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KC-Blätter · 1913-04-01 · Heft 7 (1.4.1913) · p. Seite 162

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 7 (1.4.1913)
Date
1913-04-01
Page
Seite 162 (sequence 14)
Language
German
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OYßMtifieYten und luiYfmißöüoUcn Tagung über die g'ennuute Frage Yechuen kann. Die Konferenz selbst wird ans Beratungen und Diskussionen bestehen, die sich um sechs große Referate gruppieren. Zu diesen sind bereits Fachleute gewonnen. Außerdem. sindet eine studentische WohnitligsauösteUttttg und arn Abend eine große AkademiterveYsaitttttlung statt.;\ux Konferenz werden ein* geladen die Hochsrhnlbehördcn, 2tnde»rtcnschmten und Int?Yefsentengrltppe»l sänltlicher denrschsprachliryen Hoch schulstädten. Alle Zusendnngen wollen an den Generalsekretär deS Bayerischen VandeSwotglungsvereins, München, Bnrgstrnße 4/2; gerichtet werden. Wucher- und Vlätterschau. äura aeaclsmioa. Ein Jahrbuch für alte und junge Burschen. Herausgeber l.)r. Uetrecht. Nordische BeriagS-Anstalt R. HierotlymltS. Der Baun» der Stndettleirliterntttr ist der Blüte»« übervoll. Seitdem Früchte daran reiften wie Meyer- Försters „AU-Heidelberg", Pnttl GrabeinS Jenenser Trilogie, SkowronekS „Bruder Leichtsnß", Stilgeba»»erS „Götz rafft" und »licht zu vergessen der viel mnstritkene „Hellnittt Harri«ga", hat er mehr und mehr die allgemeine Allsmertsamkeit auf sich gelenkt und nette Begeisterung für sich erweckt. Und iininer »vieder sprossen nette Blüten hervor, Fast alle namhaften Sttldentenverbültde haben heute ihre Literatur, ihre Perbandsblätter: einen geistigen Tmtlmelplatz für alle diejenigen, die das Studente,»leben die Zunge reden macht, nicht nur uni die längst abgedroschenen Phrasen des Komments weiter,ztldivschetl, sondern über die er»»steren und tieferen Fragen des Sttldentenproblenis, die mit dem Wandel der Zeilen i>nmer brennender geworde»t sind. J»nmer inehr »verden eS and) unter den Jiingeren, die unser heutiges, mit dem einen Fuße noch im Mittelalter utld mit de»n andern so ganz in der Moderne tappendes Stltdeltlelltnm anmntet tute ein Clown, der ei»» halb aus schwarzem halb ans weißem Tuche zusa»ninengeflilltes Gewand angelegt hat. Wir könne»! es mit freudigem Stolze bekennen, daß alle diese Fragen »virkltch mit frischen Augen erblickt und mit Geist behandelt »verden. Wenn aber alle Berbände schon ihre eigene Literatur haben, was braucht es daun eigentlich noch eines Jahrbuches? Der Herausgeber meint in seinem Geleitrvort, es fehle „in der Mosaik deutschen Burschetltnms ei,» Sammelwerk", ,,»'»»» Fahrbuch, das für den gegenseitigen Meinüngeu 'eine ^paUett. offtte»". Cr! Av- \V \4f ' >.;x 'Vyfv'vik Sfr -y» »•. '•'''hr*: Wie ertvähnt, wird mit diesem die Serie der Jahrbücher erst eröffnet. Man wird daher gut tun, mit einem abschließenden Urteil ttod) abzuwarten. Vielleicht sollte a»»ch erst mit diesem Fahrgange den Studenten eine .'Anregung gegeben »verden, sich zu gemeinsainer Arbeit auf einen» — hoffeirtlich neutralen Boden z»lsammen.znfi»lden. Wenn das erreicht würde, dann »väre allerdings das Jahrbuch kein zu unterschätzender Faktor in der Geschichte des de»ltjchen Stndenrenlebens, dann wäre es allerdings ein Borbote für Aura academicn. Sewald Jaff»-. Die Goldschildü. Tie Geschichte einer jüdische»» Familie, von F ri e d r i ch F ü rst W re d e. X Auflage. Verlag: Ernst Hosfrnann L Co., Berlin. Die Schristleitung fügte der glitte u»n Besprechung die Ällitteilnng hinzu, ein Teil des B»tcheö sei in» .ttiiutt- »vnrt veröffentlicht. Dies - bedeutet eine captatio bemv voltMitiue. Mir scheillt, eö bedarf einer solchen, um an der vorliegenden Erzählung künstlerische Qualitäten zu finde»». In überstürzender Folge zieht eine Menge Bilder vorüber, Episoden halten »vieder den Gang der Dinge a»»f, plötzlich (Anfang des vierten Buches) ist man ->l Jahre »veiter, aber einer» .Avniarr, geschivecge denn die Geschichte einer Fa»»»ilie, finbet man »»icht. Es »vird der Berfitch gemacht — ich kann es nur Berfltch rlentten —, die Entwictlung dreier Bellern, Enkelkinder der alten Sarah <4oldschild in eine»» kleinen böhmischen Städtchen, z», zeigen. Weder diese drei Hauptpersonen noch fouft eine der anderen ist »vahr. Alles erscheint konstruiert, kau»» daß die eine Figur des Jsak, des späterer» BarorrS, durch ihre folgerechte Durchführung ans den» Rahmen hervorrntt. Er alle»;» 'cheir»» eine»» Vorbild r»n 2eben enrnomrnen -tsviest Btoit "-e. . .. . A: -S.-. *«UV , * V. ........ •. V-* - •» en.t vv, »tub Ernnder äugen ai»ch von sensens »bre>:- ausnehmen. . . . . . .. Aber gleichwohl wird ein ^tndennm-Jahrbuch noch nicht ganz überflüssig erscheinen müssen, wenn eö nur die allererste 'Bedingung erfüllt, das; es von echtem Llndentengeist beseelt ist, eilt reiner klarer Sptegel des studentischen Gebens, wie es zurzert in Wirklich»»'»! besteht. Und da.;»» ist tviederun» nicht nur erforderlich, datz eS für Studenten, aiS vieUnehr daß es von Studente,! geschrieben »vird, denn was können uns d»e Alten sagen, was die Jungen fühlen, wer kann behaupten, das; der Bursch heute seine Welt;o sieht, rvie sie der alte Herr ehedem gesehen. . Das Jahrbuch erscheint daö erste Alal, angesullt ,n»t Beiträgen von BöYrieS Frhr. v. Münchhausen, Paul Graben», 4)r. Ss»i»»»nnk, Walter Bloen» u. a. Das; lhm solche sramen ei»»»'»» geiviffer» literarischen Wert verle»chen, der das Ganze lesenswert »nacht, ist »»nzwe»,elhaft. Ab»n: »vie jene namhaften Alttoren keinen ft»»dentische»» Ai»»»anclch brmichen, um zu schreiben, so brauchen ihn auch d»e Studenten nicht, um diese Autoren lesen zt» können. '.inu da. lun c: nt .*tcn v"»:.-nrr. ^orßlctfli gerade dafür genug iü ’ vorhanden war. as Änsin»»»'»» des jungen jüdisci.e»» Barons Jonathan an feinen Verwandten, — de»» jüdische»» Arzt, der Großvater des jüdischen Baron - er solle ihm die Ta»»,e erlaube»», damit er d.trch das Wasser von Vourdes gefn»»d »verde, — dieses so nnge!,euerliche Ansinnen wrrd auf einer knappen Seite (S. 24ls erledigt. Dagegen rvird die Billa des Barons an inehreren Stellen a»»sfnhriich geschildert. Bon der jiidischen Frau ist kaum die Rede: hintertreppelunätzig »verden die Gemeu»he»ten Jsakö und die Ausnuv»mg der geschäftlichen Lage geschildert — ivarmn aber die schöne Arabella (oh, ww edel!», — tvarun» sie ihn, den kleinen häßlichen. Blenschen nimmt, liebt und einen Idioten von ihn» als Sohn bekv»»»rnt — kein Wort der Erklärung. An »'»»- zelnen Slellen, insbesondere an» Anfa»»g scheint es, als ob der Verfasser in das kleine Alltagsleben der ärmsten J»»den einmal hineingeschau» habe) die Kleininalere» scheu»! auch eine gervisse Stärke von ihm zu se»n, aber es fehlt der große Z»lg, die einheitliche Linie, d»e d»»rch

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