KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1912-1913
- Issue
- Heft 8 (1.5.1913)
- Date
- 1913-05-01
- Page
- Seite 177 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2268830-2268832-2268841--0819-2270035- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
177 der Prorektor nach der Versammlung dem Sekretär erteilt hat, den betreffenden Studierenden nniunehr umgehend schriftlich von der veränderten Sachlage in Kenntnis zu sehen, ist von dem mit Vorbereitungen zur Feier ganz besonders überlasteten Beamten ausznsühren vergeffen worden. Königsberg i. Pr., 21. April 1013. Der Prorektor Winter." Bonn. An der hiesigen Universität ist die Bildung eines Studentenfouds erfolgt. Der Fonds wird gebildet dnrch einen Seinestralbeitrag von M. ll.30, den jeder immatrikulierte Studierende bei der Qnüstur zugleich mit den Borlesmtgsgebiihren zn entrichten hat: weiter durch Schenkungeit und sonstige freigebige Zutvendungen. Der Fonds dierit z»lr llnterstupung gen,einnütziger studentischer Institule, ferner zur Entschädigung von Studierenden, bereit Kleidllngsstücke im llniversitätsgebande entwendet »verden, sowie zur Unterstühung bedürftiger Studenten Im Falle eitles außerordentlichen Bedürfnisses. Die Vertvalltmg geschieht durch ein Kuratvrittin, dem angehören der Vektor, der Universitätörichter, eilt Mitglied des Se»«ateö und vier bis fünf zu wählende Vertreter der Studentenschaft, die der Ausschuß der Studentenschaft wählt. In der letzten ordentlichen Senatssitzttttg jeden Semesters wird über die Verwaltung Bericht erstattet. I)r. med. denk. Der Biltldesrat dürste sich demnächst mit der Frage der Verleihnng des Titels l>r. med dent., soivie mit anderen Wünschen der Zahnärzte auf Grund einer ernenten Eingabe befassen, die die Verleihung dieses Titels beantragt und damit den einmütigen Wunsch des gesamten zahitärztlicheu Standes zur Geltung bringt. Alle Dozenten der Zahnheillnnde an den Universitäten und der Vereinsbund der deutschen Zahnärzte erstreben die Schaff,tilg des netten Titels. Es besteht die Hoffnung, daß die zuständigen Stellen im Reich lind die Eitizelregiertlilgen den dringenden Vvrstellnngen der Zahnärzte nnumehr lOehör geben »verden. Die Verleihung des Titels l)r. med. dent. soll erfolgen auf Grund einer Dissertation und eines Eramens entsprechend den sonstige»» Titelverleiht,itgen. Die Stellung der Fakultäten der Universitäten zn der Frage der Titelverleihung ist in ihrer Mehrzahl gleichfalls der Verleihung des neuen Titels günstig. Ein Teil der Fakultäten steht der Angelegenheit noch abwartend gegenüber, mid nur ivenige haben sich dagegen ausgesprochen. Während die Schaffung des Titels Dr. med dent. eilt Recht der Krone darstellt und von dem LandeSfürstett veranlaßt wird, würde die Frage der Hinznfügnng eines iveiteren achten Stlldiensemesters zu den bisherigen sieben von den Beschlttffen des Bnndesrates abhängig sein. Studentenherbergen in den Alpen. Fm letzten Jahre sind von Straßburg aus (Akad. Tonristenklub in der Schiveiz und Oberitaliens zahlreiche Studentenherbergen gegründet worden, ähnlich ivie dies durch den D. u. O. Alpenverein für die deutschen und österreichischen Alpengebiete schon längere 'seil geschehen ist. In den Studentenherbergen des D. »». O. Alpenvereins sind die HerbergSwirte verpflichtet, auf die Rechnnng bei Vorweis der Legitimation einen festgesetzten Rabatt zu gelvähren, während in den Schweizer Studentenherbergen bei Vorweis der Legitimation (beim Eintritt ins Gasthaus) ein durch Vertrag festgelegter ermäßigter Preis für Nachtlager und Verköstigung eingehalten werden muß. Hier weiß also der Student vor Antritt seiner Wanderfahrt getrau, was er überall z»l zahlen hat, während die andere Art den Vorzug hat, daß der Wirt im voraus »licht weiß, daß er einer» Studenten vor sich hat. Berechtigt LurBenutzungder Studentenherberge ist jederStudierende einer Universität oder sonstigen Hochschule von Dentschlattd, Österreich und der Schrveiz, soivie die Schüler der drei obersten Ulassen. Die Ausrveise sind von den Sektionen zu beziehen. Köln. Zeitung. Die vier großen schlagenden Verbände au den deutschen Universitäten zählte»» im vergangenen Wintersemester: D. B. studierende Mitglieder, D. L. 2032 .Sh <5. (£. 2007 „ V. (£. 25574 so daß die vier schlagenden Verbünde .looiij studierende Mitglieder unb annähernd 43000 alte Herren vertreten. Breslau. Gründung der ersten reichsdeutschen Borklinikerschaft. sJfndj den Erfolgen, welche die.Klinikerschaften sämtlicher Universitäterl durch einmütigeö Vorgehen erlangt hatten, machte sich unter den vorklinischen Set»restern der Friedrich Williel>»»-Universirät Breslau eine starke Sirörnttttg gelretrd, die d»»rch engeren Znsamnienschlnß aller reichsdeutscherr Vorkliniker Aussprache über genteinsame Interessen und deren Wahrung ertnöglichen soll. Am 27. Februar kain es in einer sehr zahlreich bes»»chter» Bersarnmlnng von Vorklinikern unter lebhastern Beifall z»rr Gründung der ersten reichsdeutschen Vorkl»r»ikerschaft. Freiburg. Die schlagenden Verbände (D. B, D. L., K. S. E. und V. E.s sind in Verhandlltnge»r rvegen Bildung eines Wnffenringes eingetreten, deirr sich voraussichtlich auch die schrvarze schlagende Verbindung „Albinaia" und die4lestimmlr„gsechtendefreieSättge»srt»aft„Wettn»a" anschUeßen rverden. Halle. Rachden» in» vorigen Senrester der 5k. S. C. a»»s den» allgemeinen Stltde»»tettatrsschnß allsgetreten, haben „unlllehr auch die anderen schlagenden Verbände (D. B., D. L. und V. E.) ihren Austritt erklärt. Studentinnen an deutschen und französischen Universitäten. Die deutschen Unlversitäten, an denen weibliche Studenten ja erst seit kurzer Zeit amtlich zugelassen sind, stehen, »vas die Zahl der Studentinnen betrifft, beträchtlich hinter den französischen zurülk. An dem Gesaintbesuch genressen, ist das Verhältnis (für 1012) 4-5 Prozent in Deutschland zu 0,8 Prozent in Frankreich. Dieser Berechnung liegen Statistiken des französischen Unterrichtsministeriums und der Revue internationale de IViirteijm^ment «nperieur zugrurlde. Zlfferlttttäßrg ist der Unterschied, weil die Zahl der Studenten in Deutschland größer ist als in Frankreich, nicht so beträchtlich, denn es stehen (für 1012) 27l»3 Studentinnen in Deutschland der Zahl von 4030 in Frankreich gegenüber, wobei zu berücksichtigen ist, daß die Vermehrung in Deutschland seit 1008 stark fvrtschreitet, »vä'hrelld der .suivachs in Frankreich weniger beträchtlich ist. Außerdem kommen in Detitschland nocfj 1700 Hörerinnen hi»;u, über die nähere Allgaben in den französischen Statistiken fehlen. Die Verteilttng der iveiblichen Hörerinnen a»»s die verschiedenen Fakultäten ist in beiden Mündern gleich. An erster Stelle stehen in Deutschland die philosophischen Wissenschaften (mit 1300), in Frankreich die kneuilS de» lettre» (mit 2211). Dann folgen in beiden-Ländern: Medizin imb Naturwissenschaften. Vor allein in Deutschland ist das zunehmende Interesse der »veiblichen Studenten für Mathematik und Naturtvissenschasten belnerkenötvert. Sehr geringe Zahlen lveisen die Rechtswissenschaften und Chemie auf. Gege»»über den Verhältnissen in Frankreich fällt den französische»l Statistikern