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KC-Blätter · 1913-09-01 · Heft 12 (1.9.1913) · p. Seite 237

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 12 (1.9.1913)
Date
1913-09-01
Page
Seite 237 (sequence 17)
Language
German
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237 Der Kösener Pfingstkongreß der deutschen Korps. Deir wichtigsterr Beratungsgegenstand bildete eine interne Angelegenheit, nämlich die Umgestaltung des Verbandsorgans Die „Deutsche Korpszeitung", die an Stelle der bisherigen „Akademischen Monatshefte" erscheinen soll, wird nunmehr als Halbmonatsschrift herausgegeben. Die neue Zeitschrift berichtet, das; man schon lange erkannt habe, das; die frühere Form und Erscheinungsweise des Korpsorgans den heutigen Ansprüchen nicht mehr genüge. Die neuen Hefte der Zeitschrift erscheinen in erheblich kleinerem Umfange, da die Korpsmeidungen fortgefallen fttib; sie repräsentieren sich aber in vornehmer und geschmackvoller Ausstattung. Bisher war der Schriftieitung verboten, über Fragen nicht korpsstudentischer Art zu schreiben oder etwas über aktuelle Fragen zu bringen! Diese Schranken sind jetzt fortgefallen, damit der Inhalt deS Organs reichhaltiger und illteressanter werde. Der Preis ist aus Mk. 4.60 für daS Halbjahr festgesetzt. Der Bezug ist für die Aktiven und Inaktiven obligatorisch und soll den Alten Herren dringend empfohlen rverden. — Der gleichzeitig tagende Abgeordnetentag alter Korpsstudenten erledigte die viel diskutierte Frage der „Beschafsnng geeigneter Räumlichkeiten in Käsen" durch Genehmigung des Vertrages mit dem Wirt des „Mutigen Ritter". — Ein Antrag über eine Massenpetition lvegen der ungünstigen strafrechtlichen Beurteilung der studentischen t Mensur wurde mit Rücksicht aus die gegenwärtigen politischen Verhältnisse vertagt. — Andere Anträge mutzten wegen der „ungünstigen Kassen- Verhältnisse" des Verbandes abgelehnt werden. * -r- * Die Deutsche Burschenschaft tagte zum 32. Male vom 1 l. bis zum l4. Mai in Eisenach. Zunächst wurde die „Frisia" in Göttingen, eine der ältesten deutschen Studentenverbindungen, als renvncierende Burschenschaft ausgenommen. — Es wurde ferner die Herausgabe von Burschenschafterlisten beschlossen, welche die Mitglieder der drei burschenschastlichen Verbünde lder Deutschen Burschenschaft, des Rüdesheimer Verbandes deutscher Burschenschafteu und der Burschenschaft der Ostmark) enthalten soll. — DerBurschentag trat dein Deutsch-akademischen Bund für Leibesübungen bei. — Die Jahrhundertfeier der Deutschen Burschenschaft im Jahre 1915 will die Deutsche Burschenschaft gesondert von den beiden anderen burschenschaftlichen Verbänden feiern, ein Beschlutz, der zeigt, daß die Einigkeit der Verbünde nicht sehr groß ist. — Den bedeutsamsten Teil der Tagung bildete die Genehmigung des Marburger Abkommens der vier Verbände mit Bestimmungsmensur. Die Abänderungen, die beschlossen wurden, sind meist unwesentlich. Bemerkenswert ist nur die Einleitung, die ztl den Marburger Beschlüssen den übrigen Verbänden vorgeschlagen und von diesen auch angenommen wurde. (Vergl. S. 243.) Schließlich wurde noch für die Gründung einer Burschenschaft in Frankfurt a. Main ein Beitrag von 3000 Mk. ausgeworfen; falls das Verballdsvermögen nicht ausreicht, soll zu diesem Zwecke von jedem immatrikulierten Mitglied ein einmaliger Beitrag von 1 Akk. erhoben werden. * * -k- Die Deutsche Landsmannschaft hielt ihre Tagung in Kvburg ab. Die bisher renvncierende Landsmannschaft „Wartburgia" wurde in den Verband ausgenommen. Der Kongreß beschloß die Beteiligung an einer Huldigung beim Regierungsjubiläum unseres Kaisers und an der Einweihung des Vöikerschlachtdenkmals. Dagegen kam ein Beschluß über die prinzipiell bedeutsameFrage der Ausnahme vonLandsmannschasten an technischen Hochschulen und über die Aufnahme von zwei für die neue Universität Frankfurt a.Main gemeldete« Korporationen nicht zustande; die Weiterbearbeitung der Fragen wttrde Unterverbänden übertragen. * * * Der B.C. konnte ans seiner diesjährigenTagung 5 Turnerschasten ausnehmen: „Allemannia" in Berlin, „Borussia" in Jena, „Mündenia" in Gättingen, „Barescia" in Leipzig und „Wittelsbqch" in München, während das Austrittsgesuch der „Frisia" in Berlin genehkvigt wurde. Besonders bemerkenswert ist der Beschluß, daß innerhalb des B. C. Kartelle und kartellähnliche Zusammenschlüße untersagt sein sollen. * * * Der 30. Bundestag des A. D. B. ist in diefemIahre in Frankenhausen zusammengetreten. Die Renonce-Bnrschenschast Ghibellknia in Karlsruhe wurde endgültig in den Verband ausgenommen. Ferner wurden die „Teutonia" in Frankfurt a.Main und die „Askauia" in München ausgenommen, während die Beschlußfassung über die Aufnahme der „Vandalia" in Jena vertagt wurde. Die Ausnahme der österreichischen Burschenschaft „Saxonia" in Prag wurde abgelehnt, wobei „als trennend besonders die vollzogene Politisierung der österreichischen Verbindungen und das Festhalten der dortigen Burschenschaften an der Bestimmungsmensur" hervorgehoben wurde.

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