KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1912-1913
- Issue
- Heft 10-11 (1.7.1913)
- Date
- 1913-07-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
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(Stubium der jüdischen Geschichte), die die Liebe zum Judentum stärken. Wenn »vir dagegen erhaltend und erbauend int Sinne des Jttdentnms wirken »vollen, dann müssen wir lmsere Mitglieder mit alle»» Äittstzeug versehen, um im späteren Leben Vorkämpfer jüdischer Interessen sein zu können. 2. Wenn wir ans dem Standpunkt stehen, das; nur der point d’honneur maßgebend für uns sei, dann können wir darüber hinwegsehen, wenn K. C.er ihre Kinder nicht dem Judentum zu führen. Gerade die- > fer Punkt harrt in dem einen oder anderen Sinne der unbedingten Entscheidung. Ich «lochte bei dieser Gelegenheit meine persönliche Ansicht zum Ausdruck bringen, das; jeder ohne Ausnahme, der seine Kinder nicht dem Judentum zuführt, aus imseren Reihen auSscheiden lllns;. Das; K. C.er, die sich selbst als Dissidenten erklären, nicht bei unS bleiben können, ist wohl in letzter Zeit uns allen zur Klarheit geworden. Es gibt noch viele Punkte, in denen diese theoretische Erörterung ihren praktischen Ausdruck findet. Nachdem ich nun sachlich die beiden Richtungen in der St C.-Tendenz dargestellt habe, möchte ich meine Ansicht dahin präzisieren, das; ich in der K. C -Tendenz einen Kampf für das Judenturn, zur Erhaltung lind Stärkung des Judentums erblicke. Ich möchte auch »licht verhehlen, daß ich gla»lbe, daß eine Ablvehrrichtung allein, die im studentischen Leben rvenig praktischen Ausdruck findet, aus die Dauer nicht genügende Zugkraft besitzen »vird, das; der Idealismus unserer jungen K. C.er einen mehr positiven Inhalt erhalten roill llnd muß. Ich befürchte, daß der K. C., wenn er nicht in positiver Entwicklung fortschreitet, allmählich verflachen wird. Daher glaube ich, daß die positive Richtung die allein lebensfähige im K. C. sein lvird. Wir dürfen auch nicht vergessen, daß die K. C.-Verbilldnngen von vornherein auf einem positiven Boden gestanden haben. Dies ergibt sich aus dem Inhalt des Griilldlingsaufrltses der Biadrina und daraus, daß wir die Hebung des jüdischen Selbstbelvnßtseins, die Erziehung zu selbstbewußten Juden von jeher propagiert haben. Hätte der K. C. nur Menschen erziehen wollen, die alls Trutz im Momente des Angriffs ihr Lager nicht verlassen wollten, so hätte er in sein Programm nicht die Erziehung zn selbstbewußten Juden sondern lediglich zu honorigen Menschen aufnehmen müssen; Selbstbewußtsein ohne eine positive Grlmdlage, ohne einen Stolz auf den Gegenstand des Selbstbewußtseins, ohne überzeugte Erkenntnis seines hohen Wertes ist undenkbar. Andererseits wäre es zwecklos, einen großen für den Eilizelnen opfervollen Kampf in die Wege zu leiten, wenn durch ihn im letzten Ende lediglich ein Aufschub des Untergangs des deutschen Judentums tim einige Jahrzehnte, nicht aber die Erhaltung des Judentums bezweckt würde. Ein Trotzjndentlnn, daß ich als Abwehrbewegung bezeichnete. lvird nie imstande sein, erhalten lmd erstarkend für das Judentum zu wirken; viele in unseren Reihen führen den opfervollen .Kaillps für das Judentum aus Liebe zum Jlldentulll und kämpfen für die K. C.-Tendenz lmd für die liebgewordenen Farben unserer 5k. C.-Verbindungen in dein Sinne, um das JudentlMl zu stärken und zu vertiefen, nicht aber, inn auf das Niveau eines Abwehrvereins oder eiller Vereinigung 511 geselligen Zwecken herabznsinken. Zweck nleiner Zeilen soll es nicht sein, eine Agitation für eine bestimmte Ansicht zll treiben, sondern einzig llnd allein die Meinung meiner Bundes- und Kartellbrüder 51t hören. Ach hoffe und lvünsche daher, daß sich an diese lvenigen Zeilen Erörterungen über lmsere K. C.-Tendenz anschließen lverden. In allernächster Zeit wird lms lvohl die Frage der Weiterentivicklung unserer K. E.-Tendenz beschäftigen müssen. Es lvird notlvelidig sein, daß »vir uns zur Klarheit dllrchringen Mld der Gesamtheit des St. C. zur Klarheit in dieser Frage verhelfen. Selbstverständlich können beide Richtungen im 5k. C. vertreten sein, aber bezüglich der praktischen Frage nulß eine Entscheidung fallen. * # * Zriburgia und v.). 8t. Uönigrberg. An» 6. Mai hatte unser x bei einer Versammlung des „Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" eine .Kontrahage mit einem eand. med. Walter Katzenellenbogen vom V. I. St. Der V.J.St.er beleidigte unser» x tätlich llnd außerdem die K. C.er insgesamt. Unser x überschickte daraufhin »vegen der tätlichen Beleidigung » s. 30' und die Verbindung wegen der Beleidigung des K. C. eine Chargensuite ». 1 5'. Unserer Behauptung, daß das Verhalten K.'s. sehr nach Provokation aussähe, wurde inl E. G. nicht widersprochen und die Forderung 8.8. 30' genehmigt. Da k. jedoch die Aeußerung betreffend denK. C. revozierte und deprezierte, wurde die Chargenforderung abgelehnt. Der Vorsitzende des E. G>, der von unserer Seite gestellt wurde, erklärte misdrücklich: „Dem Allstrage der Partie steht ja wohl nichts im Wege. Deshalb können lvir die Festsetzung des genauen Termins der Partie den beiden Fechtwarten überlassen." Wir bemerken, daß die Vertreter deS B. J.St. dagegen keinen Einwand erhoben.