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KC-Blätter · 1913-03-01 · Heft 6 (1.3.1913) · p. Seite 142

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 6 (1.3.1913)
Date
1913-03-01
Page
Seite 142 (sequence 26)
Language
German
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Die F. C. setzt sich zusammen auS: Engel x, Tacka XX, Stein XXX. Dns neue Semester beginnt am 15». April mit einem Dämme rschvppen um U h.s. t. im Thüringer Hof. Alte Briessachen »vührend den seriell sind z»t richten an: Zahnarzt Engel, Leipzig, Turnerstr. 25 H. heil freiburg! Wein ist es noch nicht so gegangen, der i,n eilenden Zuge die Rheinebene hinauf liach dem Süden jnhr?! Er steht am Fenster und blickt ans die beivaldeten Schwarzivaldberge, die in langer Kette und immer »nieder neue»» Formen an seinen Augen vvrttberziehen. Da sieht er plötzlich, umrahmt vom Gebirge, überragt vom schlanken Münsterturm, die Perle des BreisgauS, Freiburg, liegen und er muh unrvillkürlich denken: Hier mochte ich sein, ans diesem schönen Erdenfleckchen lebe»». Die jungen Muli ziehen bald hinaus in die goldene Freiheit, wo sie anfatmen wollen von der stickigen Lust der Schnlstnbe, anvtoben die gefesselte Jngendkraft; sie konnne»» mit den höchsten Erwartungen, ein langersehntes Ideal soll sich ja verivirklichen. Wohin sollen sie aber ihre Schritte lenken? Wo werden sie keine Entlätlschnngen, nein, eine Verwirklichung ihrer Hoffnungen finden? Bon der Mnsenstadt fordert der junge Student mancherlei. Neben dem, ,vas er für seine Stndien braucht, einer guten Fakultät tmb bewährten Professoren, muh er Gelegenheit haben zur Pflege geistiger und kttnstlerischer Interessen, zu sportlicher Betätigung und fröhlicher Geselligkeit. Bor allem aber will Ang' nnd Herz sich erfre>»en an der Schönheit der Natur. Wer einmal hoch vom Schlossberg herniedergeblickt hat ans die Stadt zu seinen Füssen, ganz hinten am Horizont verschivimmend blau die Bogesen, die Hügelkette des Kaisern»thls mit ihren grünenden Weinbergen, das Sitberband des Rheins, das sich durch die dunklen Wälder schlängelt, die grünen Wiesen bis zllm Fnss der stolzen Schwarzivaldliöhen und inmitten dieses Paradieses die hohen schlanken Türme der Stadt — nie vergisst er eS, sein Leben lang »vird eS ihltt vor Augen stehen. Oder wett»! man an» Abend auf dem Lorettoberge bei kühler Bowle sitzt, hoch über dem Lichter»neere der Stadt, oder oben im Gebirge beim Somlenuntergang am Bergsee den Himniel in allen Farben leuchten sieht — eS ist ein unvergchliches Bild. Und wer auf den glatten Hölzern, den Skiern den Berghang hinabsaust, das; die Backen sich röten, das Herz höher schlägt unb Sportlnst die Brust schioellt, iinnier schneller und schneller hinav, der »veiss, was Wintersretlde bedeutet. Svinmer llnd Winter, ln der Nähe und Ferne, FrcibnrgS Natur ist immer gleichmäßig schön. Tennisplätze, Flussnnd Hallenschivimmbnd, ganz in der Nähe Breisach mit dem erfrischenden Rheinbnd, ein Licht- und Lustbad, Turnhallen und Reitschulen bieten für jeder» Sport die beste Gelegenheit. Theater r»nd Konzerte fittb von grofistädtischer Güte. Das Theatergebände, erst vor drei fahren eröffnet, ist eine Zierde der Stadt, ebenso die Universität, dir, ganz neu erbaut, anss praktischste und schönste eingerichtet ist. An schölten Baurverken ist Freiburg überhaupt reich, voran daS Rkünstcr, das in unübertroffen einfacher Schönheit das Wahrzeichen der Stadt ist Und wie schön lebt es sich in Freiburg! Welch farbenfreudiges Bild, lvenn anf der Llaiferstraste des Abends alle Stndeiiten in ihren bunten Mützen mrd Bändertt flanieren! Wie froh sitzt man beim Bier in den alten, genrütlichen Kneipen, wie nett ist der Verkehr der Studerrten mit derj Philisterschaft,1 vor allem mit den jungen Darnen. Kein Student, der einmal in Freiburg gervesen, möcht es »vieder verlassen.- Wenn wir einst inr Leben stehen Fern, iit Kummer oder Glück, Diese Zauber nie vergehen, Denkst an Freiburg stets zurtick. Freiburg, gvldne Stadt der Musen, Deiner Schönheit Sonnenschein Soll in unser aller Blusen Ewig eingeschloffen sein. Erwin Seligmann. X. L.-Vattabend in Köln. Um eS vorwegzunehmen, der Al. E -BaUabeild »var ein voller Erfolg für die veranstaltenden Verbände; das ivar die übereinstimmende Ansicht sämtlicher Teilnehmer. Hub auch darüber war man sich einig, dass der Al. C.-Ballabend eine ständige Einrichtung deö gesellschaftlichen Lebens iit Cöln werden ltlüsse. Während in früheren Jahren verschiedentlich kleinere Tanzkränzchen der Rhenv Silesia in Eöln stattsanden, handelte es sich in diesem Fahre um eine Veranstaltung des gesamten Bonner und Cölner >k. C. Mit Ausnahme »veiliger durch Trauersall leider verhinderter K. Cer waren die Bereiniglmg Eölner Al. E.er — die verheirateten Mitglieder mit ihren Tanien — und die Verbindung im Al. E. Rheno-Silesia vollzählig erschienen. Airch war eine Anzahl auswärtiger Al. E.-er sowie einige Gaste amvesend. In entsprechender Zahl waren Einladungen an Dainen der Eölner Gesellschaft ergangen, die fast vollzählig der Einladung Folge leisteten. So fand denn am Sonntag, den Ht. Februar, im Rokvkosanl und den angrenzenden Festfälen des Hotel Disch der Al. E.-Ball statt. Der Vorsitzende deö AltherrenverbandeS Rheno-Silesia, l)i-. Oskar Eliel, er öffnetc das Fest nnd begrüßte die Erschienene»». Dann übernahm Dr. Alfred lsberg, in launigen,bezüglichen Versen die gegenseitige Vorstellung der grossen Schar der Tänzer uub Tänzerinnen. Die Reihe der Tänze rv»»rde durch einige originelle englische <'>esellschastsspiele unterbrvchen, die arrsservrderrtlichen Einklang farlden imd den Siegerinnen geschmackvolle Prein einbrachten. Gegen tt» Uhr vereinigte man sirh znm kalte»» Abendbrot. Das Tisch präsidin»»» lag in den bcivährren Händen des Anrts richterS k)r. m*irt Wulff, der mit feinen humorvollen Worten die Gesellschaft famos unterhielt. Die Dame»»- rede hielt Rechtsanivnlt Edgar Oppenheimer kl. Seine Verse fanden viel Beifall. Ein auf Bällen uuge- »vohntes Intermezzo »var das Singen von studentische»» Liedern, die die von A»»sa»»g a», hervorragend a»»sge räuinte Stilni»»n»»g der Festteil»»ehiner noch erhöhte. Nachdem l)r. Wolfs noch de»»» ^Uallkomitee für die aus gezeichnete Vorbereitung des Festes den Dank der We sellfchaft airögefprochen hatte - Frau Dr. Eliel und I)r. A lsberg »v»»rden aus diesen» Aitlass i»»itDedikatioi»en bedacht — fand der Ball seinen Fortgarrg, bis gegen W~ Uhr der 5lehra»lS ertönte und dem schönen Feste ein Ende bereitete. Effen. Wie ans dein Annoncenteil ersichtlich, veranstaltet am 2«. März die Ortsgruppe Essener Al. E.er im Anstrage deS Landesverbandes rhei»»isch-»vestsätischer Al. E.er eine grössere Al. E.-Alneipe. In Anbetracht dessen, dass gerade diese Kneipe dazu dienen soll, die Stellung des Al. E. im Indllstriegebiet zu festigen, wäre es sehr lvii»»sche»is»vert, »ve»»n ein recht zahlreicher Besuch von Verbandsbrüdern (ttt Couleur» die Bedeutung der K. C. finnsällig vor A»»gen stellt. Auch in diese»» Ferien findet der K E -Abend allrvöchentlich Mittivvch abends tz t». e. t. im Restaurant Union, Theaterplatz, statt. Wir hoffen auf einen ebenso zahlreichen Besuch rote »vährerid der letzten Ferien. 8.H.

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