KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1912-1913
- Issue
- Heft 5 (1.2.1913)
- Date
- 1913-02-01
- Page
- Seite 111 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2268830-2268832-2268838--0733-2269946- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
111 QS VLrkands - Nachrichten. 8B Bonn. Der .K. C.-Berbilldnng Rheno-Silefin, die für das tausende Semester in den Zivölfer-Ausschnst der Bertreler-Bersan»i»»lung der Bonner Studentenschaft ge»vühlt worden «vor, tvtlrde ans den» .kaiserkv»»»»uers der diesigen Studentenschaft die Festrede übertragen. Der Bonner Generalanzeiger svoin 27. Januar IHliJ) berichtet über die wieder „Cm»!, jur. A lexander sRhenv-Silesiae) dielt in jngendlicher Begeisternng die Maiserrede. Im Osten und besten, Borden »»nd Süden, so führt er a»»s, ivird dieser Tag gefeiert. Aber mul) die Herzen derer, die austerhalb des Baterlandes «oodnen, die stolz darauf sind, sich deutsche Männer nennen zu dürfen, schlagen höher in dein Gedanken, das; in der Heimat das schönste Fest gefeiert ivird. In Würdigung der Person des Fürste»», der die Einheit der Ration verkörpert, fühlen »vir ults gedrängt, ihm Dank a»»sz,»sprechen. Einmal als ein Mitglied des Hauses der Hohenzollern, die das Vaud zu höclisten Ehren gebracht haben, dann aber glich seiner Persönlichkeit. An seinein jährigenRegieruugsjubiläniti dürste es angebracht sein, auf seine Friedensliebe Hinz,»schatte»», die von denk Gedanken dnrchdrllilgen ist: ..r^i Vir« pueein, j*ara brllmn". Das Augenmerk des Kaisers ist daraus gerichtet, Denlschla»»ds Heer »ml» seine Seeinaäil zu stärke». Unter dein Schuh dieses Friedens konnte Handel lind Berkehr sich ansdehnen über Vaud ilild Meer. — Zun» Schlaf; seiner Bede erinnerte der Redner an die Zeit, »vo der Kaiser mit der bnnteil Mühe als Student in Bo»»n weilte, wie er Sorge getragen hat, den oor»»ehmen JHuf der "Bonner llniversität zu ivahren und für die Vehrn»ld Ver»»sreiheit eiugetreten ist. Dessen wolle man sich ivürdig erweisen nnd allzeit in Treue zu Kaiser lind Reich stehen! Ein bransender Lalninattder uitd ein Hoch ans den »Vandesherrn folgte der mit großem Beifall a»lfgenolnrnenen Rede." Chnringia. Das ziveite Halbsemester lvnrde von uns mit einem gilt besuchten Frühschoppen in» Vvivenbräu eröffnet. Trop unserer ziemlich srhivachen Aktivitas »var der Berbir»d»»ngsbetrieb eil» strammer, insbesondere war der Fechlbodeil — auch von A. H. A. H. — stets sehr gilt besticht. Die Tanzstuilde, die »vir seit Seinesterbeginn besncheli, bot uns in diesein Monat mehrere Festlichkeiten itutcv anderem ein sehr gelnngenes Maslensest. Das gute Berhältiiis zivischen den einzelnen Bllndesbrüdern kain auch dad»»rch zu»n Ausdruck, daß wir uns ojt an den nicht ofsizielleu Abenden zusammensanden. Unser l. i. a. R. Spitz wurde »»ach bestandenen» Referendarexamen A. H. Am 28. Januar fliidet der große Kaiserkommers der Slndemeilschast im hiesigen Konzerthaus statt. Bavaria. Die ziveite Hälfte des Wintersemesters, ivelche wir ani 8. Januar mit einem gemütlichen Frühschoppen eröfsneten, brachte uns gleich in reicher Fülle den Slronl karnevalistischen Treibens, der zurzeit Heidelberg durchflutet und in den» a»lch »vir uns gerne »u»nn»ell». Auch die Korporation als solche trug dieser Stimmung Rechnung, indem »vir als zweite große Festlichkeit dieses Winters ein zahlreich besuchtes, äußerst fröhliches Kostümfest unter der Devise „Im Schlaraffenland" veranstalteten. — Ein kräftig eintretender Lchneefall verschaffte auch den WintersportSfreunden reichliche Gelegenheit zuu» Rodeln und Skisahren auf den» für diese Zwecke geradezu idealen Höhenkranz, der Heidelberg umgibt. Leider war dieses Bergltügen infolge bald eintretenden Tauivetters nicht von langer Dauer. Das interne Berbilidurlgsleben erreichte seinen Höhepunkt in einer kleine»», wvhlgelintgeuen Festknelpe. die wir anläßlich des N. Stistuugssesir. »»»»screr lb. .Korporation veranstaltete»». Zun» Snsiuugssest der - Loge, bei ivelchem unser lb. A. H. l»n. Haas die Festrede hielt, hatten lvir -- da es während der Ferien statlfand - Berlreter entsandt. Die Reihe der tvissellschaftlichen Abende in» neuen Jahre »vnrde d»»rch eine,» Bortrag unsere-- a. B. Fritz Mager über „Zionismus und »eine Belämpumg" eröffnet. Die rege Diskussion, welche den Ausführungen folgte und an der sich auch anwesende Gäste beteiligten, ergab allgemeine Zustimmung zu den von» Redner ausgestellten Thesen. Auch in den Fuchsensluuden «vlrrden regelmäßige Tendenzvorträge abgehalien, so über „;llasfe»»theorie»»",„"Blutt»»ärche»l", „Ehnmberlain u. »vir", „Gabriel "itiester", „Judentum und Ehristeutuur" n. a. Rezipiert ivnrden die Füchse Guth»nann, Kadden, Esberg, Mandelbaun», Simons. Adolf Heliinann-Stehle ivlirde inaktiviert. Sprevia. Die mtn vollendete erste Halste des Wintersemesters iulls; selbst de»n Ungläubigsten gezeigt haben, lvie gemiitlich sich die Aktivität in Berlin gestalten lägt. Bor allem sind es unsere sonnabendlichen, höchst angeregte»» llnd ursidelen .Kneipei», die die Bundesbrlider einander iläher bringen. Aber auch der Umstand, daß die auswärtigen Aktiven sämtlich tit nächster Nähe beieinander ivohnen, lässt einen fast vergehen, das; man sich in der Weltstadt Berlin befindet. Das; »vir anderseits die Borzüge des Aufenthaltes in der Residenz ivohl zu schützen wissen, bedarf »vohl kanin der Erivühnung, und wo gibt es den» eine zweite Stadt, die so viel für jeden Geschiliack bietet, wie gerade Berlin, die Zentrale von Mnn>t »nid Wissenschaft? Darüber veritachlässige»» »vir aber nicht tm geringsten unsere körperliche Ausbildung. Ei»» in» Sil»ue deü.k.C. nnd der Tradition unserer Berbindung sliannn und schiieidig durchgesührter Fecht- und Tnrnbetrieb läßt uns nichts verspüren von» ver»veichlichel»de»l Einfl»»ß der Großstadt; a»»ch sonst ivird dein Sport das grösste Jnteresse enlgege,rgebracht. Atlch nach allsten hi»l hatten »vir Gelegenheit »msere .Korporation »vürdig zu repräsentieren. "Bei der ain Ui. Dezember stattgehabten Svndervvrstelluug der Berlirier Studentenschaft z»l Ehren Gerharl .HauptmnnnS, die sich zu einer imposanten .Kundgebung der Berliner st»»diere»»den J»»ge»ld an den Dichter gestaltete, nahmen »vir in großer A»»zahl Teil »r»»d beteiligten »rns auch an der vorangehenden Auffahrt der Chargierten zur» Theater. Ansterdein veranstalten »vir alle 14 Tage einen Conleurbuittmel Unter den Linden, an den sich dann ein gemütlicher Sonntagsfriihschoppen im „Schultheiß" a»iz»»fchlief;en pflegt. Roch k»»rz vor den Weih,rachtsserien gelang es uns, zwei krasse Füchse zu ge»vinneu: ».tust. Markus ans Pnrinvnt »Waldeck) u»»d 8iu<l. meil. Ve»vto»vitz a»»S Wongrvivitz »Posen). So bleibt uns denn für den Rest des Semesters n»»r z»» wünschen übrig, das; er sich dem ersten Teil »vürdig anschlieste»» »»»öge. Liearla. Den zweiten Teil des Semesters ervffneten »vir mit 8. Januar mit einem Frühschoppen auf oerKneipe. Hatten die Ferien a»tch nur kurze Zeit gedauert, so freuten »vir nnS doch alle sehr des Wiedersehens, hatten