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KC-Blätter · 1913-02-01 · Heft 5 (1.2.1913) · p. Seite 116

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 5 (1.2.1913)
Date
1913-02-01
Page
Seite 116 (sequence 16)
Language
German
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116 pendelschlag Roman v. Walter ftvie&emnnn. (S^nbenine.) Evneordia, deutsche Berlags-Anstalt G. m. b. H. br. ft M., i\i'U. ti M. Dieser Roman, geschrieben für den denkenden Leser, führt seinen Namen mit vollem Recht. Der Berfasser zeigt in eineui Bernleich ,nit der bertthlnten Knnstuhr un Dom vvi» Akünster, deren Anfertigung vor etwa fHH> Jahren noch als ein Werk des Satans der Empfindung und dein Deuten jener Zeit entsprechend betrachtet tvnrde, «vie der Lebensgang zweier Männer, die dl»rch ein bald Jahrtausend voneinander netrennt lebten, aber demselben Blute entsprossen sind, in ihrer persönlichen Eigenart unter Berücksichtigung der verschiedenen Zeiten sich gleichmässtg ftofialtct. Das Ergebnis dieser Betrachtungen ist die folgerichtig durchgesiihrte Ueberzengnng, das; der Werdegang des Einzelnen wie ganzer Böller dem plmsil'alischen Gesetz der Erhaltung, der Kraft und somit dem Pendelgesetz unterliegt. Im Berlaus dieser Betrachtlmgen gibt der Berfasser dem Gedanken Alisdnick, dag die »vahre Moral fein Produkt der Einzelpersönlichkeit seit» kann, soltdern eine bodenständige Frucht des and der Geschichte heranSgewachsenen Gute»,. Dir Figuren des Rvnlnnes sind scharf gezeichnet. Insbesondere verstel,t es der Berfasser, das innere Leben seiner Gestalten fein darznstellen. Im Mittelpunkt der Erzälrlmtg steht die Geschichte eines Mannes, der als Kind ans seiner westfälischen Heimat in die Grosstladt gebracht, zunächst dem änhern Veben der Grvhstadt, insbesondere der gesellschaftlichen Bollanerkennnttg, seine ureigene Vlvt zun, Opfer bringt. Hieriil liegt das Motiv z»» einer rlieihe von Konflikten. Der Zchluh der Nedaktion für Nr. 5. Für stlldentische Nachrichten . . 30. Februar 10123 Für den Anzeigenteil.25. Februar 1013 Aufsätze allgemeinen Inhalts werden jederzeit entgegengenvmmen und kommen möglichst in der nächsteil Nummer zum Abdruck. Verleger und verantwortlicher Nedaktellr: Rechtsanwalt Karl Löwen stein II, Aachen, Augnstastr. 2, Ecke Wilhelmstr. Druck: Aachener Verlags- und Druckerei-Ges. Statt Karten! Dr. phil. Bernhard Strauch (Spreviae) Fanny Strauch geb. de Taube VERMÄHLTE. Hannover, Königsratherstr.41. Held opfert seine Alter Leute-Arr, Religion und Familie seinen innersten individuellen Beitrebnngen, deren Berivirklichnug ihn durch den Spiritismus, Anarchismus llnd kommunalen TvzialiSms treibt. Bei der Schilderung des Werdegangs feilies Heldelt versteht es der Verfasser in kunstvoller Weise, dem unruhigen, doch gesunden Blilte der RvepertStochter, daS ln den Adern feines Helden flieht, jene natürliche Bedeutung beizulegen, das; die Handlungen des Helden zlun Teil unbemusst als ztvingende Folge seiner natürlichen Eigenart erscheinen. Auch bei der Eharakterzeichnung der Gräfin verivendet der Verfasser, man möchte auch hier sagen unbewusst, diese Methode der natürlichen Auffassung von der Eilnvirknng der Abstammung aus die.Hand lungen an. "Als der Held vor seinem innern Zusammenbruche steht, besinnt er sich ans eine Unterredung, die ihn nach seiner alten westfälischen Heirtiat zurückkehren läht. Hier in seinem alten Stammhanse spielt ihm der Zufall ein altes Buch in die Hände, ans deffen Inhalt er die Geschichte seines Anherrn, des Uhrenbauers, erfährt, die der feinigen so nah verwntldr ist. Zn dieser Geschichte flicht der Berfaffer die Liebeshandmng seines Helden in sparmender Weise ein. Der sehr interrffante Roman, der schon feines Stoffes tvegen viel gelesen werden wird, erhält besondere Bedeutllng wegen seiner ästhetischen und dichterischen Qualität: Keine Trwialitüten, ivichtige aktuelle Probleme stellt sich der Berfasser zur Aufgabe, bei deren Lösung die nie verletzende feine Kunst der Behandlung der Sprache wohltuend wirkt. Der Roman kann daher nur aufs beste empfohlen rverdeit. Jos. Wertheimer. Fauta Davis Dr. Hermann Durlacher (Bavariae) VERLOBTE. Hamburg, Januar 1913. Julie Gutmann Staatsanwalt Ludwig Weil (Licariae) VERLOBTE. Stuttgart, Oigastr. 107. Januar 1913.

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