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KC-Blätter · 1913-04-01 · Heft 7 (1.4.1913) · p. Seite 158

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 7 (1.4.1913)
Date
1913-04-01
Page
Seite 158 (sequence 10)
Language
German
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158 Wir berichtigen die Adresse unseres ersten Ferien- Öierten dahin, daß es heißen mutz: Siegsried Hein, letterstratzest2. Rheno-Sttesia. Wie man auf eiuer Wauderung, wenn wiederuni eine Strecke Wegs znriickgelegt wurde, gern sich nmschnllt nach der» Schönheiten der Larrdschast, gleirlrzeitig aber auch nbmessend, welche Leistung man vollbracht hat, so »vollen auch wir mm einem Ruhepnntte ans zrrrückblicken ans das, ivas »vir im letzten Semester in unsererMnsenstadt amHein erleben dursten. froher als je durfte die Rheno-Sttesia in ihr Wintersemester gehen; zählte doch die Verbindung, als das Semester am Ist. Oktober eröffnet lunrde, eine für Bonner Verhältnisse recht stattliche Anzahl von Aktiven — die Vorbedingung für einen guten Verlanf des Semesters. Mit Begintt des Leinesters trat die Verbindcmg in den engeren Ansschutz der Vertreterversammlung der Bonner Studentenschaft ein, den» sie für die Dauer dieses Semesters angehörte. korporativ nahm die Verbindung im verflossenen Semester an verschiedenen Veranstaltungen der ttrriversität wie auch der Studetltenschaft teil. So ivaren mir in stattlicher Anzahl ans dem diesjährigen Kaiserkvmrrrers der Bonner Studentenschaft vertreten, auf dein eitler unserer Aktiven die Kniserrede hielt; ferner beteiligten tvir uns an den zinn Andenken an die Befreiungskriege stattsilidenden Feierlichkeiten, die einen glänzenden Verlanf nahmen. Atn 27. Februar fand von der Wohrrrrrrg des Rektors ans, wo die Mitglieder des engeren A»lsschnsses der Studentenschaft von S. Magnifizenz vorher e»npsat,ge,l »vorden rvarerr, ein Fackelzrrg zrrrrr Arndtdenktttal ans den alter, Zoll statt. Inr magischen Feuer erstrahlte das Denkmal ArndtV, des Mannes, dem dieser Flammerigrutz der Bonner Stndentenschast galt Tausende nrid Abertausende von gackeln drunten am Rheinnser, ruähreiid urächtig das Lied zur Höhe des alten .'Zolls hinauf klingt: „Der Gott, der Eisen wachsen Uetz, der wollte keine Knechte". Eine erhebende Knrrdgebnng war es, deren Eindruck sicher bei allen Teilnehmern lange nachhalten rvird. Diesem Fackelzrrg, einer Veranstaltwtg der Studentenschaft, folgte am nächsten Morgen in der Beethovenhalle die Feier der Universität, die gleichfalls einen überaus glänzenden Verlauf nahm, und bei der wir korporativ niit drei Chargierten in Vvlltvichs vertreten rvarerr. — Ließ so das repräsentative Auftreten der Verbindung nach nutzen hi>l nichts zu wünschen übrig, so entsprach diesem guten Ürrtzeren auch ein gutes Innenleben. Alle Prrrrdesbrttder, die das letzte Seinester in Bonn verbrachten, rverden, wenn sie einntal rückrvärts blicken, auf eine angenehm verbrachte Zeit schauen. Schöne .Erinnerungen an froh verlebte Tage nrid Abende, an Kneipen itub Ausflüge, an brausenden Faschingstrubel im Rheinland werden sie aus diesem Seinester mit sich nehrnen. So gerrossen wir all das, tvaü Bonn uns ittt Winter bieten konnte — und dessen rvar es eine Menge. Nach dieser Rückschau mag auch ein kurzer Ausblick iris rlächfte Senrester gestartet fein. Mit froher Hoffnurrg dürfen wir ins nächste Semester gehen, da tvir vorarrssichtlich eine recht starke Aktivitas hier er warten dürfen. Nrid sicherlich rvird es keinen gereuen, ein Bonner Somrnersernester mit seinen herrlichen Aus flügerr irrs tNebirge, feinen herrlich schönen Abenden an den vielbesrrngenen Uferrr deö ist l,ei ns, den fröhlichen Motorbootfahrterr und all dem anderen Schönen, das Bonn bieten kann, gerrossen zu hal>en. Wir beginnen unser neues Seirrester am 17. April um st K. e. t. mit einem Dämnrerschoppen ans der Kaiserhalle. Fr. B. Friburgia-Königüberg. Auch in den Ferien herrscht ein reger Verbirrdungsbetrieb, da eine größere Anzahl Bbr. und einige K. B. anrvesend sirrd. Wir üben uns täglich im Säbelfechten. — Für das kommende Sommerfemefter haben wir in schönster Lage der Stadt anr Schlvtzreich eine gertturnige Wohnung in sicherer Aussicht, so das; rvir damit endlich einen Mittelpunkt für unser Verbirrdurigsleben haben. Arrtzerdenr beabsichtigen wir inr Solttttiersenrester bei genügend starker Aktivitas Couleur ans,Ersetzen. — In den Ferien veranstalteten wir eine von allen hiesigen K. C.ern rrrrd Keilsüchsen besuchte Keilkrreipe, die Hvffnrrng auf Erfolg verspricht. Im Interesse der .Keilarbeit veranstalteten rvir autzerdem einen Dämmerschoppen. Nochrrrals richten wir an alle K. B. die Bitte, werrigsterrS ein Serrrester in Königsberg znznbringen, das gerade im Svmrner zusammen mit seiner schönen Umgebung ein genntzreiches Studenten» leben bietet. Fritz Simon F. O.XX» Personalnachrichten. Das Assessorexamen bestanden: Richard A. Rosenthal lRhen.-Sil.j, Erich Simon sSprev.) und Oskar Guttmann fThur.s. Das R e f e r a n d a r e x n m e n bestand: F. A. Liebmann sGhib.j. Znm Or. ineä. promovierten: Grünwald (Spreu. Ghib.) und Lamfromm (Ghib.). Das medizinische Staatsexamen bestand: Bing (Saxo-Bnv.) Das zahnärztliche Physikum bestand Librvwiez fLic.) m Nkademische Nachrichten. Waffenringe und Ansschiifse. In den Akadenrischett Monatsheften'von, 11. Februar Istlst wird über eine K onferenz von Vertretern des K ösener S. C., der Burschenschaft, der Landsmannschaft und des B. C. berichtet, die anr 15». November UM2 irr Marburg unter dem Vorsitze des bekannten Historikers des S. C., l)r. Fabritins, stattfarrd und die über die Regelung des AuSschutz wesens, über die Beseitigung der Verrüfe und über eine Einschränkung der Realinjurien beriet. Eine zweite Konferenz soll zu Beginn des Sorrrmersemesters UNst stattfinden. Die 4 Verbände, die bereits in einer Reihe von Universitäten zrr lokalen Waffenringen zusammengetreten sind, wollen irr diesen Konferenzen gemeinsam ihre Interessen verfolgen. Die Verbände richten ihre Tätigkeit hauptsächlich gegen die Freistudentenschast. Es ist vorgesehen, das; vielleicht auch später das Bündnis auf die übrigen schlagenden Korporationen ausgedehnt ,verde, rvie eü nach dem Berichte in München bereits geschehen ist. So sehr eine Einschränkung der Realinjurien und des BerrufsunmesenS zu bcgrützen ist, so scheint doch das Sondervorgehen der 4 Verbände wenig geeignet

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