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KC-Blätter · 1913-09-01 · Heft 12 (1.9.1913) · p. Seite 240

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 12 (1.9.1913)
Date
1913-09-01
Page
Seite 240 (sequence 20)
Language
German
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240 auf Seite M2 ff , tuo ^Bernhard belnerkenswerte neue Bvrschläste bezüglich der Enteignung von Pvlengrundstttcken macht. Der 7 l. Abschnitt verhält sich über Heer und Marine, während der letzte Abschnitt einen Ansblick ans die Politik anderer Länder gestattet. Großbritannien, Frankreich, Rußland, Oesterreich- Ungarn, Italien, Amerika, Japan, China werden hier beleuchtet. Auch das Problem der Balkanstaaten und der Orientkrisis ist zum Schlüsse von Uebersderger und Wirkt) zum Gegenstand zweier Abhandlungen gemacht worden. Im lepten Abschnitt behandelt Zorn die internationale Schiedsgerichtsbarkeit und die Idee des ewigen Friedens. Dieser kurze Abriß über den Inhalt des Werkes bietet nur annäherungsweise einen Einblick in die Bedeutung des Handbuches.' Jeder Gebildete, insbesondere auch jeder Akademiker sollte dieses Buch in seiner Bibliothek besitzener wird es oft benutzen und immer schnell orientiert sein. Das Werk eignet sich deshalb auch vorzüglich zu DedikationSzwecken, denn jeder junge Student kann sich leicht und schnell über fragen unterrichten, die ihm, ganz gleichgültig welcher Disziplin er angehört, sicherlich während seiner Studienzeit mtsstoßen werden. Mit Recht hat man daher das .Handbuch der Politik als .Standard Work“ bezeichnet. Dr. Richard Rosenthal, sRh., Fr.-Gh.), Rechtsanwalt, Duisburg. Verbands-Nach richten. Da K.C.-Adreßbnch INA gelangt ln wenigen Tagen an die Verbandsbrüder zur Versendung. Wie die bisherigen K. C. Adreßbücher enthält es drei Teile: ein alphabetisches Verzeichnis sämtlicher Mitglieder des K. (£., ei» Verzeichnis der M. C. Korporationen und iljm* Mitglieder und schließlich ein nach den Städten geordnetes Verzeichnis der M. C. Viitglieder. Infolge des außerordentlich starken Anwachsens des Verbandes tut lebten Inlire ist der Umfang des Adreßbuches erheblich gestiegen. 4)ei der .Zusammenstellung ivnrde die Redaktion in dankenswerter Weise durch die Aktivitas der Viunin tmterftiitzt. Thuringia. Von» I<i. bis Ist. Jitni feierte die Breslauer Smdentenschast die hundertjährige Wiederkehr der Besreinngstriege. Viele auswärtige und ehemalige Studenten eilten herbei, um in würdiger Weise die Feierlichkeiten z»l begehen, lltisere Verbindung beteiligte sich daran bei allen Veranstaltungen. Am Montag, den 11». Juni, fand abends ein Fackelzug statt, vom Schloß ausgehend hinans zum großen Kuppelbau jener Riesenhalle, die ans VreSlairS IahrhundertanSfteltnng errichtet wurde. Im Anschlttß an den Fackelzug fand in der Kongreßhalle der Ausstellung eü» allgeineitler Begrußungsabend statt. Der ziveite Tag brachte nnS einen FestaktnS in der 'IubiläumShalle. Imposant war das Bild, das sich dem Beschauer bot: links und rechts des PodinmS die Chargierten tu Wichs mit Fahnen, die Riesenhalle bis auf den letzten Platz anSgesüllt mit bunten Mützen. A»n Abend des ziueiten Tages vereinigte nnS ein großer FestkvmmerS im Saale des Schießwerders, nachdem wir »t>lS vorher im Hnuptrestaurant zu einem gemütlichen Dämmerschoppen versammelt hatten. Der Mitttvoch brachte nnS den Tag über rnehrere interne Veranstaltungen, am Abend eine Festaussührung von Kleists Hermannsschlacht, wobei die einzelnen Rollen von Studenten und Studentinnen gespielt ivurden. Den Höhepitnkt der ganzen Festlichkeiten brachte uns der Donnerstag. In drei großen Sonderzügen fuhr die Breslauer Studentenschaft hinaus nach Rogan, an jene Stätte, wo vor hundert Jahren die feierliche Verpflichtttng der Liitzoloschen Freischaren staitgesunden hatte. In derselben Kirche, in der 1813 die Einsegnung der i»,S Feld ziehenden Jünglinge erfolgte, hielt der Rektor eine längere ergreifende Ansprache. Die schlichte Dorskirche, angefüllt mit bunten Mützen und Fahiten der Chargierten, ein solch buntes Bild sah die .Kirche in den letzten hundert Jahren wohl noch nicht. Von Rogan girig's per Eisenbahn nach Lobten. Hier entivickelte sich bald ein bewegtes studentisches Leben, überall bunte Mützen, überall ^tndentengruppen. Bierlokale, „das Cast: von Lobten". überall gedrückte Fülle, Iutrinken, stlrsnng und Lachen. Rach Tisch beivegte sich ein langer .jug hiltans;ur Bismarcksäule, hinauf auf den Engelsberg, um desjenigen zu gedenken, der das große Befreiungswerk fortgesetzt und festgefügt hat. Punkt st Uhr begann der .'»nbtenkommers auf den» Blarkt. ES war gut, daß die vorsichtige Stadtverwaltung rings herum Perschläge hatte anbringen lassen, sollst rvären »vvhl die Herren Studenten von JobrellS Jugend zerdrückt worden. Wie eine Mauer standen die ^obtener Philister und konnten sich nicht snttsehen an dem farbenprächtigen Bilde und dem frohen betriebe. Als (Gegenstück taten auch die Studenten den Jobtenern, speziell ihren Branereierzeugnissen, alle Ehre an, und iver während der spaten Abendstunden auf dem Markt schlenkerte und die leeren Bierfässer betrachtete, der mag wohl manchmal über den Durst der helrtigen Jugend den Kops geschüttelt haben. Außerordentlich freute es uns, bei dem Kommers in Jobten eine Reihe "Alter Herren begrüßen zu können, die nach des Tages Arbeit im Auto hinansgeeilt waren, um mit uns zn feiern. Speziell hat uns der Besuch des Herrn Kartellbruders HauSdorff erfreut, der als einziger der alten Breslauer Biadrianen an den Jubilüulnsfeierlichkeiten teilnahm. A«n Freitag vereinigte uns eilt Frühschoppen auf der Liebichshöhe. Bavaria. Mit Sturmeseile fliegt die ^jeit dahin; knuln daß das Semester begomlen, hat es wieder sein Ende erreicht; kaum daß man sich recht befreundet, muß man sich wieder für kürzere oder längere ^cit trennen. Würdig hat sich das Semester den früheren nngeschlossen; nach außen ist die gute alte Stellung der Verbindung gewahrt »vordeil, innerhalb der Korporation hat ein enges, echtes Fretntdschaftsband die BundeSbrüder geeint zu eifriger Arbeit für unsere Tendenz, zu fröhlichem Jugendfrvhsinn und echt studentischem Leven. Was soll man immer wieder all die Vorzüge unseres Alt-Heidelberg hervorheben, was soll man immer wieder die herrliche Umgebung preisen mit ihrem rauschenden Strom, ihren int schönsten Grün

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