhandlung von Schwarz über die öffentlichen.Kredite. Dieser Aussatz bringt ein reiches Zahlenmaterial, welches das staatliche »n»d kon»»n»maleKreditlvesen ausgezeichliet erlä»»tert. 5lud) der folgende Aussatz von den»selben Verfasser iiber den Kurs der deutschen Reichs- und Staatsanleihen ist a»»ßerordentlich i»»1eressant. Gerade in der jetzigen Periode des »virtschaftlichen VI iederganges empfiehlt es sich, ei»»e derartige Abhandlung zu lese»», im» sich einmal über die Gründe und Ursache desselben klar zu »verde»». Der 49. Abschnitt handelt von Bankr»nd Börsemvesen. Die Ailssätze von Breit und von Rießer bieten viel interessantes Material. Sehr »vichtig sind die Ausführungen von Rießer (Seite 331 ff.) iiber die Gefahren der Bankkonzentration in Deutschland. Das 11.Hmrptstück handelt von sozialen Fragen und bietet eine Ällenge Material. Meiner Ansicht nach »väre es hier wohl am Platze geivesen, daß Weißler in seinem Aussatz über die Rechtsamvaltschaft etivns eingehender aus die Frage ei ngegangen »väre, welche die deutsche Rechtsan- »valtschaft seit den letzten Jahren be»vegt: Die Eillsühritng des nnrnerns clausus. Diese Frage sollte »»ran nicht mit zwei Sätzen erledigen, wie Weißler es tut (Seite 460). Die Reform der deutschen Sozialverficherung beha»»delt Stier-Svnrlo tn einem längeren Aussatz. Die Reichsversicherungsordnltng ist hier atlssührlich dargestelltdie llebersicht über dieses große, leider zu schnell verabschiedete Gesetz ist vorzüglich. Das interessante Problem der Arbeitslosenversicherung, das in den letzten Wochen den Zweckverband Groß-Berlin und die Sozialdemokratie besonders beschäftigt hat, »vird von Schanz ei»»er Würdigung unterzöge»». Interessant ist besonders der Hi»»weis auf die in England eingesührte Z»va»»gsversicher»mg (Seite 514). Der 59. Abschnitt hairdelt von Prävention und Repression gegenüber Schädlingen der Gemeinschaft. Ich »veise hier insbesondere aus den Aufsatz von Liszt über die Strafrechtsreform hin. Diese Frage steht für den Juristen zurzeit im Vordergrulkd, da ja die Strafrechtskommissivn über den Entlvllrf eines ne»»en Strafgesetzbuches zurzeit noch arbeitet. Für den Juristen ist dar»,» »veiterhin interessant Abschnitt 63 in dem Wach, über die Reform des Rechts Unterrichts sich verbreitet. Bemerkensivert ist ferner im folgendenHauptstück der Aussatz dcÄ Pros. Bernhard über die preußische Polenpoutik. Ich weise insbesondere

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