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KC-Blätter · 1913-01-01 · Heft 4 (1.1.1913) · p. Seite 96

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 4 (1.1.1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 96 (sequence 20)
Language
German
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96 Produktion" ist selbst.aus einerMischehe hervorgegartgen. Popen schrieb hierüber an die „Mitteilungen" des Pereins zur Abwehr des Antisemitismus: „(5s ist richtig, das; ich väterlicherseits einer Familie entstamiue, die ursprünglich dem Judentum nngehort hat. Bor stt) fahren ist aber mein Grostvnter väterlicherseits zur evangelischen Mivcljc übergetreten und Beziehnugen zwischen meiner väterlichen Familie itttb dem IndetUllm l,abeu seitdem iiberlinnpt nicht mehr bestanden. Meine mütterliche Jan,Nie ist eine niedersächsische oder niedersächsisch friesisch hanseatische Patriziersnmilie aus Bremen ultd Hanrburg, ohne sede indische Beinrischnng." Wenn irovdem Mastmann so viel „stolzes germanisches Rasse«,deivttsttseitl" bei ihn» zu sehen glaubte, so wird er daraus »vvhl ert'ellnen, wie ivenig die Ge siutiuug mit Rasse zu tim hat, und ein ivie unzuverlässiger Führer das Rasse,«gefühl ist. ES entbehrt nicht eines humoristischen Beigeschnnnks, da st die ,,^l k a d e m i s ri> e n M n n a t s Heft e" (Tocft S.;tN2f, bno Orga» der deutschen Evrpsstndenten, denen das Buch Poperls besonders mistsiel, diesen als Juden stämmling zu diskreditieren suchten! Das ist anti semitische Äampsesweise. befallt ihnen die Ansicht, daun ist sie aus „stolzem germanischem Rasserigefühi" hervor gegangen, mistfältt sie ihnen, dantl verwirft man sie wegen ihres „internationalen Eharakters" oder wegen irgend welcher Beziehungen des Autors zu Juden. K. U Die ..Veutschvölkijchen hochschuidlStter^, das Organ des extrem antisemitischen „Dentschvölkischen Linden teil Verbundes" verössentlicht folgendes amüsailte Inserat: »lvmilitonen aller Iakultäteu,— nicht jüdischeli Blutes, - gewillt in freier-seil unentgeltlich an wichtigen deutsch völkischen ,Forschungen mitzuarbeiien lbesou de re Kenntnisse nicht ersorderlichs, lverden um Anschrift unter „Dietwart" an die Schriftleitung der „Dentschvölkischen Hochschnlblütter" gebeten. Man «volle ausdrücklich erklären, nach bestem Wissen keinen Tropfen jüdischen Blutes in den Adern zu haben,- ferner Vor- und Zunamen, Iakultcil, .-Zahl der Ltudiensemester, Ort und Tag der Geburt angeben. Bitte deutlich zu schreiben." HottentottenoderTschungusenblutschadet also nichts, aber das jüdische Blut gilt diesen Herren als ein ganz besonderer Last! Lie teilen tvohl überhaupt die ganze Menschheit nur in zwei Nassen ein, eine jüdische und eine nichtsüdische. Dast in diesen »reisen zu „wichtigen dentschvölkischen ,Forschungen s'.s" „besondere Kenntnisse nicht erforderlich slitd", Hütte man nach dieser Glanzleistuug gar nicht erst zu betörten brauchen. K L. Gilt internationaler Studentenverein ln vonn. Unter diesem Titel schreibt die kölnische Leitung: „Am IN. ds. fand in einer zahlreich besuchten Bersamnilung im Hotel Zum goldenen Ltern die thründung eines Internationalen Ltndeutenvereins mit interkorporativem Eharakler statt, dem sofort mehrere Professoren urrd Dozenten der Universität und ungefähr *>0 Studierende sdarnnter 2 Damen) der verschiedensten Nationalitäten beitraten. Bon seiten der Universität stand man der Idee des Internationalen Slndentenvereius von vvrltherein sehr stp«,- pathisch gegenüber und förderte die Vorbesprechungen in jeder Weise. Rach kurzer Darlegung der 'stvecke lmd -Ziele des Vereins durch den weiter der Bersamnilung, «ruck jur. Veminer,sprach L)r. RnslUl)ty ans Nordamerika, der Präsident der „Eordn Fratres", in einem längeren Bortrag über die „Internationale Studentenbewegung". Man erfuhr, dast gleiche Vereine schon in Berlin,(Böttingen, Leipzig und München unter dem Schuh der Universilätsleiter nnd von den verschiedensten Professoren tatkräftig mtterstützt in hoher Blüte ständen, und dast nächste Woche in Heidelberg ein Ü. Berein mit stark aristokratischem Gepräge unter den» Borsitz des Prinzen von Siain gegriindet iverden würde. Interessant zu hären war, dast Deutschland in dieser Bewegung wiederum an der Spitze tnarschiert. Der Internastonale Studenteuverein bezweckt in der Hauptsache,srenndschnftlicheBeziehungen zwischen den Studenten alter Aal innen zu fördern, Verständnis für die wechselseitigen .Mulnm’ii z»l erwecken nird allStändischen Studenten den SttrdiettNttfenthaltinDenlschland möglichst fr»lchtbar zu gestalten. Dazu dienen Bor> träge, Disktlssionen, "Besichiignngen und grvstere internationale Festlichkeiten, ferner eine Bibliothek und ein Vesezimmer. In Aussicht genollnncn ist gleich nach Weihnachten ein rutttätiischer Abend mit literarischer Einleitung. GesaugSvorträgei, runiänischer Bolkslieder nnd Ratioualtäuzeu. Der jehige Miigliederstand gehört folgenden Naliolien ntt: Detilsrhland tr>, Rumänien tt, Polen ", Nnstlnnd 7, Japan st, Tirrlei st, Indien '2, Spanien 2, ferner Italien, Schweiz, England. Perl», Haiti, nstv. Dem Berein ist wegen seiner killt,n fordernden Aufgabe das grösste Blühen und Gedeihet» zi« ivünschen." vreslau. Der Ansschust der Studentenschaft der Universität beschlvst, in den Tauen vom Ut. Ist. Juni killst, in Erinnerung ail die Uesreinngstriege, eine Itibiläumsfeier zu veranstalten, die u. a. ein grvhes historisches Iestspiel und einen Iestzng bringen wird. Die „Deutsche Landsmannschast" tEob.?. E.) hatte im Sommer Semester NU2 in '.I lebenden Vandsmann srhaftcit l'»70 Aktive und 1!» -lenkneipanten,;*47 orrsanwesettde lind ll.">2 answanige Inaktive, insgesamt nach Abzug der Mehrbäuderle-ue lOsti» studierende Mitglieder. Die .'Zahl der Altert Herren betrug 41)12. Die stärksten Vairdsinaimschafteii rvaren „Hasso-Borussia" in Marblirg mit Tk und „Heregnia" in Jena mit st2 Aktiven. Die stärksten lokalen V. E.-Berbäude bestanden in Leipzig mit 02 Aktiven in t! Vaudsmannschnften, in Berlin mit st2 Aktiven in 7 ^andsmamlsthasten und in Marburg mit 77 Aktiven in 2 Hmidsmanüschasten. Die „Deutsche Burschenschaft" zählte am 1. März UU2 nach Abzug der Mehrum,derleme 1 l 074 Alte Herren. D er „Büdesheimer verband Deutscher Burschenschaften" batte im Svlnmer-Semester in st4 Burschenschaften 247 Burschen, 2~Ai Iüchfe und o »onkrreipanten. Der „Audolftädter §. L." harte am 17». November in 2! »orpS 140 ''Bnrscheit, UN Iüct.'e und IstKonkneiparrten, zusammen 2st!t Aktive, ferner A»1 Inaktive, zusammen nach Abzllg der Mehrbänderlente 408 studierende Mit glieder. München. Der lose Verband sarbentrage»tder und schlagender »vrpvrativnen, bestehend auö dem S.E., D.-E, V.-E. tnld B.-E., verairstaltcte anlästlich des Ablebens Lr. »gl. Hoheit des Prinzregenten Luitpold einen Iackelzttg. Die Aussichten der Juristen, lieber die Befördertmgs- und Allstellllllgsverhäitiiisfe der Juristen veröffentlkchr der bekannte j>iristilche Statistiker Oberlandesgerichts- Präsident xstiideilberg, Posen, in der „Deutschen Juristen' Zeitung" vom 17». Dezeniber »'>12 folgende interessante Daten: „vinch dem jüngst ersäuenenen Deckerschen Terminkalender für prellstisrhe Imiizbeamte für lOlst haben im letztet, Jahre die Besörderungs- und Anstellungs- Verhältnisse eilte weitere Verschlechterung erfahren. Ein sehr geringer Trost für den RachlvuchS ist es, dast i. I. 1012 die >jahl der Referendare eine weitere Abnahme zeigt, denn auch jetzt noch ist sie iveit über den Bedarf hinausgehend. Die nachstehende Iusammenstettung ergibt die Zahl der am 1. Vluftuft vorhandenen Referendare und Assessoren:

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