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KC-Blätter · 1913-01-01 · Heft 4 (1.1.1913) · p. Seite 97

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 4 (1.1.1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 97 (sequence 21)
Language
German
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1871) Assessoren 200 Referendare 8220 1782 «NO 8028 1887 1520 8885 181)2 ms 2078 181)7 1800 8707 11HI2 1070 5810 1»R)7 2470 7182 11)10 oioo 7701 11)11 3877 7012 1012 :$478 7418 Hiernach Ijnt die Iahl der Olerichlsassessoren im letzten Satire mit 101 zligenonnnen. Die «teinmutivs- Ziffer war bei weite», nicht so nroft wie in den Vorjahren; eS wäre aber eine vergebliche Hossunng, ivenn inan daraus für die »allere Ankunft ans den Eintritt eine^ irgendwie bedeutenden Nnclganges schließen wollte. Dazu ist die ^»1,1 der Referendare noch viel zu groß; denn es werden auch in den nächsten.fahren noch stets mehr als UKH) neue (Oerichtsassessoren tzinznto,innen, denen ein entsprechender Abgang nicht gegeniiberstelien wird, zumal die Rechtsanwaltschaft auf die Dauer nicht eine so grosse Anzahl von Olerichisassessoren nnfznnehmen imstande ist, wie sich ihr in den letzten Inliren zngewandt bat. In der -seit vom 1. Oktober ION bis 80. September 1012 sind nicht weniger als 548 (im Vorjahre r>07) Olerichisassessoren Rechtsanwälte geworden, zu denen übrigens noch 50 Olerichisassessoren binztttreten, die nicht direkt von, Assessorentnm zur Rechtsanwaltschaft übergelreten sind, sondern schon vorder ans dem Staatsdienst ansgeschieden waren. Nur 2*0 (im Vorjahr 200) Olerichisassessoren sind als Richter oder Ltnatsanwälte zur Anstellung gelangt, -">0 (74) sind zu anderen Staats- oder Reichsbetzörden übergetreten, 147 (121) haben die nachgesuchte Entlassung erhalten und 11 (12) sind gestorben. 11*4 sim Borjahr 120.*) Referendare sind zu Oierichtsaisessoren ernannt worden, daneben sind 4 frühere Rechtsanwälte und 1 Staatsanwalt a. D. als Olerichlsasiessoren in den Justiz« dienst wieder ausgenommen worden. Die Olesaintzahl der prenssisihen Richter belief sich »ach dem Alande deS Kalenders ans «'>«>*4 gegen 0005 j. I. lOll, darunter 14 L?berlnndrsgeri,luopräsidenten, 7* Lenntsprnsidenten, 42.°! Oberlandesgerichtsräte, 00 Vaudgerichtspräsidenten, 1 Amtsgerichts Präsident, -KO Vnndgerichtsdirektoren, li«Hi Vandrichier und 8088 Amtsrichter. Die ,'',ahl der Rechtsanwälte und Notare beträgt in Preußen 7157 tim Vorjahr 1 >, so das; im letzten Jahre ein Wachstum um 5.°ro »der 8,1 afn statt« geinnden hat. Olegenüber einer ungeiähren Bevölkeruugszunahme um wenig mehr als l"erscheint diese Steigerung ungetnein groß, selbst tvenn man berücksichtigt, das; die bedeutende Entwickelung, die Handel und Industrie erfahren haben, auf die oiesrhästStätigkeit der Rechtsbeistälide einen fördernden Einflug ansgeübr hat. Von den Rechtsamvülten sind 5«>5 bei den ^berlandesgerichten eingetragen gegen 407 in, Vorjahr. Hier war also die -jnnnhme mit 0* oder irr,7".. verhältnismäßig viel größer als bei der Olesaintzahl der Anwälte, was ei,ügern,nsien überraschend ist, da die oieichäfte bei den Ü7l>erla„desgerichten infolge der Olerichtsverfassnttgsrnwelle vom 1. Juni 1000 eher abgenonnnen als zngenvmlnen haben. ^Notare sind im letzt'», Berichtsjahre 172 ernannt worden, ivährend 80 ihr Amt niedergelegt haben und 45 gestorben sind, so das; eine erhebliche >(,1,101)11,0 um 01 stattgefnnden hat. Vücher- und Vlätierschrtu. Die Aufgabe der deutschen Zionismus. von M.Ealuarn. (Sonderabdrnck ans dem „Jüdischen St,identen". Monatsschrift des "Bundes jüdischer.Korporationen. 0. Jahrgang. Rum,„er 0.) Der vorstehende Anssah gehört zu der nicht allzu häufigen (Gruppe zionistischer Schriften, welche die lOrnndlagen und ,Insalnnienhänge der Strömungen im modernen Judentum weuiger mit schön klingenden, mit flamlnenderu Enthusiasmus vorgetragenen Phrasen zu erfassen glauben, alS vielmehr in fein durchdachter und deshalb nicht minder ivar», empfundener Begründung dem Problein näher zu rücken suchen, freilich ist auch hier naturgemäs; die persönliche Parteistellung immer die Mutter nnd Erzeugerin der Oledaukenhier wie in ähnlichen zionistischen Schriften der letzten ,Ieil wird die in der änsieren Politik immer wieder gezeigte Tendenz des dentschen -iionismns zur (Gewißheit, der bewußte und geiuollte Abschlns; von der nichlzionistischcn Olednukeluvett, jenes Sichhineinspinnen in die besonderen Oledaukeiigäuge, die krampfhafte Umwertung aller geltenden Werte unter dem der große», Majorität der dentschen Inden nach wie vor fernen — Olesichtsivinket nationalen Höffens und Wollet(,s. So klingt denn auch diese Schrift immer wieder in den Lab aus: Cljtte nationales Olemeiuschaftsgefühl sei derdentsche Jude wurzellosdie Oleschirhte der deutschen Juden, die — angeblich — rein rezeptive und passive Art ihrer Mitwirkung au den Oleschehnissen der deutschen Wissenschaft und Kunst zeige ihre innere Haltlosigkeit, den Mangel jeder eigen gestaltenden Kraftnicht die Religion gebe dem Juden die Fähigkeit der Selbstbehauptung, so,tdern nur eine Nationalisierung der deutschen Inden sei in der Vage, ihnen die durch den „verlogenen Assimilationsgednnken" geraubte Sicherheit wieder zu verschaffen. Um so ividerspruchsvoller, die Anschauung von der „Wurzellosigkeit" der dentschen Inden von selbst widerlegend, ertönt dann freilich das in Schrisn'n dieser Art wohl noch nicht gehörte begeisterte V»!>lied auf die deutsrlie Heimat und deutsches Heitnatsgeuihl. Uns, die ivirumnuserRecht im dentsrhenVaterlande kämpfen und in unseren eigenen Reihen ein selb» bewußtes, von deutsch vaterländischem Oleist beseeltes Oleichlecht deutscher Juden heranzuziehen bestrebt sind, spricht der Verfasser ans vollem Herzen, wenn er ausrnft iS.*.»: „Allein die Enge heimatlick>er Berührung, das Verwachsemein mit Feld und Wald und Wiese pflegt die nefsten Werte reinen Menschentnins zu erzeugen. Darum sollen unsere Jungen hinanswandern in die deutsche "Natur, die sie trägt, sollen der Schönheit ihrer Heimat sich bewußt werden, um ans ihr die Kraft und die Sicherheit zu schöpfen, deren sie bedürfen." In der Tat, wir deutschen Inden müssen bestrebt sein, die Heimat, die uns unsere Borsal,ren in jahrhundertelangem Wirken durch L?pser von und Blut hier, in unsere,,t dentschen Vaterland, gesichert haben, uns nicht von irgend tvem, gleichviel ob er von außen her oder aus den eigenen Reihet, komme, entreißen zu lassen. Hier, in deutscher Heimat, sind die Wurzeln unserer Kraft, die wir auf das sorgfältigste zu hegen und zn pflegen haben, die man nicht unter dem Vorwand der Wurzellosigkeit aus ihrem gefunden Erdboden herauf reißen möge. L)r. Krombach, Posen.^

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