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KC-Blätter · 1913-06-01 · Heft 9 (1.6.1913) · page 23

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 9 (1.6.1913)
Date
1913-06-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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uns das zur Genüge, da unsere Anfragen grundsätzlich verneint »vurden und der Unparteiische sich unserm Älkensurpersvnal gegenüber einen durchaus ungehörigen und unstudentischen Ton erlaubte: Doch seine Person ist ja sakrosankt! Weit schlimmer wurde es dann mit den Entscheidnngen der beiden anderen Unparteiischen der Wireebnrgia. Selbstverständlich verneinten auch sie alle unsere durchaus berechtigten Anfragen: Wo unsere Paukanten sich vorhiebeu, das; selbst ein Laie es sehen uutfttc, konnte der .Herr Unparteiische davon nichts bemerken. Der Parteilichkeit des Unparteiischen wurde aber dadurch die Krone aufgesetzt, das; er die Anfragen auf inkommentmäßige Haltung unserer Paukauten ohne irgend einen ersichtlichen Grund bejahte. Selbst Unbeteiligte waren über diese Art der Entscheidung im höchsten Grade ungehalten. Die Sache, die einen durchaus abgekarteten Eindruck machte, war so schlimm, daß wir in unserer letzten Partie unsern Paukanten, der fast unberührt war, im 99. Gange absührten und auf den im Komment vorgesehenen Ehrengang verzichteten. Der unstudentische Ton, das unhonorige Verhalten der Wireebnrgia während der ganzen Sllite, verbieten es uns, »veiterhiu zu einer Korporation in irgendeinem studentischen Verhältnis zu stehen, die sich derartiges erlaubt. Unsere Ehre, unsere Stellung als K. C.-Verbindnng verlangt den energischsten Einspruch gegen ein solches allen studentischen Sitten und Gebräuchen hohnsprechendes Benehmen einer Korporation bei der Austragung der Mensuren. Sv war denn auch der Konvent der Ansicht, mit einer solchen Verbindung definitiv abzubrechen und den Verruf über sie zu verhängen, was auch, wie eingangs schon erwähnt, geschehen ist. Die Verbindung im K. C. „Bavaria" A.: Willy ^öwenthal, X -i- * * Noch ein Vorschlag zur Ausstellung eines Lehrplanes für den Zuchfenunterricht im «. L. Bon cand. jur. Stuvt Alexander, Bonn, fBavariae, Rheno-Eitesiae.) Bereits in den Nummern 9 —N des 2. Jahrganges der K. (5.-Blätter sind von Kb. Iaeobovics Vorschläge zllr Allsstellung eilles Lehrplanes für unsern Fuchsemmterricht gemacht worden. Bis jept ist aber noch nichts getan, um eine solche Organisation 51t schaffen. Das ist im Interesse der Ausbildung unserer Füchse höchst bedauerlich. Denn ohne einen einheitlichen Lehrplan kann unser Fuchsemmterricht, vor allein der in der Tendenz — das Gebiet des Komments ist ja durch die Tradition bereits festgelegt — keine positiven Erfolge zeitigen. Welcher Tendenzsuchsmajor hat nicht eilie besondere Vorliebe für die eine oder andere politische oder historische Frage, die er dann besonders intensiv behandelt. Daher ist es auch zu erkläret!, das; kaum eil» Fuchs jemals den ganzen Umfang des Stoffes kennen gelernt hat. Wechselt gar ein Fuchs während der Ausbildungszeit die Kartellkorporatioti oder tritt ein Wechsel im Fuchsmajorate ein, dann zeigt sich dieser Mangel in noch krasserer Weise. Dazu konlint, daß ein jeder Verbandsbruder, der zum ersten Male Fttchsennnterricht zu erteilen hat, sich erst in die Materie einarbeiten muß, nur zu häufig ans Kosten eines systematischen Vorgehens. Daher erscheint der Vorschlag des Kb. Jacobovics als das einzige richtige Mittel zu einer fruchtbringenden Fttchsenerziehung. Um weiteres Material hierüber zu sammeln, halte ich es für das ratsmnste, daß alle die, welche aus dem in Betracht kommenden Gebiete Erfahrungen gesammelt haben, diese veröffentlichen, damit der nächste K. E.-Tag eine Grundlage hat, um gemäß des von der Nheno-Silesia bereits gestellten Antrages darüber entscheiden zu können, in welcher Weise die Aufstellung einer Methodik des Fuchsenunterrichtes an» besten erfolge. Im folgenden niöchte ich nun meine Aufsasßutg über die Gestaltung des Fnchsenunterrichtes, und zwar hauptsächlich des Tendenzunterrichtes darlegen. In Uebereinstimmnng mit Kb. JacobovieS bin ich auch der Ansicht, daß innerhalb der durch den Lehrplan — der eigentlich nur eine Anleitung sein soll — aufgestellten Schranken derIndividualität des jeweiligen Fuchslnajors ein tnöglichst großer Spielraum gelassen werde. Auch den Ausführungen über die äußere Gestaltung des Unterrichtes pflichte ich vollkominen bei. Was nun derr Unterricht selbst anbetrifft, so halte ich es für das beste, wenn der Tendenzunterricht streng vom .Kommentunterricht geschieden rvird, obwohl ich eine Trennung des Fuchsmajorates i» ein solches für Tendenz und ein solches für Komment schon aus Gründen der Disziplin nur im Notfälle gutheißen kann. Des weiteren ziehe ich einen einsemestrigen Kurs einen! ztveisemestrigen vor. Bei einer richtigen Einteilung läßt sich bei einer entsprechenden Stundenzahl s4-5 Stunden wöchentlich, je nach der Größe der Konfuchsia) das Stoffgebiet gründlich in einem Semester durcharbeiten. In der Mitte des ziveiten Semesters sollen die Brandfüchse doch bei der Rezeptionsprüfung bereits die ganze Materie beherrschen. Erfahrungsgemäß ist ferner das Interesse der Füchse bei der zweiten Durchnahme viel reger als beim ersten Malesie beteiligen sich lebhafter (aktiv) am Unterricht und

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