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KC-Blätter · 1913-03-01 · Heft 6 (1.3.1913) · page 35

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 6 (1.3.1913)
Date
1913-03-01
Page
– (sequence 35)
Language
German
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die Partien selbst alS direkt provoziert und die Art der Erklärung des Sekundanten als wenig gehörig empfunden hatten und da außerdem eine Chargensorderuna als eine geschlossene Partie zu betrachten ist, nicht einlassen, um so weniger als wir bei und nach Uebersendung der Partie unser Möglichstes getan hatten, um den V. I.St. darüber attszuklären, daß der Unparteiische sakrosankt sei und übrigens nur nach dem Komment gehandelt habe. Wir erwähnen den Hergang bei hcn Partien deshalb, »veil uns bekannt »vurde, daß wn* seitens deS B. I. St. daraus ein Bor- »vnrf zu machen versu»ht »vird, daß »vir auf die angebotene Satisfaktion nicht eingingen. Nach der zweiten Partie, bei »velcher »vir abstachen, wiederholte der B. I. St. seine Anfrage mit de»n glei»hen Erfolg. Bei der dritten Partie stachen »vir gleichfalls ab. Damit wäre nun die Sache erledigt ge»vesen, »venu sich nicht durch zufällige Mitteilungen, die »vir von Kartellbrüdern erhielten, herausgestellt hätte, daß die von de»»» B. I. St. uns als ihre Zweit- »l»»d Drittchargierten angegebenen Mitglieder gar nicht ihre Zweit- und Drittchargierten waren,ja gar nicht ein»näl inMüncher» imrnatriknliert »varen u»»d sich a»»ch nicht in Atünchen aufhielte»», sondern daß sie sich seit Sernestern in Königsberg bez»v. Heidelberg cuifi)ieltcn tmb auch dort inimatrikuliert »varen. Wir haben »n»s infolgedessen veranlaßt gesehen, bei dem B. I. St. anzufragen, ob die Herren, »velche gefachten hätte»», ihre Chargierten seien, da »vir gehört hätten, daß dies nicht der Fall sei. Diese Anfrage wurde von unser»»» Erstchargierten persönlich in» Cafe des V. I. St. gestelltder mit ihm verhandelnde B.I.St.er jdrittes oder viertes Semester) bejahte zuerst die Anfrage. Auf Vorhalt, daß diese Herren gar nicht hier i»n»natrikuliert gervesen feie»», »»och sich hier a»»fhielten, erklärte er zuerst, daß sie sorvohl hier i»n»natrikuliert gervesen seien, als sich auch hier aushielten. Erst, als unser Erstchargierter fest erklärte, daß ihm daS Gegenteil bekmrnt sei, bemerkte der B.I.St.er, sie Hütten sich jedenfalls »vährend der Partie hier aufgehalten. Unser Erstchargierter erklärte hierans, das habe er gesehen, und be»»»erkte weiter: „Können Sie uns jetzt sage»», »velche Ihre Chargierten sind? Sie rnüssen daS doch rvissen!" Daraufhin antwortete der B.I.St.er: „Ich kann Ihnen darüber keine ge»»a»»e Auskunft geben, da ich über die Sache nicht genau orientiert bin. Wir rverden Ihnen »norgen Bescheid geben." Am nächsten Tage ka»n ein anderer B. I. St.er ins Cafe und erklärte, daß sein Konvent noch nicht da sei, daß er nicht befugt sei, uns definitive Antwort zu geben, da die Verhältnisse sehr verzwickt seien. Wir »varteten hieraus mehrere Tage. Es kam dann ein B.J.St.er in unser Caft, der mit unserm Erstchargierten Rücksprache nahm. Der B. I. St.er erklärte, es sei lediglich eine Bummelei von ihnen. Sie hätten arn Anfänge des Semesters geglaubt, daß die beiden Herren (bie als Zweit- und Drittchargierte angegeben waren) dieses Semester nach München kommen rvürden, und sie seien daraufhin z»» Chargierten gewählt und an der Universitä» «»»gegeben »vorden. Die Herren hätten sich erst nachträglich entschlossen in Königsberg bezrv. Heidelberg zu bleiben. Man hatte vergessen, andere Chargierte auf der U»»iversität anzugeben und hätte dann schließlich die Herren antreten lassen. Daß dies nur eine A»»srede »var, »»rn die von unS ausgedeckte Unrvahrheit zu bemänteln, ergibt sich schon a»»s de»n Verhalten der beiden B. I. St.er, mit denen zuerst verhandelt »vorden »var. U»»ser Erstchargierler erklärte hierauf, er »verde dies seine»»» Ko»»vent n»itteilen. Unsere Verbindung »vurde also in einer st»»dentisch »»»»honorigen Weise bei Nenn»n»g der Chargierten vor A»»strag der Partie getä»»scht, und nach den» A»»strag der Partie hat der V. I. St. diese Täuschung in unhonvrigerWeise aufrecht zi» erhalte»» gesucht. A»»f Gr»u»d dieser Vorfälle »v»»rde von »»»»serer Seite der Verrrrs gegen den V. I. St. »vegen unlvahrer Angabe in Fechtangelegenheiten a»lsgesprochen. Die Mitteilung von de»n Verruf haben »vir aus Rücksicht für die allgenieinen Interessen der jüdischen Studenten in den» engsten Rahmen gehalten. Die gleiche Rücksicht »var auch der Grund, weshalb »vir den in diese»»» Falle völlig berechtigten Feigheitsu»»d Gen»einheitsverr»ls nicht ausgesprochen haben. Im Hinblick a»»f die allgerneinen Interessen der jüdischen Studenten bedauern »vir, in die Notwendigkeit einer Berr»»fserklür»»ng ei»»er jüdischen Korporation versetzt »vorden zu sein. Dagegen bedauern »vir nicht den Abbruch der Beziehung »nit Akademikern, die bezüglich studentischer Honorigkeit andere Auffassungen »»»»d Gepflogenheiten haben wie wir, und mit »»ns wohl die gesamte inkorporierte Studentenschaft. -i° * * Zur UeUarbeit! Die Abgangs-Prüfungen sind jetzt fast überall abgeschlossen. Die Keilarbeit muß daher jetzt in vollste»»» U»nsange einsetzen. Hierbei kann die Zusendung der K. C.-Blätter nur ein Keilmittel von beschränkter Bedeutung sein. Den a»»pt»vert hat doch immer noch die persönliche »nwirkung, daS gesprochene Wort. Dieser Teil der Keilarbeit wird hauptsächlich den jüngeren Verbandsbrüdern obliegen. Da jetzt die Ferien beginnen und die studierenden Kb. Kb. ihre Heimat aufsuchen, haben sie jetzt hierzu auch die beste Gelegenheit. Die Redaktion

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