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KC-Blätter · 1913-04-01 · Heft 7 (1.4.1913) · p. Seite 163

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 7 (1.4.1913)
Date
1913-04-01
Page
Seite 163 (sequence 15)
Language
German
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163 ein Buch von 924 Leite»» hindnrrhsührt. (Mm noch eine Ja»nilie»»geschichte, »uo die tnnfeitb Fäden aufgedeckt »uevbeit {ollen, die um» der lU’flioü»»»»»ttev z»»»n Urenkel führen >»i»d sie alle m»r nltf Glied einer Kette, als Trümer eines GedaukeriS »n»d eines Schicksals erscheinen lassen. Der Verfasser kennt vielleicht »»»micherlei Probleme, aber er kommt ihnen nicht nahe, »veil er sie nicht fühlt nnd »»icht durchdenkt. Allen Schilderungen fehlt der Dnst, fehlt die Zärtlichkeit »md alt die kleinen Dinge, die in ihrer Unbedeutendheit grade erst eine starre Figur lebendig machen. Höchste»»,? die kleirie Episode mit der Gärtnerstochter tL. 300), deren zarte Aufmerksamkeit in de»» Echluflzeileu des BllcheS einen feinen lnrischen Ton legt (L. 2r>7,924), verrät »»och, dag der Verfasser — wahrscheinlich mix* auf diesen» Gebiet — eine säirislsiellerische Fähigteil entwickeln kann. Wie ja die Ceiievvcidjev in der i'lalevei mit den leicht verschivinlnienden Farben des Gebens Meister sind. Mit Absicht stelle ich die mehr auf daS technische gestellte Besprechirng voran: Der Inhalt des BucheS entspricht noch weniger de»» Erwartungen. Wenn dem Buche eine Wendung zugrunde liege»» soll, so »väre eS als .Kunstwerk ohne »veileres verfehlt: Tendenz, ein;J»ueif, also eine angerhalb der Kunst liege»»de Regung, vertrügt sich nicht mit Muuft; enllveder »vird das.Kunstwerk entweiht oder die Tendenz verliert ihre Eigenschaft als Wittel zur Beeinflussung. Ich zweifle aber, ob eine Tendenz z»» finden sei. Probleme, »vie Uebertritt zurkatholiflhen.Kir»he, des Zionismus, eines.ko»»»»»»»»- nisninS, der internationale»» .Kirche, der Versöhnung — alles das »vird in mühsam gegnälter» Gesprächen an» Lchlns; vorgebracht, oh»»e das; eine Willensrichtnng zu erkennen ist. Ja, der Zionismus wird i»» solch k»»rzer Weise abgesertigt, das; ei», Nichttenner diese Frage absolut nicht verstehen ka»»n. Wenn der Verfasser Freude an der Lchilder»»ng des F-amilienlebenS hatte, so ist dies nicht zum A»»Sdrn»k gekounne». Mir jedenfalls graut vor eitler solche»» Familie, in der jeder n»»dere Wege geht n»»d jeder an eine»»» toten Punkt endigt, in der ein Baron vor seinem armen Vetter sich als „Hantster" (L.249) bezeichnet und sodann (S. ISlti) die b»izantinische Villa nebst 9 Millio»»en glatt der katholischen .Kirche schenkt, „sobald der vertierte Mensch stirbt" — dieser vertierte Mensch ist sei»» einziges .Kind, sein Sohr», der — ohne Andeutung des Grundes — schivachsinnig ist!! Sott vielleicht daS Buch a»»f diese Weise Abscheu vor den» jüdischen Familienleben erwecken"? Zumal der Antisemitismus in dem langen Buche ka»»»n mit Namen genannt »vird, nnd die jüdische Nachkommenschaft entiveder entartet oder unfruchtbar bleibt. Nicht einmal die Sprache befriedigt. Der Stil ist teils unfertig, teils Zeitungsdentsch. Die schivere, »vuchtige Form der Chronik (siehe z. B. die BuddenbrockS) fehlt dem Verfasser, der Flus; der Erzählung »vird fas» auf jeder Leite zehnmal durch - logisch nicht gerechtfertigte — Absätze unterbroclie»». Das kommt davon, »venu zuviel in einen Rahmen hineingepackt »vird und Dinge erzählt »verden, die »veder notwendig sirid »»och interessieren. Im Ernst: Ich bedaure aufrichtig, datz hier Mühe und Zeit an eine Erzählung verschrvendet ist, die nicht gelang. Vielleicht versucht es der Verfasser mit einer Erzählung in einem kleinere»» Rahmen, mit geringere»»» Umfang. Vielleicht versuch» es der Verfasser zunächst mit eine»»» einzelnen Problem. Dr. Graetzer. Akademische Monatshefte (29. Jahrgang, 19. ttttb 11. Heft). Die freiwilligen Jäger von IS 19 und die deutschen Corps. - Orden und Va»»ds»»»annsrhasten in T»- diggeg (Fsr»ietzg(m>, sikniqn» (hcGdest Motz Mm9»vtvccinm) - Gin Uittim11ttnm M ■nlten schlage,»der» Verbünde an den deutschen Universitäten (vergl. Berbandsnachrichte,»-. — Eine Uni. versitüt in -Hamburg. — Verirrt und »ehlgegangen. Hundertjähriges Stiftungsfest der -Bcernensia zu Güttingen. — Orden »md ^andma»ins,harten in Tübingen lFortsetzung). — In metnori.-im T heodor von Holleben. — Die Beschaff,mg geeigneter Räumlich- . keilen für die Versammlungen in .Kosen. — Nachtrag zu „Die freiwilligen Jäger van 1819 und die deutschen Corps". — leipziger Sachsen als Kriegsfreiwillige von 1813. — Zur Abwehr (vergl. Akademische Nachrichten). — Berliner .Kommerse. — Der Verband Deutscher .Klinikerschasten. — Auch ich »var jung. — Der leipziger S. C. »»»»d die Gründung der Burschenschaft in Leipzig. ~ Berbindtmgshüllser »md Verbindungsleben. Akadeinische Blätter. (27. Jahrgang Heft 2:; »md 24). Die ha»ilburgische Universität. — Die Vereine Deutscher Studenten als Träger eines neuzeitlichen deutschen StndententumS (Schlug). — Von den tschechischen Zeitungen »md Zeitschriften. — Der Richter als Erzieher. — Mehr Interesse für die Ferienveranstaltnngen. Theodor Gottlieb von Hippel. (Ein Gedenkblattzu»» 17. März 1919). — Probleme studentischen LeveitS (ein sehr lesensiverter Artikel über st»»dentische Fragen-. — .Koloniale Rückblicke. - EntmicklungSprobleme in der deutsche»» .Kaliind»»s1rie. Deutsche Hochschule. <9. Jahrgang 9. Heft). Festko»imers der Prager Bursche,»schäften zur Erinnernng an die Befreiungskriege. - „Deutscher Frühling 1S19" utld die deutschen Stcidenten. - Gefängniserlebnisse von Prager Studenten. - Eine Reform der rechtsnnd staaiSlvissenschaftlichen Studie»». Dentsrher Burschenschafter. (22. Jahrgang l2. Heft). Der Streit zrvischen .Korporallvue»» nnd Freistudentenschaft in Dresden. — Inter»»a»io»»nle Stude»»te»»vereine. — IulperialiSmns. Bismarck- Nationaldenkmal auf der Elisenhöhe bei Bingerbrück-Bingen. A. D. B.-Zeitschrift. (9. Jahrgang Nr. 2). Männer. — Ein St»»dente»»brief ans de»»» Jahre 1S19. — Vor hundert Jahren -Friedrich Wilhelm 11U** »u»d die Freiheitskriege 1813). Stärke der Burschenschaften des A. D. B. (Die A.D. B.-Bnrschenschaften hatten am 29. Januar 1919 889 Aktive und Inaktive und 979 Alte Herren und Ehrenmitglieder.) — Deutscher Universitäts-Unterricht itt der neueren Zeit. Zchluh der Redaktion für Nr. 8. Für studentische Nachrichten . . .22. April 1913 Für den Anzeigenteil.29. April 1913 Aufsätze allgemeinen Inhalts werden jederzeit entgegengenonunen und kommen möglichst in der nächste»» Sin,n»»er zun» Abdruck. Verleger »l»»d veranNvortlicher Redakteur: Rechtsanwalt Karl Vö »venstein II, Aachen, Angnsiastt A dite WUheitnjlr! Drutk: Ai»rÜG»»Ar» »indd §rxt»5l

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